Freie Fahrt gegen Ferrari

Wolff: Keine Teamorder bei Mercedes

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Toto Wolff während einiger Testfahrten seines Teams im Winter.

Barcelona - Bei Konstrukteurs-Weltmeister Mercedes wird es trotz der aktuellen Konkurrenz-Situation mit Ferrari definitiv keine Stallorder geben, so Mercedes-Teamchef Toto Wolff in einem Interview.

"Das Thema ist zurecht sehr kontrovers, niemand will so etwas sehen", sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff im SID-Interview: "Deshalb wäre eine so brutale Stallorder nichts, was wir machen wollen oder machen würden."

Diese Haltung könnte allerdings im weiteren Verlauf der Saison zum Nachteil für Mercedes werden. Nehmen sich die beiden Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas regelmäßig die Punkte weg, könnte Vettel profitieren - denn der hat seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen bislang ziemlich deutlich im Griff und dürfte den Großteil der Ferrari-Punkte einfahren.

„Alles auf null gestellt“

Die Tatsache, dass Mercedes sich in dieser Saison nach einer langen Zeit der Dominanz überhaupt wieder derart harter Konkurrenz ausgesetzt sieht, begründet Wolff mit dem neuen Reglement. Dieses Reglement habe "alles auf null gestellt", und Ferrari mit dem viermaligen Champion Sebastian Vettel sei dabei etwas "außergewöhnlich Gutes" gelungen, sagte der Österreicher dem SID. Wolff wies aber gleichzeitig darauf hin, dass nur Mercedes mit den Roten derzeit auf Augenhöhe sei: "Das ist der klare Beweis unserer Stärke als Team."

Nach vier von 20 Saisonrennen führt Vettel die WM-Wertung mit 86 Punkten an, gefolgt von Hamilton (73) und Bottas (63). Der fünfte WM-Lauf findet am kommenden Sonntag in Barcelona statt (Start 14 Uhr).

Die Autos und Fahrer der Formel 1 in der Saison 2017 im Überblick

SID

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