Barguil siegt auf dem Izoard

Tour de France: Froomes vierter Sieg ist fast perfekt

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Froome (mi.) und sein Team sind auch in diesem Jahr nicht zu schlagen. 

Nach der letzten Bergetappe der Tour de France ist Christopher Froome der Tour-Sieg kaum noch zu nehmen. Jubeln durfte auch der französische Tagessieger. 

Col d'Izoard - Christopher Froome sank erschöpft auf den Asphalt, dann brach die ganze Freude aus dem Tour-Dominator heraus. In der Manier eines ganz großen Champions und dank einer taktischen Glanzleistung seiner Sky-Armada hat der Brite auf der letzten Bergetappe der 104. Frankreich-Rundfahrt alle Angriffe abgewehrt und steht dicht vor seinem vierten Tour-Coup. Sein französischer Rivale Romain Bardet kassierte zwar vier Sekunden Zeitgutschrift - das dürfte aber zu wenig sein.

Den Tagessieg sicherte sich in 2360 m Höhe auf dem legendären Izoard der Franzose Warren Barguil vom deutschen Team Sunweb, dem 25-Jährigen ist nach seinem zweiten Etappenerfolg auch das Bergtrikot nicht mehr zu nehmen.

Froome kam zeitgleich direkt hinter Bardet als Vierter ins Ziel und geht nun mit 23 Sekunden Vorsprung auf den französischen Hoffnungsträger Bardet sowie 29 auf den Kolumbianer Rigoberto Uran in die letzten drei Etappen, von denen nur noch die vorletzte entscheidenden Einfluss auf das Gesamtklassement nehmen dürfte.

Froome steuert auf vierten Tour-Sieg zu

Am Samstag dürfte Froome dann ein grundsolides Zeitfahren in Marseille reichen, um die Tour nach 2013, 2015 und 2016 erneut zu gewinnen. Im Kampf gegen die Uhr ist der 32-Jährige klar stärker als Bardet, auch Uran dürfte in einem Wettkampf ohne Zwischenfälle nicht übermäßig Zeit auf den Mann in Gelb aufholen können.

"Ich bin bereit für den Kampf, habe nichts zu verlieren. Ich fahre hier nicht für Platz zwei", hatte Bardet vor dem Etappenstart gesagt. Allerdings kontrollierte Froomes starke Sky-Mannschaft konsequent das Hauptfeld hinter einer zunächst mehr als 50 Fahrer großen Spitzengruppe, die sich frühzeitig abgesetzt hatte.

Am Col de Vars (1. Kategorie/2109 m) rund 50 km vor dem Ziel ging Bardets AG2R-Mannschaft in die Offensive, Froome folgte aber mühelos. Alles lief auf den großen Showdown am Izoard, der erstmals in der Tour-Geschichte Etappenziel war, hinaus.

Greipel will im Sprint nochmal angreifen

AG2R fuhr mit vollem Tempo in den Berg hinein, wollte Sky zermürben, doch Froome ließ sich nicht abschütteln. Binnen weniger Kilometer mussten Bardets Teamkollegen einer nach dem anderen abreißen lassen, sein britischer Rivale hatte hingegen noch drei Helfer an seiner Seite - Bardets Taktik war nicht aufgegangen.

Froome ließ sogar seinen bärenstarken Teamkollegen Mikel Landa kurz vor Schluss fahren. Selbst hinterhersteigen musste Froome dem nun im Gesamtklassemt viertplatzierten Spanier zunächst nicht - dessen Zeitfahr-Qualitäten reichen nicht aus, um ernsthaft um Gelb zu kämpfen. Erst zwei Kilometer vor der Passhöhe trat Froome an und schloss zu Landa auf, Bardet und Uran hielten nur mühevoll mit.

Am Freitag stehen wohl zunächst die Sprinter im Mittelpunkt, deren Reihen nach dem Aus von Marcel Kittel, Peter Sagan oder auch Mark Cavendish sehr ausgedünnt sind. Für André Greipel ist es die vorletzte Chance, auch bei seiner siebten Tour zumindest einen Tagessieg zu feiern Allerdings ist die drittletzte Etappe nach Salon-de-Provence bei Marseille mit 222,5 km die längste der laufenden Rundfahrt.

sid

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