Nur noch wenige Sprinter dabei 

Tour de France-Stars gehen unter: Nach Kittel ist jetzt auch Greipel raus

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Gestürzt: Auch Vincenzo Nibali ist raus.

Aus der Traum. Erst musste Marcel Kittel dran glauben, jetzt sind auch noch André Greipel, Rick Zabel und Marcel Sieberg raus. Die Alpen in der elften und zwölften Etappe der Tour de France haben die Sprinter gefressen.

Kittel und Greipel gehörten zu den deutschen Hoffnungsträgern. Im Sprint liegt es jetzt an John Degenkolb und Nikias Arndt, auf dem Weg nach Paris etwas rauszureißen.

Kittel – einer der Helden der Tour 2017 – war am vergangenen Mittwoch außerhalb des Limits von 30 Minuten in La Rosiere angekommen. Neben ihm wurde außerdem der frühere britische Weltmeister Cavendish wegen Zeitüberschreitung disqualifiziert. Kein Trost für den gescheiterten Kittel.

Sein Teamkollege Rick Zabel kam nur sehr knapp zu spät. Die Jury drückte daher ein Auge zu und ließ ihn am nächsten Tag die wohl härteste unter den Tour-Etappen antreten: L’Alpe d’Huez. Dort aber scheiterten er, Kollege Marcel Sieberg und zur großen Enttäuschung der Deutschen auch André Greipel.

Der Col de la Croix de Fer zwang Greipel am Donnerstag in die Knie. Der gebürtige Rostocker stieg noch vor dem schweren Anstieg nach L’Alpe d’Huez aus. Aber auch auf dieser anspruchsvollsten Etappe der gesamten Tour hat es nicht nur deutsche Stars erwischt. Auch der Kolumbianer Fernando Gaviria und der Niederländer Dylan Groenewegen, beide zweimalige Etappensieger, haben aufgegeben.

Der Vorjahreszweite Rigoberto Uran galt durchweg als echter Konkurrent für Top-Favorit Christopher Froome. Doch auch Uran ist raus. Bereits am Sonntag war der Kolumbianer auf dem Kopfsteinpflaster nach Roubaix gestürzt und hatte sich dabei Verletzungen am linken Arm und am linken Bein zugezogen.

Die behinderten ihn dann doch länger als erhofft. Schon bei der elften Etappe am Mittwoch fiel er erheblich zurück. Zur Königsetappe nach L’Alpe d’Huez trat er dann gar nicht mehr an.

Noch härter traf es den heimlichen Podiumskandidaten Vincenzo Nibali am Donnerstag. Beim finalen Anstieg nach L’Alpe d’Huez kam der Italiener ganz kurz vor dem Ziel zu Fall, weil er mit einem Polizeimotorrad kollidierte. Dabei brach er sich einen Wirbel. Er selbst berichtete später von einem plötzlichen Schlag.

Trotz der schweren Schmerzen kämpfte sich der Italiener als Siebter nur 13 Sekunden später als Sieger Thomas ins Ziel – sein letztes Ziel der Tour de France in diesem Jahr. Auch für ihn ist Schluss.

Die 13. Etappe am Freitag wurde von Peter Sagan gewonnen, der in Valence seinen dritten Tagessieg feierte. Der dreimalige Weltmeister aus der Slowakei verwies im Sprint nach 169,5 Kilometern den Norweger Alexander Kristoff auf Rang zwei, der Frankfurter John Degenkolb wurde Vierter.

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