Wechsel zu Telekom Veszprém

Trainer Vranjes verlässt SG Flensburg-Handewitt im Sommer

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Ljubomir Vranjes hört als Trainer der SG Flensburg-Handewitt auf und geht nach Ungarn. Foto: Daniel Reinhardt

Was lange getuschelt wurde, ist jetzt offiziell: Flensburgs Erfolgscoach Vranjes verlässt die SG im Sommer und wechselt zu Ungarns Top-Club Veszprem. Der Nachfolger steht noch nicht fest. Doch es gibt Gerüchte.

Flensburg (dpa) - Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt verliert seinen Erfolgstrainer Ljubomir Vranjes. Zum Saisonende wechselt der schwedische Handball-Coach nach Ungarn zum Top-Club Telekom Veszprém, der in den beiden vergangenen Jahren im Champions-League-Finale stand.

Der Vertrag des Welttrainers 2014 in Flensburg sollte bis Sommer 2020 laufen. "Nach reiflicher Überlegung gemeinsam mit dem Beirat sind wir zu dem Entschluss gekommen, Ljubomir Vranjes die gewünschte Freigabe zu erteilen", sagte Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Über die Höhe der Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart. Spekuliert wird, es handele sich um rund eine Million Euro - im Handball enorm viel Geld.

Als Nachfolger wird seit Wochen der norwegische Nationaltrainer Christian Berge gehandelt. Der 43 Jahre alte frühere SG-Profi hatte erst vor wenigen Tagen seine Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Frankreich bis ins Finale geführt, war dort aber Titelverteidiger Frankreich unterlegen. Norwegens Handball-Verband hat Gespräche mit den Norddeutschen bestätigt. "Über eine mögliche Nachfolge werden wir keinerlei Wasserstandsmeldungen oder Zeitpläne veröffentlichen", betonte Schmäschke. Der neue Coach werde den Club "auch zukünftig in der europäischen Spitze" halten.

Vranjes gehört bei den Flensburgern gewissermaßen zum Inventar. Seit elf Jahren ist er für den Verein an der dänischen Grenze tätig - zunächst als Profi (2006 bis 2009), dann als Sportlicher Leiter (2009/2010) und anschließend als Cheftrainer. Unter Vranjes Leitung gewann die SG 2012 den Europapokal der Pokalsieger, 2013 den Supercup, 2014 die Champions League und 2015 den DHB-Pokal.

Mitteilung SG Flensburg-Handewitt

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