Ferrari unter Zugzwang

Vettel distanziert Hamilton im ersten Singapur-Training und vermisst Schumacher

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Sebastian Vettel im Ferrari.

Ferrari-Star Sebastian Vettel hat auf dem Weg zur Revanche für das Monza-Debakel ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Bestzeit fuhr sein ehemaliger Teamkollege.

Singapur - Der Heppenheimer fuhr am Freitag im ersten Training zum Großen Preis von Singapur die zweitbeste Zeit und distanzierte den neuen WM-Führenden Lewis Hamilton (Großbritannien) im Mercedes um etwa drei Zehntelsekunden. In 1:42,598 Minuten war Vettel eine Zehntel langsamer als Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo (Australien).

Hinter Vettel fuhr der Niederländer Max Verstappen im zweiten Red Bull die drittbeste Zeit und schob sich damit noch vor Hamilton. Fünfter wurde der Mexikaner Carlos Sainz jr. im Force India vor Valtteri Bottas im zweiten Mercedes und Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen (beide Finnland).

Ferrari in engem Stadtkurs Favorit

Bei 30 Grad Lufttemperatur und "nur" 64 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Finanzmetropole fuhr Renault-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich) in 1:44,101 Minuten auf Platz neun, der Worndorfer Pascal Wehrlein wurde in seinem unterlegenen Sauber in 1:47,886 Letzter.

Vettel, der beim Ferrari-Heimspiel in Monza vor zwei Wochen die WM-Führung verloren hatte, gilt mit der Scuderia als Favorit für das Rennen am Sonntag (14 Uhr/RTL und Sky). Der verwinkelte Stadtkurs mit seinen 23 Kurven und meist sehr kurzen Geraden sollte seinem Wagens deutlich mehr entgegenkommen als den stark motorisierten Mercedes-Boliden.

Vettel: Vermisse Schumachers Ratschläge

In einem Interview mit der Corriere della Sera verriet der viermalige Weltmeister, dass er die Tipps seines Idols und Freundes Michael Schumacher vermisst. "Er ist eine der wenigen Personen, die man im Leben trifft, die für alles eine Antwort haben", sagte der WM-Zweite der Formel 1 über den Ende 2013 bei einem Skiunfall verunglückten Rekordweltmeister.

Sebastian Vettel.

Schumacher befindet sich nach seinem Unfall, bei dem er schwere Kopfverletzungen erlitten hat, in seiner Schweizer Heimat in Rehabilitation. "Michael war mein Idol, als ich ein Kind war, und er bleibt es heute noch. Er wird immer die Nummer eins sein", sagte Vettel weiter.

Derzeit sieht Vettel in dem WM-Führenden Lewis Hamilton seinen stärksten Gegner. "Er verdient für seine Leistungen nur Respekt: Er ist sehr schnell, konstant, zäh und macht wenig Fehler", sagte der 30-Jährige über den Mercedes-Star.

SID

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