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Vor Beginn der Handball-WM: Unmut über Corona-Regeln

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Von: Niklas Kirk

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Stark bei der Rückkehr: Mikael Appelgren.
Vize-Kapitän der schwedischen Mannschaft: Mikael Appelgren von den Rhein-Neckar Löwen © Fischer, Andreas

Im Gegensatz zu den Lockerungen im Alltag, sieht der Welthandballverband IHF für die WM-Testungen und Quarantäne vor. Ein Akteur äußert seinen Unmut.

Kassel – Vor Beginn der Handball-Weltmeisterschaft in Schweden und Polen, die vom 11. bis zum 29. Januar stattfindet, hat sich der Torwart der Rhein-Neckar Löwen Mikael Appelgren zu den strengen Corona-Richtlinien vor und während des Turniers geäußert. „Es ist verdammt schade, wenn man eine Heim-WM spielt und nicht so leben kann, wie wir es in Schweden ansonsten jetzt tun“, sagte der schwedische Vize-Kapitän gegenüber der Zeitung Aftonbladet.

Die Regularien der IHF für das Turnier sehen neben vorausgesetzten Impfungen auch Testungen vor dem Turnierstart, vor der Hauptrunde und dem Viertelfinale vor. Ein positiver Test bedeutet eine verpflichtende Quarantäne-Zeit von mindestens fünf Tagen, bevor sich die Profis wieder freitesten können.

Corona-Regeln während der Handball-WM – Appelgren kritisiert die Regularien

Darauf reagierte der 33-Jährige mit reichlich Unverständnis: „Ich persönlich verstehe nicht, warum wir das tun. Niemand hat Angst vor Corona, nur vor einem fehlgeschlagenen Test. Es ist nicht wirklich toll, als Spieler eine Heim-WM zu verpassen.“ In Schweden wird das Virus nicht mehr als gesellschaftsbedrohende Krankheit eingestuft, seit Februar 2022 hatte das Land weitgehend alle Corona-Maßnahmen aufgehoben.

Auch im deutschen Team waren die Regularien um das Coronavirus bei der Handball-EM 2022 ein essenzielles Thema gewesen. Zahlreiche Corona-Fälle und anschließende Quarantänen trugen zu einem enttäuschenden siebten Platz bei. Außerdem verpasste Juri Knorr das Turnier aufgrund einer fehlenden Impfung. Beim kommenden Turnier ist der 22-jährige Rückraumspieler der Rhein-Neckar Löwen mit dabei.

Vor Beginn der Handball-WM: DHB Team mit letztem Test gegen Island

Bevor sich die Mannschaft von Alfred Gislason ins Turnier begibt, wartet am kommenden Samstag (7. Januar, 16.15 Uhr/ZDF) in Bremen der letzte Härtetest. Gegner sind die ebenfalls für die WM qualifizierten Isländer.  Während der Vorrunde trifft das DHB Team schließlich in Kattowitz auf Asienmeister Katar (13. Januar, 18.00 Uhr/ZDF), Serbien (15. Januar, 18.00 Uhr/ARD) und Algerien (17. Januar, 18.00/ZDF). (nki/sid)

Unterdessen wurde Aidenas Malasinskas von der MT Melsungen erneut Handballer des Jahres in Litauen gekürt.

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