Wasserballer an Land

Ungewöhnliche Werbeaktion in der S-Bahn

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Halbnackt in der S-Bahn: Die Wasserballer von Spandau 04 machen mit einer ungewöhnlichen Werbeaktion auf sich aufmerksam.

Berlin - Mit einer ungewöhnlichen Werbeaktion und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen geht Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 in das Champions-League-Heimspiel am Mittwoch gegen Galatasaray Istanbul.

Nach den Randalen von Gala-Fans in der Basketball-Euroleague am vergangenen Donnerstag in Berlin heuert Spandau eine Sicherheitsfirma mit vier Leuten an. Die Spieler werben derweil halbnackt für das Match.

Nur in Badehose und Badekappe bekleidet mischten sich die Hünen in der Berliner S-Bahn unter die Fahrgäste. „Wir wollen den Leuten unseren Sport etwas näher bringen“, sagte Teamkapitän Marko Stamm (26) der Bild: „Wir haben auch wenig an, vielleicht ist das für die Frauen besonders interessant.“ Es wurden Selfies gemacht und Freikarten für das Champions-League-Spiel (19.00 Uhr) verteilt.

Damit die neuen Fans dort in Sicherheit das Spiel verfolgen können, hat der 33-malige Meister eine externe Sicherheitsfirma beauftragt - für Wasserballspiele in Deutschland untypisch. Der Klub rechnet wie in den Duellen der vergangenen Jahre gegen Galatasaray mit rund 100 türkischen Fans. Spandau steht im engen Austausch mit der Polizei, die je nach Informationslage auch Beamte in Bereitschaft versetzen wird.

Die Spieler gehen mit gemischten Gefühlen in die Partie. „Natürlich hat man jetzt ein bisschen Sorge, aber ich hoffe, dass der Wettkampf im Wasser und nicht am Beckenrand ausgetragen wird“, sagte Teamkapitän Marko Stamm dem SID: „Vor zwei Jahren hatten wir auch gegen Galatasaray gespielt, das war eher ein Auswärtsspiel für uns, aber die haben alle ganz friedlich gefeiert.“

Beim Basketballspiel zwischen Alba Berlin und Galatasaray Istanbul (75:68) war es in der Arena am Ostbahnhof zu Randalen gekommen. Etwa 30 Gäste-Anhänger legten sich mit Heimfans und der Polizei an. Es flogen Stühle, auch ein Böller wurde gezündet. Eine Person verletzte sich an Kopf und Oberkörper. Der Sachschaden in der Arena betrug etwa 35.000 Euro. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs und in einem Fall wegen gefährlicher Körperverletzung auf.

sid

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