Weltcup in Pyeongchang

Deutsche Biathletinnen siegen auch ohne Dahlmeier - Männer-Team Sechste

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Franziska Hildebrand.

Pyeongchang  - Auch ohne ihre fünffache Weltmeisterin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen eine perfekte Staffelsaison gekrönt. Das Männer-Team verpasst das Podium.

Auch ohne die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen beim Olympia-Test in Pyeongchang die Staffel gewonnen. Nadine Horchler, Maren Hammerschmidt, Denise Herrmann und Franziska Hildebrand kompensierten am Sonntag sogar eine Strafrunde der früheren Langläuferin Herrmann. Nach sieben Nachladern hatten sie 22,8 Sekunden Vorsprung auf Norwegen und 22,9 Sekunden auf Tschechien. Damit die Deutschen alle fünf Staffelrennen des Winters, darunter auch WM-Gold.

Die Weltcup-Gesamtführende Laura Dahlmeier wurde nach ihrem Doppelsieg in Sprint und Verfolgung mit Blick auf die letzten beiden Weltcups in Kontiolahti und Oslo geschont.

Hammerschmidt läuft an die Spitze

Startläuferin Horchler übergab nach nur einem Nachlader mit 4,1 Sekunden Rückstand auf Hammerschmidt. Die Staffel-Weltmeisterin brachte ihr Team mit 13,6 Sekunden vor Frankreich in Front. Herrmann, die auch wegen der Erkrankungen von Franziska Preuß und Vanessa Hinz wieder eine Chance im Weltcup bekam, leistete sich bei ihrem ersten Weltcup-Staffelrennen im Stehendanschlag eine Strafrunde. So wurde aus einem zwischenzeitlichen Vorsprung von 35 Sekunden ein Rückstand von 13,5 Sekunden auf Frankreich. Aber Schlussläuferin Hildebrand spielte ihre Erfahrung aus und brachte mit der deutschen Fahne in der Hand den Sieg sicher ins Ziel.

„Ich wollte schon immer mal mit der Fahne ins Ziel laufen. Das war ein neues, anderes Gefühl für mich und hat mir Spaß gemacht“, sagte Hildebrand der ARD.

Männer-Quartett nach Strafrunde auf Rang sechs

Die deutschen Biathleten liefen zum Abschluss des Weltcups mit der Staffel deutlich am Podium vorbei. Das DSV-Quartett mit Erik Lesser (Frankenhain), Neuling Roman Rees (Schauinsland), Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (Breitnau) und Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) patzte zu häufig am Schießstand und belegte nach 4x7,5 km und einer Strafrunde nur den sechsten Platz.

"Ich habe keine Ahnung, warum das nicht geklappt hat. Wahrscheinlich war der Anschlag nicht ganz sauber. Da liegt man dann am Schießstand und ist recht machtlos", sagte Pechvogel Doll, der sich die Strafrunde erlaubte, in der ARD. Beim Sieg von Vizeweltmeister Frankreich vor dem WM-Dritten Österreich (+33,8 Sekunden) und Norwegen (+45,4) benötigten die deutschen Skijäger, die ohne den erkrankten Simon Schempp antraten, 14 Nachlader. Folgerichtig betrug der Rückstand im Ziel 1:39,3 Minuten.

Bei den noch folgenden Weltcups im finnischen Kontiolahti und in Oslo/Norwegen absolvieren die Biathleten keine "reinen" Staffeln mehr, nur in Kontiolahti stehen ein Mixed- und ein Single-Mixed-Wettbewerb an.

dpa, sid

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