Willinger Mühlenkopfschanze

Weltcup-Skispringen: Schnee-Produktion läuft auf Hochtouren

Die ersten Schneehügel liegen an der Mühlenkopfschanze: Darüber freuen sich Wolfgang Schlüter, Andi Rohn und SCW-Präsident Thomas Behle (von links). Foto: nh

Willingen. In drei Wochen ist es so weit: Am 8. Januar startet der Skisprung-Weltcup auf der Mühlenkopfschanze in Willingen. Da es auch im Upland zu warm ist, um die Schneekanonen anzuwerfen, läuft seit Samstag das System „Snow-Factory" (wir berichteten), das auch bei Plustemperaturen Schnee produziert.

Willingen. In drei Wochen ist es so weit: Am 8. Januar startet der Skisprung-Weltcup auf der Mühlenkopfschanze in Willingen. Da es auch im Upland zu warm ist, um die Schneekanonen anzuwerfen, läuft seit Samstag das System „Snow-Factory“ (wir berichteten), das auch bei Plustemperaturen Schnee produziert.

„Wir haben in den ersten vier Tagen rund 500 Kubikmeter Schnee machen können“, sagt Schanzenchef Wolfgang Schlüter, der mit seinem Stellvertreter Andi Rohn und dem Team Beschneiung die Aufsicht über die „Eistruhe“ hat. Einen großen Schneehaufen haben die Willinger bereits mit einer Plane gegen Wind und Wetter gesichert, der zweite Schneehügel ist in Arbeit. Jede Stunde wirft die Maschine etwa vier Kubikmeter auf den Hang der Schanze.

Eine Willinger Delegation mit SCW-Präsident Wilhelm hat sich in der Arena „Auf Schalke“ bereits ein Bild vom Schnee gemacht. Nach der Biathlon-Team-Challenge soll nämlich auch von dort Schnee nach Willingen kommen und im Auslauf der Mühlenkopfschanze verteilt werden. „Das sieht alles gut aus, wir werden nach den Biathlon-Rennen am 28. Dezember beginnen können, den Schnee zusammenzuschieben“, sagt Rohn. Jürgen Querl, Peter Stremme, Hendrik Bangert und Mathias Göbel werden sich darum kümmern. Am 29. soll der erste „Schalke-Schnee“ dann gegen 9 Uhr am Mühlenkopf eintreffen.

Ausreichend Schnee bestellt 

4000 Kubikmeter Schnee werden für die Schanze benötigt. Auch in Bispingen wurde deswegen vorsichtshalber Schnee bestellt, der am 4. Januar im Upland erwartet wird. Eine weitere Option ist Bremerhaven, dort wurde schon in der Vergangenheit Crash-Eis, das zum Kühlen von Fischlieferungen gebraucht wird, bestellt. Genug Schnee sollte also vorhanden sein, wenn am 8. Januar der Startschuss für den Weltcup fällt.

Je nach Witterung wollen die SCW-Verantwortlichen mit der Belegung der Mühlenkopfschanze so spät wie möglich beginnen. „Ab dem 5. Januar wollen wir starten, das ist zumindest unser Plan“, sagt Wolfgang Schlüter. Innerhalb von 48 Stunden soll die Anlage dann weltcuptauglich sein. „Natürlich wird das stressig“, sagt Andi Rohn. „Aber wir werden ohne jede Unterbrechung alles geben.“

Arbeitseinsätze am Samstag

Der Anlauf der Mühlenkopfschanze wird bereits dieses Wochenende präpariert: Das Team von Anlaufchef Michael Groß kann noch Hilfe gebrauchen, um den Anlauf zu belegen. Los geht’s am Samstag ab 10 Uhr. Parallel dazu findet ein Einsatz im Tal statt, dort werden die Grillhütten aufgebaut - wer helfen möchte, ist willkommen. (nh)

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