Mick Schumacher siegt – Skistars heiraten

Top 5 des Sport-Wochenendes: Traumtore und andere Träume werden wahr

Oschersleben/Leipzig/Schweinfurt/Erfurt. Der Sohn einer Formel-1-Legende, der auftrumpft, kuriose Fußball-Tore, eine Traumhochzeit. Das sind unsere Top 5 des Sport-Wochenendes.

1.Traumdebüt: Er sieht aus wie Papa Michael. Er spricht wie Papa Michael. Und er fährt wie Papa Michael: Gut, Mick Schumacher ist noch kein Formel-1-Weltmeister und auch noch nicht in der Königsklasse des Motorsports unterwegs. Wohl aber in der Formel 4. Und da hat er gleich am ersten Rennwochenende die Schlagzeilen bestimmt. Nicht nur, weil der 16-Jährige einen großen Namen trägt. Sondern auch, weil er am Steuer überzeugt.

In seinem erst dritten Rennen zum Saisonauftakt in Oschersleben fährt er auf Platz eins und übertrifft damit gleich mal alle Erwartungen. „Ich bin natürlich überglücklich. Besser hätte mein erstes Rennwochenende nicht laufen können“, sagt er. Und dann gibt’s die Bilder, die die Motorsport-Fans noch aus den goldenen Zeiten mit Papa Michael kennen: ein Schumacher ganz oben auf dem Podest, die deutsche Nationalhymne, Champagner-Dusche. Und der erste Siegerpokal, der dürfte einen Ehrenplatz im Hause Schumacher erhalten.

Der Schuss ins Glück: Der Leipziger Torwart Fabio Coltorti (Mitte/ klein) trifft zum entscheidenden 2:1. Foto: dpa

2.Traumtor, das erste: Seine Frau denkt zunächst an einen Scherz. Doch es ist keiner, wie auch Fabio Coltortis Angetraute irgendwann im Laufe jenes Telefonats feststellt, das sie am späten Freitagabend aus Spanien mit ihrem Mann führt. Der ist Torhüter bei RB Leipzig. Und verantwortlich für ein Traumtor, das zugleich ein historisches ist: Es läuft die dritte Minute der Nachspielzeit. Zwischen Leipzig und Darmstadt steht es 1:1. Coltorti wird von Trainer Beierlorzer nach vorn beordert. Im Fünfmeter-Raum landet der Ball tatsächlich vor den Füßen des Schweizers, der fackelt nicht lange und trifft zum 2:1. Aus dem Spiel heraus für die Entscheidung zu sorgen, das ist noch nie zuvor einem Torhüter in den ersten beiden Profiligen gelungen. Dafür gibt’s zwar keinen Pokal, aber bestimmt die Medaille für das Tor des Monats.

3.Traumtor, das zweite: Wobei: Für diese Auszeichnung haben sich zwei weitere Torschützen beworben. Kurioserweise ist dabei gleich ein zweiter Torhüter. Christopher Pfeiffer heißt er, steht in der Regionalliga Bayern für Schweinfurt 05 zwischen den Pfosten und traut im Spiel gegen 1860 München II ebenso wenig seinen Augen wie derjenige, der den kuriosen Moment im Video festhält: Pfeiffer nimmt den Ball auf. Der Filmer zoomt erst mal auf die Fans. Nichts ahnend, was da gleich geschieht. Er schwenkt erst wieder auf den Ball, als der schon in der Luft ist. Der Ball fliegt. 90 Meter. Prallt einmal auf dem Boden auf und springt von dort über den verdutzten Löwen-Torhüter Michael Netolitzky ins Tor. Geholfen hat’s nicht: Schweinfurt verliert 1:2. • Das Video gibt’s hier.

4.Traumtor, das dritte: Verantwortlich dafür ist ausnahmsweise kein Torhüter, sondern ein Mitelfeldspieler in Diensten des Drittligisten Arminia Bielefeld: Christoph Hemlein nimmt gegen Erfurt genau Maß: 65 Meter sind’s vom Mittelkreis bis zum Tor von Rot-Weiß Erfurt. Hemlein sieht, dass Keeper Philipp Klewin viel zu weit vor seinem Kasten steht, zieht ab und trifft. Dieses dritte von vier Bielefelder Toren krönt den 4:0-Sieg. Und Sensationstreffer und Traumergebnis geben ganz nebenbei noch Selbstvertrauen fürs Halbfinale im Pokal gegen Wolfsburg am Mittwoch.

5.Traumhochzeit: Und weil’s keine weiteren Treffer in der Kategorie Traumtor zu vermelden gibt, beschließen wir diese Rubrik mit einer Traumhochzeit. Eine, die vor allem österreichischen Ski-Fans gefallen wird: Weltmeisterin Marlies Schild hat Doppelolympiasieger Benjamin Raich geheiratet. Ihr Traum: eine eigene Familie. Und bei den Genen dürfte wohl schon jetzt feststehen, was die Sprösslinge der Familie Raich mal werden. Familie Schumacher lässt da grüßen.

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