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Wie der deutsche Dartsprofi Gabriel Clemens die Fans im Ally Pally begeisterte

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Von: Björn Mahr

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Gabriel Clemens ist ein deutscher Dartsprofi.
Gabriel Clemens, deutscher Dartsprofi. © Zac Goodwin/dpa

Der Saarländer Gabriel Clemens schied erst im Halbfinale der Darts-Weltmeisterschaft in London aus. Ein Darts-Märchen in Zahlen.

Kassel - Als am späten Dienstagabend das Finale bei der Darts-Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace zwischen Michael Smith und Michael van Gerwen begann, weilte der Deutsche Gabriel Clemens bereits wieder in der Heimat. Der Saarländer war am Vortag im Halbfinale mit 2:6 am starken Engländer und späteren Weltmeister Michael Smith gescheitert.

Da der 39-Jährige mit überzeugenden Leistungen beim Turnier die Herzen vieler Fans eroberte, blicken wir heute noch einmal auf Clemens’ WM-Start zurück: ein Darts-Märchen in Zahlen.

4 Siege gelangen Clemens bei der 30. Auflage der Darts-WM. Er setzte sich zunächst glatt mit 3:0 gegen den Iren William O’Connor durch. Danach schlug er den Waliser Jim Williams (4:3), den Schotten Alan Soutar (4:1) und den ehemaligen Weltmeister Gerwyn Price (5:1) aus Wales, ehe ihn gegen Michael Smith das Aus ereilte.

5 Buchstaben hat der Name der britischen Band Oasis. Einer ihrer größten Hits heißt „Wonderwall“ – und es ist die Einlaufmusik von Gabriel Clemens. Fünfmal ertönte der Klassiker während der Weltmeisterschaft in London.

6 Plätze macht Gabriel Clemens in der PDC-Weltrangliste mit seinem erfolgreichen WM-Abschneiden gut. Als dann 19. wird er der erste Deutsche sein, der einen Platz unter den besten 20 belegt.

99,94 Punkte betrug der Average, mit dem der Profi aus dem Saarland im Viertelfinale gegen Price triumphierte. Es war der höchste Drei-Darts-Durchnschnitt, den ein Deutscher je bei der WM im Ally Pally verbuchte.

180 Punkte kann ein Dartsspieler bei einer Aufnahme maximal erreichen: durch drei Treffer im Triple-20-Segment. Clemens brachte dieses Kunststück im Halbfinale gegen Smith elfmal fertig und stellte damit einen Rekord auf. Noch nie hatte ein Deutscher bei einem einzelnen Wettkampf im Ally Pally so oft ein Ergebnis von 180 Zählern erreicht.

13 000 Einwohner etwa hat die Gemeinde Saarwellingen im Landkreis Saarlouis. Es ist der Heimatort von Clemens, der mit seiner Freundin Lisa am Dienstag nach Deutschland zurückflog. Seine Partnerin ist zugleich seine Managerin.

113 000 Euro umgerechnet strich der Saarländer an Preisgeld für seinen Einzug in die Vorschlussrunde ein. In den beiden Jahren zuvor kam Clemens, dessen Kampfname „The German Giant“ ist und den Freund und Kollegen „Gaga“ rufen, insgesamt nur auf rund 250 000 Euro.

3 780 000 Zuschauer verfolgten in der Spitze das Halbfinale von Clemens gegen Smith bei Sport 1. Durchschnittlich wurden 1,99 Millionen Zuseher registriert. Dem Deutschen ist es gelungen, hierzulande einen echten Darts-Hype auszulösen. (Björn Mahr)

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