Unterstützung durch die Politik?

ARD will Handball auf Free-TV-Liste im Rundfunkstaatsvertrag

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Handball bald fest im Free-TV? Wenn es nach der ARD geht schon.

Köln - Die ARD erhofft sich in den zähen Verhandlungen um Live-Bilder von der Handball-WM 2017 in Frankreich Unterstützung durch die Politik.

Wie der öffentlich-rechtliche TV-Sender am Dienstag mitteilte, fordert das Erste mit Blick auf die WM die Aufnahme von Handball in die Free-TV-Liste der Großereignisse im Rundfunkstaatsvertrag. Damit wäre eine Grundversorgung für den Zuschauer mutmaßlich gewährleistet.

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF konnten sich bislang nicht mit Rechteinhaber beIN aus Katar einigen, der auf eine Verschlüsselung via Satellit besteht. Demnach dürfen nur Sender mit einer verschlüsselten Satellitenausstrahlung das Turnier live zeigen. Diese Forderung betrifft grundsätzlich auch die anderen frei empfangbaren Sender in Deutschland, die wie ARD und ZDF unverschlüsselt über Satellit ausstrahlen.

Die Öffentlich-Rechtlichen hatten bei der abgelaufenen EM in Polen Traumquoten erzielt. Den Triumph der deutschen Handballer im Finale gegen Spanien verfolgten im Ersten im Schnitt 12,98 Millionen Zuschauer. Zuletzt hatten unter anderem Vizepräsident Bob Hanning vom Deutschen Handballbund (DHB) und Michael Vesper, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), eine Übertragung der WM 2017 in den Öffentlich-Rechtlichen gefordert.

In der Free-TV-Liste der Großereignisse im Rundfunkstaatsvertrag sind etwa die Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei Welt- oder Europameisterschaften verankert.

sid

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