Weltcup-Skispringen 

Orkantief Sabine bringt "Lebensgefahr" - Stephan Leyhe offizieller Sieger

Willingen: Stephan Leyhes erster Weltcup-Sieg und mehr
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Willingen: Stephan Leyhes erster Weltcup-Sieg und mehr

Das Weltcup-Skispringen in Willingen wurde für Sonntag abgesagt. Orkantief Sabine bringt Gefahr für Zuschauer, Springer und alle anderen Beteiligten. Stephan Leyhe hat ersten Weltcup-Sieg errungen.

Update von Sonntag, 09.02.2020, 09.36 Uhr: Wie wir gestern bereits berichtet haben, fällt das heutige (09.02.2020) Weltcup-Skispringen  in Willingen aus. Orkantief Sabine wird von Wetter-Experten als "lebensgefährlich" eingestuft.

"Wir müssen uns bei unserer Entscheidung auf das stützen, was unsere Quellen, das ist momentan der Deutsche Wetter Dienst, derzeit an Informationen liefert. Ich bin mir der Verantwortung, die ich in diesem Moment trage, voll bewusst. Die Gemeinde Willingen (Upland) wird einer Öffnung des Stadions morgen nicht zustimmen,“ erklärte Willingens Bürgermeister Thomas Trachte.

Gefahr für Zuschauer, Springer und alle anderen Beteiligten: Weltcup-Skispringen in Willingen für Sonntag abgesagt

Er erklärt weiterhin, dass das Wohl aller Beteiligten bei dieser Entscheidung im Vordergrund stehe und die Kosten der Eintrittskarten (abzüglich der Vorverkaufsgebühr) gegen Vorlage der Originaleintrittskarten erstattet werden, und zwar dort, wo das Ticket gekauft wurde. Eine Barauszahlung erfolgt nicht.

Alle Bilder zum Sieg von Stephan Leyhe:

Wie Stephan Leyhe ganz Willingen überwältigt: Die Bilder vom Weltcup-Samstag  

Willingen: Stephan Leyhes erster Weltcup-Sieg und mehr
Weltcup Willingen: Stephan Leyhes erster Weltcup-Sieg und mehr © Artur Worobiow
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Update von Samstag, 08.02.2020, 19.57 Uhr: Das Skispringen für Sonntag (09.02.2020) ist abgesagt. Grund ist das Orkantief Sabine. Starker Wind hatte am Freitag (07.02.2020) bereits zum Abbruch des Trainings geführt. Die Qualifikation musste verlegt werden. Der Wettkampf am Sonntag war zunächst von 16 Uhr auf 10.15 Uhr vorverlegt worden.

Wetter-Warnung führt zu Absage des Skispring-Weltcups am Sonntag in Willingen

Durch die Absage des Wettbewerbs am Sonntag steht Stephan Leyhe auch als Gewinner der Willingen-Five-Wertung fest. Die Wertung, in die alle Wettkampfsprünge und das Ergebnis der Qualifikation eingehen, ist mit 25.000 Euro dotiert. 

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❗️Absage FIS Skisprung Weltcup Sonntag ❗️ Ein unter Federführung der allgemeinen Polizeibehörde gebildeter Krisenstab, bestehend aus Vertretern der Polizeibehörde, der Gemeinde Willingen (Upland), des Ski Clubs Willingen und des Internationalen Ski-Verbandes FIS hat am Samstag Abend in Willingen (Upland) entschieden, den für den Sonntag geplanten zweiten FIS Skisprung-Weltcup in Willingen (Upland) abzusagen. "Wir müssen uns bei unserer Entscheidung auf das stützen, was unsere Quellen, das ist momentan der Deutsche Wetter Dienst, derzeit an Informationen liefert. Ich bin mir der Verantwortung, die ich in diesem Moment trage, voll bewusst. Die Gemeinde Willingen (Upland) wird einer Öffnung des Stadions morgen nicht zustimmen,“ erklärte Willingens Bürgermeister Thomas Trachte. "Die Gemeinde hat Sorge für das Wohl aller Beteiligten, also der Besucher, der Athleten und Betreuer und aller Helfer zu tragen. Wir würden das Risiko eingehen, dass die Leute spätestens auf dem Weg nach Hause in den angekündigten Sturm geraten. Die Personen die hier mit dem Abbau der Installationen beschäftig sind brauchen 6 - 8 Stunden bis alles abgebaut ist. Die Sicherheit der Menschen mit denen wir es hier zu tun haben ist natürlich wichtiger als alles andere“ so Trachte. Die Kosten der Eintrittskarten werden abzüglich der Vorverkaufsgebühr erstattet, und zwar dort, wo das Ticket gekauft wurde. #weltcupwillingen2020 #Willingen5 #WillingenistKult

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Update von Samstag, 08.02.2020, 18.38 Uhr: Nach der Absage der Qualifikation vom Freitag ging der erste Einzelwettbewerb fast ohne Probleme über die Bühne. Und wie! Lokalmatador Stephan Leyhe sicherte sich den Sieg auf seiner Heimschanze und machte sein ganz persönliches Märchen wahr. Unser Schnellcheck:

Frage vorweg: Was hat denn der Wind nach den Kapriolen vom Freitag gemacht?

Sturmtief Sabine hat sich zumindest am Samstag zusammengerissen. Von windstill war Willingen zwar noch weit entfernt, aber anders als am Freitag konnten die Skispringer ohne Gefahr die Schanze runterfliegen. Und das hat sich gelohnt. Mehr dazu später.

Wer kam mit den Bedingungen am besten klar?

Die besten Bedingungen in der Qualifikation hatte zumindest mal Lokalmatador Stephan Leyhe. Und der Willinger sorgte auf seiner Heimschanze für den ersten Höhepunkt des Samstags. 145,5 Meter waren die Bestweite.

Hat Stephan Leyhe seinen Heimvorteil auch danach genutzt?

Aber hallo! Nach dem ersten Durchgang und 139,5 Metern lag Leyhe noch auf Rang zwei, knapp hinter dem Polen Kamil Stoch. Dann kam der zweite Sprung, Leyhe war als Vorletzter dran. Vor ihm legte der junge Norweger Marius Lindvik noch einmal einen richtig guten Satz hin und übernahm die Führung. Aber nur für Sekunden. Denn dann flog der Willinger. Und flog. Und flog. Auf 144,5 Meter. 

Stephan Leyhe siegt beim Weltcup in Willingen 

Dazu gab es gute Noten und die klare Führung. Wahnsinn. Aber einer war ja noch dran. Noch einmal bange Sekunden, als Stoch die Mühlenkopfschanze herunterkam. Doch der Pole konnte nicht mehr kontern, landete nur auf Rang drei. Die Party konnte beginnen. Der erste Weltcup-Sieg überhaupt für Leyhe. Und das in seiner Heimat. Und das beim Jubiläum. Besser geht's nicht.

Wie reagierte der Sieger?

Als die deutsche Nationalhymne an der Mühlenkopfschanze erklang, wirkte Stephan Leyhe richtig ergriffen. Im Anschluss sagte er im Stadion: „Ich hatte auf einen Platz auf dem Podium gehofft, weil ich noch nie so relaxed war wie in diesem Jahr. Ich habe das alles richtig genossen.“

Wie hat die deutsche Mannschaft insgesamt abgeschnitten?

Fünf Deutsche waren am Start. Hinter Leyhe kam Karl Geiger auf Platz fünf, Constantin Schmid wurde 21., Pius Paschke 24. und Markus Eisenbichler 26.

Wie war die Stimmung an der Mühlenkopfschanze?

Am Freitag waren 10 700 Zuschauer an die Mühlenkopfschanze gekommen – die dann allerdings unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten. Am Samstag waren – wie immer – noch einmal deutlich mehr Fans da, 23 500, ausverkauft. Und die hatten sich die Lust aufs Feiern wohl aufgespart. Es ging ordentlich rund. 

Träume erfüllt: Stephan Leyhe jubelt nach seinem Weltcup-Sieg beim Skispringen in Willingen.

Weltcup in Willingen: Fans feiern ausgelassen

Wenn die Deutschen an der Reihe waren, dann wedelten die Fahnen, als wollten sie einen wilden Wespenschwarm vertreiben, dann gab es das lang gezogene „Zieeeeeh!“, um die Springer noch ein Stückchen weiter zu bringen, dann wurde gesungen und getanzt. Und das natürlich nicht nur bei den Deutschen. Das hat richtig Spaß gemacht.

Wie war die Übertragung im Fernsehen?

Gewohnt routiniert moderierten in der ARD Matthias Opdenhövel und Experte Dieter Thoma. Ein besonderes Augenmerk galt dem 25-jährigen Weltcup-Jubiläum, das auch mit Bildern aus den 1950er-Jahren untermalt wurde. Zu Stephan Leyhe sagte Opdenhövel: „Der Junge ist aus Willingen, der steht jetzt sicher unter Strom. War doch bei dir auch nicht anders, Dieter.“ Und Thoma ergänzte: „Klar, bei mir hat immer das Feuer gebrannt.“

Wird es am Sonntag denn ein zweites Springen geben?

Das steht noch nicht fest. Am Samstagabend ab 19 Uhr soll die Entscheidung fallen. Die Windverhältnisse werden es wohl nur schwer zulassen. Alle Informationen zur Entscheidung finden Sie auf www.hna.de.

Update von Samstag, 08.02.2020, 17.59 Uhr: Was für eine Premiere: Stephan Leyhe gewinnt seinen ersten Weltcup im Skispringen - ausgerechnet auf seiner Heimschanze. Der deutsche Skispringer vom SC Willingen ist in einem Ort zwei Kilometer von Willingen entfernt aufgewachsen. 

Zweiter wird Marius Lindvik aus Norwegen. Karl Geiger landet als zweitbester Deutscher auf dem fünften Platz.

Update von Samstag, 08.02.2020, 17.22 Uhr: 139,5 Meter legte Leyhe im ersten Durchgang unter den Augen von 23.500 Zuschauern bei prima Bedingungen vor. Die Führung mit 128,2 Punkten. 

Vierschanzentourneesieger Marius Lindvik kam dannicht heran, trotz seiner 140 Meter stand er bei 126,1 Punkten und erreichte am Ende Rang drei. 

Weltcup in Willingen: Nur ein Deutscher verpasst Sprung ins Finale

Dann kam Stoch, auf dem Klangteppich, den seine in die Tausende gehende Fanschar legte, sprang er auf ebenfalls 139,5 Meter - und erhielt 0,8 Zähler mehr als Leyhe, der beim Gang durch die Mixedzone zurückhaltend den Zuschauern winkte. 

Weder der Japaner Ryoyu Kobayashi (14.) noch Karl Geiger (6. mit 138,5 Metern) und auch nicht Stefan Kraft aus Österreich (4. mit 135,5 Metern) verdrängten Leyhe oder Stoch. 

Von den deutschen Springern ist Richard Freitag (123,0 meter/Platz 31) als einziger nicht im Finale dabei. Constantin Schmid und Pius Paschke sind gemeinsam 15., Markus Eisenbichler schaffte es auf Rang 27. knapp in den zweiten Durchgang der besten 30. 

Video: Skispringen-Weltcup in Willingen

Update von Samstag, 08.02.2020, 16.45 Uhr: Stephan Leyhe hat die Qualifikation in Willingen gewonnen. Der Skispringer aus Schwalelfeld setzte mit 145,5 Metern bei idealen Aufwindbedingungen ein dickes Ausrufezeichen. Und wusste sofort, was ihm gelungen war. 

Leyhe strahlte über das ganze Gesicht. Nachdem dann der Weltcup-Führende Stefan Kraft aus Österreich bei 138 Meter (Platz zwei) gelandet war, wusste der 28-Jährige: Sein erster Sieg auf der Heimatschanze war ihm nicht mehr zu nehmen.

Leyhe geht nun mit der Spitzenposition im Sonderwettbewerb "Willingen/5" in den ersten Wertungsdurchgang (pünktlich um 16 Uhr). Platz drei belegte der Slowene Timi Zajc mit 138,5 Metern. 

Lachend im Auslauf: Stephan Leyhe (Archivfoto).

Leyhe erhielt direkt nach der Quali einen Scheck über 3.000 Euro. Jürgen Hensel, PK-Präsident des Ski-Clubs Willingen, überreichte ihn mit sichtlich großer Freude. Danach wagte Hensel die Prognose "Wenn er so springt, dann springt er aufs Podest oder kommt zumindest unter die ersten Fünf". 

Auch die anderen Deutschen qualifizierten sich für das Springen. Karl Geiger war auf Rang fünf der zweitbeste (135 Meter). Markus Eisenbichler, Constantin Schmid, Richard Freitag und Pius Paschke landeten zwischen den Rängen 16 und 50. 

Update von Freitag, 07.02.2020, 18:11 Uhr: Der Wind hatte den Skispringern beim heutigen Auftakt des Weltcups in Willingen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem die Qualifikation bereits von 18 auf 15 Uhr vorverlegt worden war, war um 17 Uhr der erste von eigentlich zwei Trainingsdurchgängen noch immer nicht beendet. Immer wieder gab es Unterbrechungen an der Mühlenkopfschanze, sodass das Training am Freitag abgebrochen und die Qualifikation in Willingen abgesagt werden musste. Sie wird am Samstag ab 15 Uhr nachgeholt. Ab 14 Uhr findet ein Probedurchgang statt.

Wegen der aktuellen Wetterprognosen mit Sturm in ganz Deutschland wurde auch das Einzelspringen am Sonntag vorverlegt. Der erste Wertungsdurchgang findet nicht wie ursprünglich geplant um 16 Uhr, sondern bereits um 10.15 Uhr statt. Das teilte der SC Willingen am Freitagnachmittag mit. Der Einlass in das Stadion ist ab 8 Uhr.

Willingen: Skispringen am Samstag wie geplant

Um 16 Uhr startet am Samstag wie geplant das Einzelspringen (mit anschließendem Finaldurchgang). Einlass in das Stadion an der Mühlenkopfschanze in Willingen ist ab 11 Uhr.

Weltcup-Skispringen in Willingen: Einzelspringen am Sonntag vorverlegt

Update von Freitag, 07.02.2020, 17 Uhr: Skisprung-Fans aufgepasst: Das Einzelspringen am Sonntag beim Weltcup-Skispringen in Willingen wurde verschoben. Der erste Wertungsdurchgang beginnt nun bereits um 10.15 Uhr. Dies teilte der SC Willingen am Freitagnachmittag mit. Wegen der aktuellen Wetterprognose mit Sturm in ganz Deutschland haben die Veranstalter des Weltcups den Start für den Finaltag am Sonntag vorverlegt. 

Im Anschluss an den ersten Durchgang findet nach einer 20-minütigen Pause direkt der Finaldurchgang mit den besten 30 Springern statt. Einlass in das Stadion an der Mühlenkopfschanze ist ab 8 Uhr. Der Einzel-Weltcup am Samstag beginnt wie geplant um 15 Uhr mit dem Probedurchgang. Um 16 Uhr folgt dann der erste Wertungsdurchgang.

Willingen: Weltcup-Qualifikation vom Skispringen vorverlegt

Erstmeldung von Donnerstag, 06.02.2020, 16.25 Uhr: Willingen - Besucher des Weltcup-Skispringens in Willingen aufgepasst: Wegen der Wetterprognosen wird die Qualifikation am Freitag früher stattfinden. Sie startet nun bereits um 15 Uhr. Dies teilte der SC Willingen am Donnerstagabend mit. Bislang sollte die Qualifikation am Freitag erst um 18 Uhr starten. 

Um diese Zeit sind aber starke Windböen an der Schanze vorhergesagt. "In Abstimmung mit dem Internationalen Skiverband FIS, dem Deutschen Skiverband DSV und der übertragenden TV-Anstalt Eurosport entschloss sich das Willinger Organisationskomitee zu der rechtzeitigen Vorverlegung, um den Skispringern und Zuschauern angesichts der angekündigten Wetterlage auf jeden Fall Spitzensport und einen Wettbewerb unter fairen Bedingungen zu ermöglichen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Willingen: Qualifikation für Weltcup-Skispringen vorverlegt

Das offizielle Training beginnt schon um 13 Uhr, Einlass in das Stadion an der Mühlenkopfschanze ist ab 12 Uhr. Die Zuschauer werden vom SC Willingen um eine entsprechend rechtzeitige Anreise gebeten. Die Eröffnungsfeier am Freitag soll um 18 Uhr beginnen.

Ob auch das Springen am Sonntag noch nach vorne verlegt wird, darüber soll am Freitagmorgen informiert werden. Für den Sonntag sind Sturmböen vorhergesagt. Das Springen am Samstag soll dagegen wie geplant um 16 Uhr beginnen.

Skispringen Willingen: Qualifikation vorverlegt - Wetter macht Probleme

Die Schanze selber präsentiert sich in gutem Zustand. Wie immer wurde die Anlage vom technischen Delegierten des Weltskiverbandes Franck Salvi ohne Probleme abgenommen. „So extrem war es noch nie“, sagte der Pistenraupenfahrer Björn Wäscher angesichts von viel Regen statt Schnee und Wärme statt Frost. 

Am Mittag recht entspannt an der Mühlenkofschanze: Der Technische Delegierte Franck Salvi (rechts) gratuliert Pistenraupenfahrer Björn Wäscher für die geleistete Arbeit. Dazwischen Rennleiter Volkmar Hirsch. Links Schanzenchef Andi Rohn und TD-Assistent Stefan Wolf.

Erst am Montagmorgen um 10 Uhr konnten Wäscher und sein Mitstreiter Peter Stremme mit dem Verteilen des Kunstschnees auf dem mächtigen Aufsprunghügel beginnen. „Wir sind dann rund um die Uhr gefahren“, sagt Wäscher. Buchstäblich – er bekam in dieser Zeit ganze vier Stunden Schlaf.

Willingen: Weltcup-Skispringen - Arbeiten vor Ort

Parallel sicherte und belegte das Tretkommando um Uwe Leipold und Jörn Kesper bis nachts um 3 Uhr den durchnässten Hang mit schweren Bohlen von oben nach unten in mühsamer Fuß- und Handarbeit. Unterstützt von einer Pistenraupe der Seilbahngesellschaft war die gröbste Arbeit am Mittwoch um 22 Uhr erledigt.

„Jetzt fehlt nur noch die Feinarbeit“, erklärte Schanzenchef Andi Rohn, als Donnerstag der Schneehobel ans Stahlseil am Schanzentisch gehängt wurde. „Es ist noch viel Arbeit“, sah auch Franck Salvi, „aber die Willinger wissen, was zu tun ist“. 

Von Thorsten Spohr und Alicia Kreth und Gerhard Menkel

Weltcup in Willingen 2020

Karl Geiger reist als Zweiter der Gesamtwertung zum Weltcup in Willingen. Im Exklusiv-Interview spricht er über seine Favoriten in Willingen und was ihm Gänsehaut bereitet.

Vor dem Weltcup-Skispringen in Willingen hat die HNA mit dem neuen Bundestrainer Stefan Horngacher gesprochen. Im Interview spricht er über seine Favoriten.

Aufatmen bei Fans und Sportlern: Der Weltcup imSkispringen in Willingen steigt trotz Corona. Wann das Sport-Event 2021 steigt, steht nun fest.

mit dpa

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