Zwei Höhenflüge, eine Bruchlandung 

Auffälligkeiten des Wintersports: Friedrich und Shiffrin jubeln, Leyhe stürzt 

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Wieder Weltmeister: Francesco Friedrich.

Während Bobfahrer Francesco Friedrich und Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin am Wochenende erneut zu Überfliegern wurden, endete der Flug von Skispringer Stephan Leyhe auf der Nase.

Zweimal großes Glück, einmal Glück im Unglück – die Auffälligkeiten des Wintersports:

Eiskalter Kämpfer: Mit einem anderen Ergebnis hatte wohl niemand gerechnet und doch ist es unglaublich – Francesco Friedrich hat im kanadischen Whistler auch im Viererbob den WM-Titel geholt. Und dass, obwohl er sogar mit einem Muskelfaserriss zu kämpfen hatte. Nach zwei Durchgängen lag er zwar noch vier Hundertstelsekunden hinter dem führenden Letten Oskars Kibermanis, im dritten Lauf sicherte sich Friedrich dann aber – wie gewohnt – Rang eins.

Es ist der nächste Doppelerfolg für den Sachsen, der vor einer Woche in Whistler bereits im Zweierbob zum fünften Mal in Serie gewonnen hatte. WM 2017, Olympia 2018 und WM 2019 – Friedrich bleibt der Ungeschlagene in beiden Schlitten. Ähnliche Erfolge erzielte vor rund 60 Jahren nur der Italiener Eugenio Monti. Friedrich gehört zu den Größten. Ein Ende ist übrigens noch lange nicht in Sicht. Der Bobfahrer ist schließlich gerade einmal 28 Jahre alt.

Stürmischer Abgang: Am Ende hatte es einfach keinen Zweck – das Teamspringen  in Oslo musste bereits nach einem Durchgang abgebrochen werden. Der starke Wind machte den Sportlern gehörig einen Strich durch die Rechnung. 

Trotz ihres vergleichsweise unspektakulären fünften Platzes gab es unter den DSV-Adlern dann aber doch einen bemerkenswerten Moment – leider einen bitteren. Dem Willinger Stephan Leyhe gelang es nicht, sich nach seinem 132-Meter-Sprung auf den Beinen zu halten. Im Moment der Landung fiel er und schlitterte mit dem Gesicht über den vereisten Boden.

Zwar rieb sich der Willinger im Anschluss schmerzverzerrt die aufgeschürfte Nase, ernste Verletzungen gab es aber glücklicherweise nicht. Noch am selben Tag verbreitete er seinen Sturz über Instagram und scherzte: „So schön weich hier, ich werde ein kleines Nickerchen machen.“

Strahlende Siegerin: Mikaela Shiffrin feiert übermorgen ihren 24. Geburtstag. Kaum zu glauben, denn schon jetzt hat die US-amerikanische Skirennfahrerin mehr erreicht als die meisten vor ihr. Erst am Samstag knackte Shiffrin einen neuen Rekord im alpinen Ski-Weltcup im tschechischen Spindlermühle. 

Mit 0,85 Sekunden Vorsprung vor Wendy Holdener aus der Schweiz und 2,03 Sekunden vor der Slowakin Petra Vlhova erkämpfte sich die fast 24-Jährige ihren 15. Saisonsieg und bricht damit selbst die 30 Jahre alte Bestmarke der Schweizerin Vreni Schneider.

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