Top 5 des Wochenendes: Flügel wachsen wieder

Die Hoffnungsträger in dieser Saison:Die Skispringer Markus Eisenbichler (von links), Andreas Wellinger, Severin Freund und Richard Freitag freuen sich über den Sieg im Teamspringen. Fotos: dpa

Kassel. Der Sport bietet mehr als nur Ergebnisse. Es gibt Herzergreifendes, Kurioses, Interessantes. Die Höhepunkte des Wochenendes in unseren Top 5.

1. Podesplatz des Tages: Das war ein Auftakt nach Maß: Beim ersten Weltcupspringen des Jahres in Klingenthal belegte Skispringer Andreas Wellinger am Sonntag den dritten Platz. Nach dem ersten Sprung lag der 19-Jährige sogar noch in Führung. „Zur Halbzeit habe ich gedacht: Wow, Andi kann das ja gewinnen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster. Der Sieg ging allerdings an Roman Koudelka (Tschechien) vor Stefan Kraft (Österreich). Beim Teamspringen am Samstag lief es sogar noch besser für das deutsche Team. Das DSV-Quartett mit Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Wellinger und Severin Freund setzte sich souverän vor Japan und Norwegen durch. Das zeigt: In dieser Wintersaison ist mit den deutschen Skispringern wieder zu rechnen.

2. Stinkefinger des Tages: Nerven gezeigt hat Norbert Düwel, Trainer vom Zweitligisten Union Berlin, nach der 1:4-Heimpleite gegen 1860 München am Samstag. Der schwer angeschossene Düwel machte nach dem Spiel den Effenberg und zeigte den Union-Fans den Stinkefinger. Tags darauf bereute er sein Verhalten. „Ich würde es gern ungeschehen machen“, sagte er. Nach dem unrühmlichen Rausschmiss von Klub-Idol Torsten Mattuschka und mauen Ergebnissen in der Liga steht Düwel jetzt wohl vor der Ablösung. Ob er dann wieder den Stinkefinger auspackt?

3. König des Tages: In der 72. Minute beim Spiel vom FC Barcelona gegen den FC Sevilla (5:1) war es soweit. Lionel Messi gelang sein 253. Tor in der spanischen Liga. Rekord! Dafür benötigte der Argentinier gerade einmal 289 Spiele. Den Saisonrekord für die meisten Tore (50/2011/12) hält er bereits. Offen ist noch die Bestmarke für Tore in einem Spiel: Sieben Treffer gelangen dem Ungarn Laszlo Kubala 1952. Aber Messi ist mit seinen 27 Jahren noch jung genug, um auch diesen Rekord irgendwann einmal zu knacken.

4. Dominanz des Tages: Der THW Kiel scheint wieder das Maß aller Dinge in der Handballwelt zu werden. Nach dem 33:29-Sieg in der Champions League gegen Paris steht die Mannschaft an der Spitze der Gruppe. In der Liga stehen die Kieler punktgleich mit Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen (verloren in der Königsklasse gegen RK Celje 28:32) auf Platz zwei, im Pokal stehen die Nordlichter im Achtelfinale. Keine Frage, nach dem holprigen Saisonstart läuft es beim Rekordmeister.

5. Weltmeister des Tages: Das norwegische Schach-Genie Magnus Carlsen hat seinen WM-Titel verteidigt. In Sotschi gewann er die elfte Partie gegen seinen Herausforderer Viswanathan Anand. Für ihn ungewohnt lächelte Carlsen ins Publikum. „Es ist eine große Erleichterung“, sagte er. Aber viel Publikum gab es nicht in Sotschi. Nur eine Handvoll Zuschauer verlor sich auf den Besucherrängen.

Von Daniel Schneider

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