Positives von Dresdens Anhang, ein Pepita-Hut und Medaillen für Rugby-Fans

Top 5 des Wochenendes: Die größte Fahne der Geschichte

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Vor dem Anpfiff: Beim Spitzenspiel der 3. Liga Dynamo Dresden gegen den 1. FC Magdeburg wurde auf den Rängen in Dresden die mit etwa 15 000 Quadratmetern größte Fahne der europäischen Fußball-Geschichte ausgerollt. Zweieinhalb Jahre hatten die Fans an dem rund 25 000 Euro teuren Stück gearbeitet.

Der Sport bietet mehr als nur Ergebnisse. Es gibt Kurioses, Herzergreifendes, Spektakuläres – zusammengefasst in unserer Top 5 des Wochenendes.

1. Respekt für Anhänger: Wenn es um die Fans von Dynamo Dresden geht, gibt es häufig negative Schlagzeilen. Nicht beim Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg: Kurz vor dem Einmarsch der beiden Teams entrollten die Dynamo-Anhänger eine 35 Meter hohe und 350 Meter lange Fahne in allen Blöcken außer dem Gästebereich – nach vereinseigenen Angaben die größte Blockfahne der europäischen Fußball-Geschichte. Nur in Südamerika soll es bisher eine größere gegeben haben.

Auf dem Riesen-Banner ist zu lesen: „Die Legende aus Elbflorenz – Vereint mit den besten Fans“. Die Idee dazu entstand in der Vorbereitung zum Vereinsjubiläum 60 Jahre. Zur Herstellung der Fahne wurden an 851 Tagen über 70 Kilometer Nähgarn verarbeitet und dabei acht Nähmaschinen verschlissen. Etwa 50 Fans bemalten das Kunstwerk mehrere Wochen lang auf Freiflächen und in Schulsporthallen am Rande Dresdens. Kostenpunkt: etwa 25 000 Euro. Fußball wurde dann auch noch gespielt: Dresden siegte 3:2. Ein Video zu der Choreographie gibt’s hier: zu.hna.de/fahne0211.

2. Medaille für Flitzer: Sie gingen als Favorit ins Spiel. Und sie lieferten. Neuseelands Nationalmannschaft hat sich zum dritten Mal zum Rugby-Weltmeister gekrönt – Rekord. Außerdem sind die All Blacks die erste Mannschaft, die den WM-Titel erfolgreich verteidigt hat. Im Finale waren die Australier 17:34 unterlegen.

Eine ergreifende Geschichte ereignete sich nach der Siegerehrung. Ein Junge war auf das Spielfeld gestürmt und wurde von einem Ordner zu Boden gerissen. Doch dann folgten für Charlie Lines die wohl glücklichsten Sekunden seines Fan-Lebens. Der Neuseeländer Sonny Bill Williams half ihm auf, legte freundschaftlich den Arm um ihn, führte ihn zurück zur Tribüne – und hängte ihm kurzerhand seine eben erst gewonnen Goldmedaille um den Hals.

3. Hut für den Besten: Der neue Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm hat sich etwas ganz Besonderes überlegt. Künftig soll der beste Spieler einer Partie den Hut eines legendären Vorgängers von Sturm erhalten.

Xaver Unsinn

„Nach jedem Spiel lasse ich die Jungs den besten Spieler unserer Mannschaft wählen. Dem wird als Prämie der Hut von Xaver Unsinn verliehen“, erzählt der 1006-malige frühere NHL-Profi. Unsinns berühmten Pepita-Hut leiht sich Sturm extra für die Spiele vom Museum des Deutschen Eishockey-Bundes. Der mittlerweile verstorbene Xaver Unsinn hatte in seiner Zeit als Bundestrainer in den 1970er-Jahren und zwischen 1982 und 1990 stets mit einem Pepita-Hut an der Bande gestanden.

4. Ein Name für zwei Spieler: Eroll Zejnullahu von Fußball-Zweitligist Union Berlin wusste gar nicht, was los ist, als die Partie seines Vereins gegen Heidenheim auf einmal unterbrochen wurde und alle auf ihn zeigten. Der 21-Jährige war in der Halbzeitpause versehentlich in das Trikot seines Teamkollegen Steven Skrzybski geschlüpft – statt der 27 trug er die 24 auf dem Rücken, die nun zweimal auf dem Rasen zu finden war. Als Zejnullahu in der Kabine verschwand, um sein Trikot zu wechseln, schoss die richtige Nummer 24 den 2:0-Endstand für Union.

5. Tore für Löw: Mario Gomez und die Fußball-Nationalmannschaft: Zwischen dem Torjäger von Besiktas Istanbul und dem Team von Joachim Löw könnte es doch noch einmal funken. Beim glücklichen 3:3 seines Klubs gegen Kasimpasa erzielte Gomez bereits sein achtes Saisontor – vor den Augen des Bundestrainers, der auf der Tribüne saß. Sollte Gomez seine aktuelle Form beibehalten, wäre er für die weitgehend stürmerlose DFB-Elf durchaus wieder eine Alternative.

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