Fußball-Bundesliga

Wolfsburgs Absturz, Kölner Euro-Party & Dortmunder Happy End

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Wolfsburg droht nach 20 Jahren Bundesliga der Abstieg. Foto: Axel Heimken

Die letzten Entscheidungen sind gefallen: In Hamburg, Köln, München und Dortmund wird gefeiert. Dem VfL Wolfsburg droht dagegen nach einer desaströsen Saison der Absturz in die Zweite Liga. Die millionenschwere Elf der Niedersachsen muss in die Relegation.

Berlin - Welch ein furioses Finale in der Fußball-Bundesliga: Zwei Minuten vor Schluss schafft Bundesliga-Gründungsmitglied Hamburger SV die Rettung und schickt mit dem 2:1 den VfL Wolfsburg in die Relegation. Den Niedersachsen droht nach 20 Jahren Bundesliga der Abstieg.

Diese Zeiten hat der 1. FC Köln erstmal hinter sich, nach 25 Jahren meldet sich der FC im Europacup zurück. Borussia Dortmund hat sich direkt für die Champions League qualifiziert. Ob Erfolgstrainer Thomas Tuchel und Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang dann noch da sind, bleibt aber offen.

ABSTURZ: Noch vor zwei Jahren war der VfL Wolfsburg DFB-Pokalsieger und erster Bayern-Jäger. Nun finden sich die Niedersachsen nach dem 1:2 im Abstiegs-Krimi gegen den Hamburger SV in der Relegation wieder. Nach 20 Jahren Bundesliga droht der Absturz in die Zweite Liga. "Jetzt haben wir das bekommen, was wir verdient haben. Wir müssen schnell die Köpfe frei bekommen", sagte Nationalstürmer Mario Gomez. Drei Trainer, zwei Sportdirektoren und eine erneute Shoppingtour im Winter konnten den VfL nicht vor einer desaströsen Saison bewahren.

MATCHWINNER: Am Freitag feierte er seinen 21. Geburtstag, am Samstag machte er sich und dem Hamburger SV das größte Geschenk. Mit seinem 2:1-Siegtreffer gegen VfL Wolfsburg bewahrte Luca Waldschmidt die Hanseaten vor der dritten Relegation in vier Jahren. "Ein tolles Gefühl", sagte der Matchwinner, für den es zugleich das erste Bundesliga-Tor war.

MEISTERFEIER: Bierduschen, Konfettiregen und Rathausbalkon - Business as usual gab es beim FC Bayern München. Zum fünften Mal in Serie durfte Philipp Lahm die Meisterschale in den Münchner Himmel recken - und doch kam diesmal Wehmut auf. "Das ist heute sehr emotional, und das geht einem schon nah. Ich habe hier so viel erlebt", sagte Lahm, der sein 517. und letztes Pflichtspiel für den FC Bayern bestritt. Wie auch der spanische Mittelfeldstar Xabi Alonso verabschiedete sich der Weltmeister damit in den fußballerischen Ruhestand.

PARTY: Nach 25 Jahren, die den 1. FC Köln auch fünfmal in die 2. Bundesliga und in die finanzielle Misere trieben, meldet sich der Traditionsclub im Europapokal zurück. Das durfte nach dem 2:0 gegen den FSV Mainz 05 entsprechend gefeiert werden. Mit vorgefertigten "Europapokaaal"-Shirts und Bierduschen begann der Party-Marathon in der Domstadt. Als Tabellenfünfter ist der FC sogar direkt für die Gruppenphase der Europa League gesetzt. "Das ist perfekt", meinte Sportchef Jörg Schmadkte: "Wir können durchfeiern ohne Eventualitäten."

TORJÄGER: Auf der Zielgeraden ist Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang noch an seinem Rivalen Robert Lewandowski vorbeigezogen. Mit seinen zwei Toren beim 4:3 gegen Bremen stockte der Gabuner sein Torkonto auf 31 Treffer auf. Lewandowski, der beim 4:1 des FC Bayern gegen Freiburg leer ausging, blieb bei 30 Treffern. Aubameyang bedankte sich artig bei seinen Mitspielern. Ob er nächste Saison auch noch für den BVB auf Torejagd geht, ließ er offen: "Ich werde nächste Woche mit dem Club sprechen und dann entscheiden."

ZUKUNFT: Nach der geschafften Champions-League-Qualifikation umarmten sich Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Trainer Thomas Tuchel auf dem Rasen. In wieweit dies Aussagekraft im Hinblick auf die Zukunft Tuchels hat, ist aber fraglich. Schließlich hatte Watzke selbst vor Wochen von einem "Dissens" gesprochen und die Spekulationen angeheizt. Der Coach würde gerne bleiben. "Das steht außer Frage, natürlich", sagte Tuchel. Die sportlichen Argumente sprechen auch für ihn. Zweimal hat er den BVB in die Champions League geführt, am nächsten Samstag winkt der Gewinn des DFB-Pokals.

Bundesliga-Homepage

dpa

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