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Bedürftigen Wärme schenken: Aktion Advent unterstützt die Bahnhofsmission in Kassel

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Von: Helga Kristina Kothe

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Helfen in der Not: Demjan Kalkisim, Leiterin Karin Stürznickel-Holst, Jacqueline Zimmer und Arthur Dippel von der Bahnhofsmission am IC-Bahnhof Wilhelmshöhe.
Helfen in der Not: Demjan Kalkisim, Leiterin Karin Stürznickel-Holst, Jacqueline Zimmer und Arthur Dippel von der Bahnhofsmission am IC-Bahnhof Wilhelmshöhe. © Helga Kristina Kothe

Auch in diesem Jahr unterstützt die Aktion Advent der HNA die Arbeit der Bahnhofsmission im IC-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe.

Kassel. Viele, die an diesem Vormittag an die Tür der Bahnhofsmission am IC-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe klopfen, kommen regelmäßig. Ihr Alltag ist davon geprägt, dass das Geld vorne und hinten nicht reicht. Erst recht nicht, seitdem die Preise für Nahrung und Energie gestiegen sind. Eine Frau erzählt, ihre Rente sei so klein, dass sie hierherkommen müsse: „Das ist doch traurig, oder?“

Eine andere berichtet, wie sehr sie die hohen Energiekosten schrecken, weil sie nur so wenig Geld verdient: „Über die Rechnung möchte ich nicht nachdenken.“ Ein Mann, der sich oft etwas zum Essen holt, sagt: „Es ist doch besser, als zu klauen.“

Bei der ökumenischen Bahnhofsmission, die täglich geöffnet hat, bekommen diese Menschen Hilfe. Sie gibt – und das schon seit dem Beginn der Pandemie – jeden Tag Lebensmittel aus. Bedürftige bekommen Brot, belegte Brötchen, Obst oder Gebäck zum Mitnehmen, ein Frühstück, warme Getränke und oft eine heiße Suppe. Rund 60 Klienten kämen täglich, sagt die Leiterin, Karin Stürznickel-Holst von der Caritas. Je weiter der Monat voranschreite, desto mehr.

Doch nicht nur Hunger und Durst werden gestillt. Die Bahnhofsmission versteht sich auch als Wärmestube, wo die Menschen verweilen können.

Daneben bekommen sie bei Bedarf auch Schlafsäcke, Isomatten und Bekleidung. In dem Notkleiderschrank finden sich derzeit zum Beispiel warme Jacken, Mützen und Schals. „Es tut weh, zu sehen, wenn Klienten jetzt um Winter mit einem viel zu dünnen Pullover zu uns kommen“, sagt Karin Stürznickel-Holst.

Ebenso bietet die Bahnhofsmission Beratung rund um die Sicherung des Lebensunterhalts mit dem Schwerpunkt Wohnen und Energie an. Die Verunsicherung und Not sei groß, sagt Karin Stürznickel-Holst. Und sie befürchtet, dass „die Zahl der Menschen, die unsere Unterstützung benötigen, angesichts steigender Lebensmittel- und Energiepreise weiter steigen wird.“ Viele, so erzählt sie, trauten sich derzeit nicht, die Heizung aufzudrehen.

Alles, was die Bahnhofsmission ausgibt, ob Lebensmittel oder Kleidung, ist gespendet oder wird durch Geldspenden finanziert.

Das unterstützt auch die Aktion Advent. Der Bedarf steige mit der Zahl der Hilfsbedürftigen, sagt die Leiterin, die einen Spendenrückgang beobachtet, sodass Lebensmittel etwa von anderen Mitteln zugekauft werden müssen. (Helga Kristina Kothe)

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