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Tagestreff Oase in Northeim ist für Bedürftige ein Anker in der Not

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Von: Helga Kristina Kothe

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Tagestreff Oase in Northeim
Der Tagestreff Oase in Northeim: Hier kümmern sich die Leiterinnen Beate Wernicke (links) und Melanie Bogedain um Bedürftige. © Olaf Weiss

Für mittellose Menschen sind die aktuellen Preissteigerungen eine kaum zu tragende Last. Das spüren auch die Mitarbeiterinnen des Tagestreffs Oase in Northeim, eine Einrichtung der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten.

Sie kümmern sich seit 25 Jahren um jene, die in den Kreislauf von Armut und Not geraten sind. Oft damit verbunden: der Wohnungsverlust.

Geleitet wird der Tagestreff von den Sozialarbeiterinnen Beate Wernicke und Melanie Bogedain. Sie habe ein offenes Ohr für die Nöte und Sorgen der Betroffenen, sie helfen bei Terminvereinbarungen bei Ärzten oder der Online-Anmeldung für einen Kitaplatz. Bei spezielleren Problemen verweisen sie auf andere Beratungsstellen wie die Schuldnerberatung oder stellen Kontakte her.
Darüber hinaus haben Bedürftige in der Oase die Möglichkeit, zu duschen, waschen und essen oder die Kleiderkammer zu nutzen. Das tägliche Frühstück und der regelmäßige Mittagstisch sind für viele Klienten ein wichtiger Anlaufpunkt, um Bekannte zu treffen und sich auszutauschen.

Beate Wernicke und Melanie Bogedain berichten, wie groß die Sorgen ihrer Klienten aktuell sind: Steigende Kosten für Lebensmittel und Energie träfen sie in besonderer Weise. „Oftmals muss eine Mutter schon jetzt die Entscheidung treffen, ob sie die Heizung anmacht oder den Kühlschrank füllt“, skizzieren sie die Situation.

Der Tagestreff erhält zweimal in der Woche Lebensmittelspenden, die direkt weitergegeben werden. „Der Bedarf ist groß und wächst wöchentlich“, sagen die Sozialarbeiterinnen. Es sei abzusehen, dass sie bald nicht mehr jedem etwas ausgeben können. Einkaufsgutscheine und einmalige Beihilfen zu Überwindung von Notlagen würden oft nachgefragt.

Täglich kommen zwischen 40 und 60 Klienten. In der Woche werden 30 bis 40 Mittagessen zubereitet. Allein im Juli wurden 479 Mittagessen und 280 Frühstücke ausgegeben. In diesem Jahr haben rund 500 Menschen die Hilfe des Tagestreffs in Anspruch genommen, rund ein Fünftel sind Kinder bis 18 Jahre.

Die Preissteigerungen machen auch dem Tagestreff zu schaffen: Die Preise für die Grundversorgung mit Frühstück und Mittagessen musste leicht angehoben werden. „Schon seit einigen Monaten können wir nicht mehr kostendeckend arbeiten und bezuschussen den Hauswirtschaftsbereich aus Spenden“, sagt Beate Wernicke.

Damit sie und ihre Kolleginnen Bedürftigen auch weiterhin ein erschwingliches Frühstück und Mittagessen vorhalten können, braucht der Tagestreff Unterstützung. Die Aktion Advent hilft hier mit Geld aus dem Spendentopf. Ebenso hilft sie, die Weihnachtstüten zu füllen, die zum Weihnachtsgottesdienst am 13. Dezember ausgegeben werden. 170 werden für Erwachsene gepackt, 70 für Kinder.

Die Aktion Advent

Seit über 40 Jahren gibt es die von der HNA ins Leben gerufene Aktion Advent. Ihr Ziel: Bedürftige aus der Region zu unterstützen. Während die Aktion läuft stellen wir Menschen vor, die unterstützt werden.

Alle Infos zur Aktion Advent finden Sie hier.

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