Pandemie

Corona in Niedersachsen: Inzidenz überschreitet Grenzwert von 100 - kommen neue Warnstufen?

In Niedersachsen steigen die Corona-Fallzahlen. Mit Überschreiten der Schwellenwerte nähert man sich langsam den Warnstufen aus der aktuellen Verordnung an.
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In Niedersachsen steigen die Corona-Fallzahlen. Mit Überschreiten der Schwellenwerte nähert man sich langsam den Warnstufen aus der aktuellen Verordnung an.

In Niedersachsen wurden zahlreiche Neuinfektionen gemeldet - die Corona-Inzidenz steigt nun auf über 100. Treten damit bereits Warnstufen in Kraft?

Göttingen – Bundesweit steigen die Corona-Fallzahlen und auch in Niedersachsen bleibt die Lage weiter angespannt: Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) steigt die 7-Tage-Inzidenz dort am Sonntag (07.11.2021) erstmals seit Mai wieder auf über 100 und beträgt nun 101,8. 1116 Menschen haben sich mit dem Virus neu infiziert.

Auch haben einige Landkreise den Schwellenwert längst überschritten - darunter Celle (136,6), Gifhorn (191,3) und Vechta (151,7). Im Landkreis Cloppenburg liegt die Corona-Inzidenz mittlerweile sogar bei 255,5 (Stand: 07.11.2021). Angesichts der steigenden Zahlen hat sich die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens für eine Beschleunigung der Booster-Impfungen gegen Corona ausgesprochen.

Niedersachsen: Kritischer Corona-Schwellenwert überschritten

Die landesweite Hospitalisierungsrate, die die Neuaufnahmen der Covid-Patientinnen und -Patienten pro 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage widerspiegelt, geht im Vergleich zum Vortag (4,0) allerdings etwas zurück: Sie beträgt nun 3,9. Die Belegung der Intensivbetten bleibt mit 6,1 Prozent unverändert. Es wurden keine weiteren Todesfälle gemeldet - die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie beträgt mittlerweile 6114.

Laut der aktuellen Corona-Verordnung treten bei überschrittenen Grenzwerten der Leitindikatoren spezielle Warnstufen in Kraft. Die erste von drei Stufen wird erreicht, wenn der Hospitalisierungswert sowie eine der beiden anderen Indikatoren, Neuinfektionen und die Belegung der Intensivbetten, die in der Verordnung festgelegte Marke fünf Tage in Folge übersteigt. Bei der Hospitalisierungsrate beträgt dieser 6,0 - mit dem aktuellen Wert von 3,9 ist Niedersachsen von einer Warnstufe also noch entfernt.

In Niedersachsen gilt aktuell ein System von drei verschiedenen Corona-Warnstufen.

Corona in Niedersachsen: Dann greift die erste Warnstufe

Bei einer Inzidenz von über 100 würde man sich in der zweiten und bei der prozentualen Bettenbelegung von 6,1 Prozent in der ersten Warnstufe befinden. Da aber der Hauptindikator, die Hospitalisierungsrate, noch unter dem Schwellenwert liegt, tritt aktuell keine landesweite Warnstufe in Kraft. Das kann sich aber mit den rasant steigenden Fallzahlen demnächst noch ändern.

Bei Erreichen der ersten Warnstufe würde in ganz Niedersachsen eine 3G-Regelung in geschlossenen Räumen gelten. Kommunen können diese Maßnahme jedoch bereits ab einer Inzidenz von über 50 selbst festlegen. Außerdem können Gastronomiebetriebe und kulturelle Einrichtungen eigenständig 2G-Regeln durchsetzen. (Alina Schröder)

Nach den Herbstferien in Niedersachsen treten in Schulen und Kitas spezielle Corona-Regeln in Kraft. Auch auf Weihnachtsmärkten in Niedersachsen gelten dieses Jahr besondere Corona-Regelungen.

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