Mangel an Fachkräften hat sich nach Lockdown verschärft

Der Gastronomie im Schwalm-Eder-Kreis fehlt das Personal

Coronavirus - Lockerungen in der Gastronomie
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Die Situation im Gastronomie- und Hotelgewerbe im Schwalm-Eder-Kreis hat sich verschärft. Es fehlt an Personal.

Schwalm-Eder – Dem Gastronomie- und Hotelgewerbe fehlt Personal. Nach sieben Monaten hartem Lockdown hat sich die Situation im Schwalm-Eder-Kreis nochmals verschärft.

„Personalnot gab es auch vor der Coronakrise, der lange Lockdown hat das Problem aber verschlimmert“, sagt Theresia Liebermann, Vorsitzende des Kreisverbandes der Dehoga (Hotel- und Gastronomieverband).

Während des Lockdowns konnten die meisten Mitarbeiter im Hotel- und Gastrogewerbe nicht beschäftigt werden – mit der Folge, dass sie sich einen neuen Job gesucht hätten, erklärt Liebermann. Der akute Mangel an Fachkräften wirke sich bis jetzt in einigen Gaststätten und Hotels auf das Tagesgeschäft aus: „Natürlich müssen auch Hoteliers und Gastronomen bei uns im Landkreis reagieren. So mussten einige Gaststätten statt einem, zwei Ruhetage einführen oder der Mittagstisch wird nicht mehr angeboten – weil Personal fehlt“, berichtet Liebermann. Gerade größere Betriebe hätten mit der Situation zu kämpfen, „in familiengeführten Unternehmen sieht das nicht so schlimm aus.“

Aber Liebermann erklärt auch: „Der Mangel an Fachkräften war schon vor der Krise spürbar.“ Gerade auf dem Land gebe es immer weniger junge Aushilfskräfte, sagt sie. „In einer größeren Stadt wie Kassel ist die Situation durch die Studierenden an der Universität natürlich eine andere. Aber bei uns gibt es kaum junge Menschen, die am Wochenende jobben.“

Astrid Krammer vom Fritzlarer Restaurant Das Nägel bestätigt: „Zum Frühjahr hätten wir eigentlich zwei neue Mitarbeiter eingestellt. Wegen des immer länger andauernden Lockdowns haben sie sich letztlich gegen uns entschieden.“ Im Hotel zum Stern in Oberaula ist man ebenfalls mit der Situation konfrontiert. „Die Bewerbungen waren schon vor dem Lockdown verhalten, aber jetzt ist noch schwerer, Personal zu finden“, sagt Elke Lepper. Einige ihrer Mitarbeiter seien in den Einzelhandel abgewandert. „Andere konnte ich nur halten, weil sie im Winter ihr Kurzarbeitergeld mit Aushilfsjobs aufstocken konnten.“

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