Investitionen zum Schulbeginn

Mobile Luftfilter für Klassenräume im Landkreis Kassel

Mobile Luftfilteranlagen.
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Tragen dazu bei, die Luft von Keimen zu befreien: Mobile Luftfilteranlagen, wie hier auf unserem Bild, sollen im Herbst in den Schulen des Landkreises installiert werden.

Als Schulträger hat der Landkreis Kassel zum Start ins neue Schuljahr in verschiedene Schutzmaßnahmen investiert. Denn der Schulalltag ist auch weiterhin stark von der Corona-Pandemie geprägt.

Kreis Kassel – Es gelten weiterhin teilweise Masken- und Testpflicht. Darüber hinaus hat sich der Landkreis die hygienische Situation der Gebäude vorgenommen. Wie Landkreis-Sprecher Andreas Bernhard mitteilt, wurden bereits Ende vergangenen Jahres für die Schulen im Kreis 2000 CO2-Messgeräte beschafft.

Darüber hinaus wurden für die Sekretariate und Mensen „Spuckschutze“ angeschafft. Auch deshalb sehe der Landkreis die Schulen in Sachen Corona-Schutz gut aufgestellt. „Momentan läuft die Beschaffung von 556 Umluftfiltergeräten. Die erste Lieferung erwarten wir bereits Mitte Oktober“, so der Landkreis-Sprecher. Die letzten Geräte sollen dann bis Jahresende zur Verfügung stehen.

Diese mobilen Luftfilter seien für Klassenräume vorgesehen, die von Kindern unter 12 Jahren genutzt werden, da diese derzeit noch nicht geimpft werden könnten. „Mobile Luftfilter sind flexibel einsetzbar und benötigen lediglich eine Steckdose. Sie sollen das regelmäßige Lüften nicht ersetzen, sondern lediglich unterstützen“, sagt Bernhard.

Alle Schulräume im Landkreis verfügten entweder über natürliche Lüftungsmöglichkeiten, also über Fenster, oder über fest eingebaute Lüftungsanlagen. Gleiches gelte für die Sporthallen, die von den Schulen genutzt werden. Der Einbau fest installierter Anlagen sei in Bestandsgebäuden in der Regel nicht möglich oder mit sehr hohen Kosten verbunden. Zudem stünden die Unterrichtsräume während der Bauarbeiten nicht zur Verfügung.

Im Gebäude B des Lichtenberg-Gymnasiums in Oberzwehren beispielsweise wurden in den Sommerferien die bestehenden Einzelraumregelungen der Fassadenlüftungsgeräte in den Klassenräumen durch eine übergeordnete Regelung (Gebäudeleittechnik) ersetzt. Dies sei notwendig gewesen, so Bernhard, um die Fassadenlüftungsgeräte effektiv auch zur Nachtkühlung der Klassenräume zu nutzen und die Raumlüftung automatisch über die CO2-Konzentration in den Klassenräumen zu steuern. Darüber hinaus sei der Sonnenschutz mit eingebunden worden, um das Aufheizen der Unterrichtsräume so gering wie möglich zu halten.

Um die Hygiene in den Schulen sicherzustellen, wurden auch die Reinigungszeiten angepasst, was nur deshalb möglich gewesen sei, so Bernhard, weil der Landkreis die Schulen durch eigenes Personal reinigen lässt. „In den sanitären Anlagen finden an vielen Standorten die Reinigungen direkt vor jeder Pause statt“, erklärt der Landkreissprecher. Auch mit ausreichend Desinfektionsspendern seien die Schulen ausgestattet worden.

Eine genaue Summe, wie hoch die Kosten für den Corona-Schutz an den Schulen insgesamt sind, gibt es nicht, auch deshalb, weil noch stetig weitere Investitionen in den Corona-Schutz notwendig sind. Die mobilen Luftfiltergeräte sollen im Rahmen eines Bundesförderprogramms angeschafft werden, durch welches das Land Hessen rund 30 Millionen Euro erhält. Der Landkreis rechnet für die 556 Geräte mit Kosten von insgesamt 1,4 Millionen Euro. Hinzu kämen Wartungs- und zusätzliche Energiekosten von jährlich 330 000 Euro. (Daniel Göbel)

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