Impfwillige gingen am Freitag an Wolfsschlucht leer aus

Nummern an Kasseler Impfstelle bereits vor Öffnung aus

Vergeblich: Wer sich am Freitag nach 10 Uhr eine Wartemarke an der Impfstelle in der Wolfsschlucht holen wollte, kam zu spät.
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Vergeblich: Wer sich am Freitag nach 10 Uhr eine Wartemarke an der Impfstelle in der Wolfsschlucht holen wollte, kam zu spät.

Kassel – Der Andrang an den städtischen Impfstellen ist weiter groß: Am Freitag hatten sich mehrere Leser bei der HNA gemeldet, die um 10 Uhr – also pünktlich zur Öffnung – bei der städtischen Impfstelle in der Wolfsschlucht waren. Sie gingen leer aus. Auch an den anderen Impfstellen war es ähnlich. Der Grund: Die Wartenummern für den Tag waren bereits zuvor an die zahlreichen anstehenden Impfwilligen vergeben worden.

„Das kann doch nicht sein“, ärgert sich eine Kasselerin. Damit habe sich das lange Anstehen in der Kälte nur zeitlich nach vorn verlagert.

Auf Anfrage heißt es dazu von der Stadt: Man verteile zeitnah vor der Öffnung der Impfstellen die Wartenummern, um dann pünktlich um 10 Uhr mit dem Impfbetrieb starten zu können. Wer eine Wartenummer bekommt, der erhält dazu außerdem eine Einschätzung, ob und wann er an diesem Tag geimpft werden kann.

Durch die Senkung des Impfabstandes zwischen der zweiten Impfung und der Auffrischimpfung von sechs auf fünf Monate sei in den vergangenen beiden Tagen ein größerer Andrang an den Impfstellen zu verzeichnen gewesen als zuvor, bestätigte eine Stadtsprecherin. Hinzu komme, dass die Menschen, die eine Drittimpfung erhalten möchten, bei Arztpraxen kaum kurzfristige Termine bekämen. Daher würden auch zunehmend Personen aus dem Umland die Impfstellen in Kassel nutzen.

Man halte trotzdem am Nummernsystem fest, so eine Stadtsprecherin. Es habe sich bewährt. Viele Impflinge seien mit dieser Art der Zutrittssteuerung, die lange Wartezeiten vermeide, sehr zufrieden. Durch die Eröffnung der neuen Impfstelle im Philipp-Scheidemann-Haus am Montag, 13. Dezember, geht die Stadt davon aus, dass die innerstädtischen Impfstellen entlastet werden.

Durch die drei städtischen Impfstellen und die mobilen Teams wurden seit Oktober 30 000 Impfungen in Kassel vorgenommen – davon 32 Prozent Erst-, 23 Prozent Zweit-, 45 Prozent Auffrischimpfungen. Davon entfielen etwa zwei Drittel der Impfungen an Bürger mit Wohnsitz in Kassel. Etwa 13 Prozent der Menschen kamen aus dem Landkreis. In dieser Woche konnten bis Donnerstag 4017 Personen geimpft werden: 514 Erst-, 442 Zweit- und 3061 Auffrischimpfungen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt ist am Freitag weiter gesunken. Sie liegt jetzt bei 207,9 (218,4). Im Landkreis ist der Wert leicht angestiegen auf 164,6 (162). Insgesamt sind in der Region aktuell 2726 Personen mit Corona infiziert. 68 (-6) infizierte Personen befinden sich im Krankenhaus, 20 davon auf der Intensivstation.

Von Kathrin Meyer

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