Impfzentren stimmen mit dem Land Vorgehen ab

Den digitalen Impfpass gibt‘s bald auch in Kassel und im Landkreis

Eintrag der Impfung in der Corona-Warn-App: HNA-Volontärin Theresa Lippe zeigt, wie die Option auf dem Smartphone aussieht.
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Eintrag der Impfung in der Corona-Warn-App: HNA-Volontärin Theresa Lippe zeigt, wie die Option auf dem Smartphone aussieht.

Der digitale Impfpass ist da. Noch sind allerdings viele Fragen offen – etwa, wann bereits Geimpfte ihr Zertifikat bekommen.

Kassel – Bisher konnten Geimpfte ihre Corona-Schutzimpfung mit dem gelben Impfausweis oder der im Impfzentrum ausgestellten Ersatzbestätigung nachweisen. Nun folgt der digitale Impfausweis. Er soll den Impf-Nachweis bei Besuchen in Restaurants, bei Veranstaltungen und auf Reisen vereinfachen. Fragen und Antworten:

Wie bekomme ich die Impfung aufs Handy? Möglich ist das über die vom RKI herausgegebene Corona-Warn-App zur Kontaktnachverfolgung. Die App wurde um die Impf-Nachweis-Funktion erweitert. Zudem soll die von der Bundesregierung herausgegebene App CovPass bald verfügbar sein.

Woher bekomme ich den Nachweis? Wer den Impfnachweis in einer der beiden Apps hinterlegen will, muss dafür einen QR-Code scannen, den er nach seiner Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum, in der Arztpraxis oder beim Betriebsarzt bekommt. Ab wann das im Kasseler Impfzentrum der Fall sein wird, stand gestern noch nicht fest. „Sobald das Impfzentrum vom Land Hessen technisch in die Lage versetzt wird, die QR-Codes für den digitalen Impfausweis auszustellen, wird der Start erfolgen“, sagt Pressesprecherin Simone Scharnke. Im Caldener Impfzentrum bekommen die Impflinge ab Montag den QR-Code nach ihrer Impfung. „Wir haben schon damit gerechnet, dass der digitale Impfpass jetzt an den Start geht, nun klären wir noch die konkrete Umsetzung“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Derzeit liefen dafür die Absprachen mit dem Land Hessen. „Immerhin handelt es sich um ein offizielles Dokument, auch wenn es digital ist. Da sind die Rahmenbedingungen nicht ganz so einfach“, so Kühlborn.

Was ist, wenn ich schon geimpft bin? 1,3 Millionen Menschen sind in Hessen mittlerweile vollständig geimpft. Grundsätzlich sollen sie ihren digitalen Nachweis dort erhalten, wo sie auch geimpft wurden. Laut Bundesgesundheitsministerium kann man die Unterlagen auch per Post vom Impfzentrum bekommen, wenn die Adresse dort vorliegt. Ob es tatsächlich so kommt, steht allerdings noch nicht fest. „An einer Lösung für vollständig Geimpfte wird noch gearbeitet“, sagt Kreissprecher Kühlborn. Das bestätigt auch die Stadt: „Ziel ist es, diesen Personen den digitalen Impfnachweis automatisiert, ohne erneuten Termin im Impfzentrum, zuzustellen“, so Scharnke.

Wo ist ein Nachtrag außerdem möglich? Ab Montag (14. Juni) sollen sich Geimpfte das Dokument mit dem für die Apps benötigten QR-Code auch in Apotheken ausstellen lassen können. Dafür brauchen sie ihren Papierbeleg. Das ist entweder der gelbe Impfpass oder das Ersatzdokument aus dem Impfzentrum. Auch der Personalausweis wird benötigt. Die Apotheke kann dann einen entsprechenden elektronischen Code erstellen. „Wir erwarten, dass viele kommen werden, um sich den QR-Code zu holen“, sagt Apothekerin Yasmin Burda von der Landgraf-Karl-Apotheke in Bad Wilhelmshöhe. Sie ist zuversichtlich, dass das bereits ab Montag funktionieren wird. Und auch Axel Kulp, Inhaber der Kulp-Apotheken, arbeitet mit seinen Mitarbeitern bereits an der Umsetzung. „Ob das tatsächlich bis Montag klappt, ist noch nicht ganz sicher, aber anbieten werden wir den Service auf jeden Fall“, sagt er.

Welche Apotheken machen in Kassel und im Landkreis sonst noch mit? Eine Übersicht über Apotheken, die den Service anbieten, ist in Arbeit. Es gibt sie im Internet unter mein-apothekenmanager.de. Dort können sich Apotheken momentan registrieren, in der kommenden Woche soll die Übersicht dann auch für Kassel und den Landkreis nutzbar sein. (Marie Klement)

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