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Corona-Lockerungen in Niedersachsen: Diese neuen Regeln gelten jetzt

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Von: Diana Rissmann, Samira Müller

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Corona-Regeln fallen: In Niedersachsen gilt die Maskenpflicht nur noch an bestimmten Orten (Symbolfoto).
Corona-Regeln fallen: In Niedersachsen gilt die Maskenpflicht nur noch an bestimmten Orten (Symbolfoto). © Peter Kneffel/dpa

In Niedersachsen gelten ab dem 3. April neue Corona-Regeln. Die Maskenpflicht gilt nur noch an bestimmten Orten.

Hannover – Bis einschließlich Samstag (02.04.2022) gilt in Niedersachsen die Corona-Übergangs-Verordnung. Danach entfallen dann die meisten Maßnahmen, wie es auf der Webseite des Landes Niedersachsen heißt. Bisherige Schutzstandards können wegen der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes nicht aufrechterhalten werden. Nachdem in Deutschland viele Corona-Maßnahmen ab 20. März fielen, hatte Niedersachsen einige Corona-Regeln bis zum 2. April verlängert.

Ab Sonntag (03.04.2022) gilt in Niedersachsen die Maskenpflicht nur noch in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Heimen, Arztpraxen sowie im öffentlichen Personennahverkehr. Auch die Testpflicht entfällt in vielen Bereichen. Sie gilt dann nur noch in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Heimen, Schulen und Justizvollzugsanstalten.

Corona-Regeln ab 3. April
Maskenpflichtin Krankenhäusern, Altenheimen und im ÖPNV
Testpflichtin Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen, Justizvollzugsanstalten

Corona-Regeln in Niedersachsen: Viele Maßnahmen fallen jetzt weg

Mit den Lockerungen in Niedersachsen entfallen auch die Zugangsbeschränkungen in der Gastronomie, im Hotel oder in der Diskothek. Dort gelten bis zum 3. April noch die 3G-, 2G- und 2G-Plus-Regeln. Ab dem 3. April muss also weder eine Impfung noch Test in den Bereichen vorgelegt werden.

Durch das neue Infektionsschutzgesetz seien weitergehende Schutzmaßnahmen nur noch in sogenannten Hotspots möglich, wie das Land Niedersachsen auf seiner Webseite berichtete. Nur dort seien allgemeine Masken- und Abstandspflichten oder Zugangsbeschränkungen (3G oder 2G) für Einrichtungen mit Publikumsverkehr möglich. Die Regelung wird jedoch durch das Bundesrecht vorgegeben.

Am Dienstagmittag (29.03.2022) hatte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniele Behrens (SPD) über die Neuregelungen der Corona-Maßnahmen in einer Pressekonferenz informiert. Eine landesweite Hotspot-Regelung komme für Niedersachsen nach dem Wegfall der Corona-Maßnahmen laut Behrens allerdings nicht infrage, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mitteilte. „Dafür müssten wir eine schwere Gefahr und Überlastung des Gesundheitssystems nachweisen“, sagte sie.

Corona in Niedersachsen: Scharfe Kritik an Hotspot-Regelung

Sie übte scharfe Kritik an den Änderungen des Infektionsschutzgesetzes und der neuen Hotspot-Regelung: „Jetzt ist es über das Bundesinfektionsschutzgesetz nicht mehr möglich, vorsorgend agieren zu können, sondern wir können erst reagieren, wenn die Hütte schon brennt“, sagte die Gesundheitsministerin. Denn diese Regelung könne nur angewandt werden, wenn es bereits eine konkrete Gefahr oder eine konkrete Überlastung des Gesundheitssystems gebe.

In Niedersachsen sei aktuell weder das eine noch das andere auszumachen, sagte Behrens. Laut Behrens würden lediglich die beiden Bundesländer Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern von der Hotspot-Regelung gebrauch. Auch in Hessen gilt - allerdings bereits ab Samstag - nur noch der Corona-Basisschutz - Ministerpräsident Volker Bouffier hatte ebenfalls harte Kritik am Alleingang der Bundesregierung bezüglich des Infektionsschutzgesetzes geübt. (Samira Müller, Diana Rissmann)

Bezüglich der Maskenpflicht droht nun ein Flickenteppich in Deutschland: Je nach Bundesland muss der Corona-Mundschutz in Supermärkten noch getragen werden - oder eben nicht.

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