Diskussion bei der konstituierenden Sitzung vorprogrammiert

CDU will neuen Diemelstädter Magistrat verkleinern

Flaggen vor dem Diemelstädter Rathaus in der Rhoder Altstadt.
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Flaggen vor dem Diemelstädter Rathaus in der Rhoder Altstadt.

„Wir sind sehr froh, dass wir es geschafft haben, nach längerer Pause wieder mit zwei Frauen in das Stadtparlament einziehen zu können.“

Diemelstadt - So kommentiert Christine Garve-Liebig das Wahlergebnis vom Sonntag: „Drei oder vier Sitze wären noch schöner gewesen, denn ich sehe die Größe der Aufgabe für nur zwei Personen.“

Die Neuen im Stadtparlament setzen auf eine gute Zusammenarbeit mit den andern Fraktionen. Garve-Liebig: „Wir werden alleine nichts erreichen können.

Christine Garve-Liebig ist Spitzenkandidatin der Grünen in Diemelstadt.

Aber ich habe bei den anderen gelesen, dass sie sich auch den Klimaschutz und den Naturschutz auf die Fahnen geschrieben haben. Und Diemelstadt trägt den Titel Klimaschutzkommune. Das sind gute Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit.“

Bereit zur Kooperation sind auch die anderen Fraktionen: „Ich bin gespannt, wie wir uns zusammenraufen werden“, sagt SPD-Spitzenkandidat Rolf Römer.

Rolf Römer ist SPD-Stadtverordneter in Diemelstadt.

Selbstkritisch räumt er ein: „Wir haben Haare lassen müssen. Wir sind nicht mehr die stärkste Fraktion, aber wir sind nicht unglücklich über das Wahlergebnis.“ Zufrieden ist er, dass es gelungen ist, mit Pascal Mösta, Gero Langguth und dem Nachrücker Maximilian Engelbracht drei junge Leute in die Fraktion zu holen.

Siegfried Patzer ist CDU-Stadtverordneter in Diemelstadt.

Nicht besonders glücklich über den Wahlausgang ist CDU-Vorsitzender Siegfried Patzer: Wir haben einen guten Wahlkampf gemacht und im Roten Land (Neudorf, Helmighausen und Hesperinghausen) viele Wähler mobilisiert. Aber leider waren wir in Rhoden und Wrexen nicht ganz so erfolgreich.“ In der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtparlaments will die CDU eine Verkleinerung des Magistrates beantragen. Siegfried Patzer: „Ich bin gespannt, wie der Magistrat besetzt wird.“

Der tiefere Sinn eines verkleinerten Magistrates bei gleichzeitiger Schaffung eines neuen Parlamentsausschusses will sich Jürgen Pawelczig von den freien Wählern allerdings nicht so recht erschließen: „In einem Ausschuss sitzen nur Leute, die beschließen, was andere machen sollen. Wir meinen, dass wir in den vergangenen Jahren mit der Dorfmoderation und den Workshops gut gefahren sind. Da kann sich jeder engagieren. Das ist effektiver als neue Ausschüsse zu schaffen und den Magistrat zu verkleinern.“

Jürgen Pawelczig ist Stadtverordneter der Freien Wähler in Diemelstadt.

Im Übrigen seien die Freien Wähler dankbar für die Bestätigung ihrer geleisteten Parlamentsarbeit durch die Bürger. Auch im neuen Stadtparlament wolle man gute Sacharbeit zum Wohle der Stadt leisten. Koalitionen seien dazu nicht nötig. Dennoch ist Pawelczig bereit zu Gesprächen mit allen neuen Fraktionen. (Elmar Schulten)

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