So reagieren die Bürgermeisterkandidaten auf die Ergebnisse

Freude und Ernüchterung: Das sagen die Kandidaten nach der Eschweger Bürgermeisterwahl

Bleibt im Eschweger Rathaus: Bürgermeister Alexander Heppe wurde mit 65,6 Prozent der Stimmen bis zum Dezember 2027 wiedergewählt. 
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Bleibt im Eschweger Rathaus: Bürgermeister Alexander Heppe wurde mit 65,6 Prozent der Stimmen bis zum Dezember 2027 wiedergewählt. 

Freudige Überraschung auf der einen Seite, Ernüchterung auf der anderen: Das sagen die Kandidaten für das Eschweger Bürgermeisteramt, Alexander Heppe (CDU) und Markus Claus (SPD), nach der Wahl.

Die Ergebnisse

Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag mit 50,8 Prozent geringfügig höher als bei der letzten Bürgermeisterwahl 2015 (48,7 Prozent). Zur Verbesserung haben sicherlich die gleichzeitig stattfindende Kommunalwahl und der hohe Anteil der Briefwähler beigetragen. Jeder Dritte, genau 5224 der 15 677 Wahlberechtigten, hat von zu Hause aus gewählt.

Gerade bei den Briefwählen konnte Heppe punkten. In den sechs Bezirken war er durchweg erfolgreicher als im Gesamtergebnis. Teilweise holte er hier mehr als 72 Prozent der Stimmen. Auch in den Wahllokalen der Kernstadt und der Stadtteile holte sich Heppe überall die Mehrheit. Markus Claus konnte Heppe nur in Niederhone (45,1 Prozent) und Albungen (43,9 Prozent) gefährlich nahekommen.

Markus Claus

Ernüchtert zeigte sich Markus Claus nach der Wahl vom Ergebnis. „Ich habe mir mehr ausgerechnet“, sagte der 50-Jährige. „Jetzt geht es halt im alten Trott weiter.“ Claus sagte, er habe die Stadt aus dem Dornröschenschlaf herausholen wollen. Eschwege sei dafür aber anscheinend noch nicht bereit.

Er hatte auf eine stärkere Wahlbeteiligung gehofft. Mit dem Wahlkampf und seinem Team sei er sehr zufrieden gewesen. Jetzt gelte es, in den nächsten fünf Jahren weiter gute Politik weiter zu machen, um als Spitzenkandidat weder die Wähler noch seine Partei zu enttäuschen.

So ging die Bürgermeisterwahl in Eschwege aus.

Alexander Heppe

Es habe gedauert, bis am Wahlabend der Druck abgefallen sei und sich die Erleichterung breitgemacht habe, sagte Heppe am Montagmorgen. Mit seiner Familie und seinen Unterstützern habe er virtuell gefeiert. Zu Hause war eine Videokonferenz aufgebaut. Die doppelte Belastung als Bürgermeister einer Stadt in der Coronakrise und gleichzeitiger Wahlkampf habe sich in den vergangenen Wochen bemerkbar gemacht.

Am Montag ging der Arbeitsalltag weiter. Erst im Dezember beginnt die nächste Amtszeit von Heppe. Fast sieben Jahre wird er für die Stadt arbeiten. Dabei will er schnell seine Ankündigungen aus dem Wahlkampf umsetzen. Wohnraum schaffen, Gewerbe ansiedeln, die Innenstadt aufwerten, den Tourismus beflügeln und die Digitalisierung vorantreiben gehört zu seinen dringlichen Aufgaben. (Tobias Stück)

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