Umfragen zur Hessenwahl 2021

Kommunalwahl in Kassel: Der Ton im Wahlkampf wird schärfer

In zahlreichen hessischen Städten und Kommunen zeichnet sich ein Andrang auf Briefwahlunterlagen ab - auch in Kassel. (Archivfoto)
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In zahlreichen hessischen Städten und Kommunen zeichnet sich ein Andrang auf Briefwahlunterlagen ab - auch in Kassel. (Archivfoto)

In Kassel findet am Sonntag die Kommunalwahl statt. Schafft es die SPD, stärkste Kraft zu bleiben?

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Update vom Sonntag, 14.03.2021, 9.23 Uhr: Die Wahllokale in der Stadt Kassel sind seit 8 Uhr geöffnet. Bis 18 Uhr können Wahlberechtigte dort ihre Stimme abgeben. Wegen der Corona-Pandemie haben in diesem Jahr viele Menschen die Briefwahl genutzt. In der Stadt Kassel hat sich die Anzahl der Briefwähler im Vergleich zur Kommunalwahl im Jahr 2016 mehr als verdoppelt.

Mehr als 48.500 Anträge zur Briefwahl lagen am Freitag um 13 Uhr im Rathaus vor. Bei der Kommunalwahl 2016 waren es in Kassel insgesamt nur 15.580 Briefwähler. Ob es durch den hohen Anteil von Briefwählern auch zu einer höheren Wahlbeteiligung kommen wird, ist noch offen.

Offen ist auch, welche Parteien in Kassel bei dieser Stadtverordnetenwahl an Stimmen zulegen oder Stimmen verlieren könnten. Eine wichtige Frage lautet: Schafft es die SPD, in Kassel stärkste Kraft zu bleiben?

Kommunalwahl in Kassel: Der Ton im Wahlkampf wird rauer

Erstmeldung vom Donnerstag, 14.03.2021, 17.41 Uhr: Kassel – In Kassel ist die SPD traditionell die stärkste Partei. Bei der Kommunalwahl 2016 mussten die Sozialdemokraten jedoch herbe Verluste hinnehmen. Die SPD lag mit einem Wahlergebnis von 29,5 Prozent erstmals unter der 30-Prozent-Marke.

Der Streit über das documenta-Institut ließ 2019 die Rathauskoalition in Kassel zerbrechen. Der fraktionslose Stadtverordnete Andreas Ernst, der mit Rot-Grün die Koalition bildete, verweigerte die Zustimmung. Ohne seine Stimme fehlte die Mehrheit.  

Kommunalwahl in Kassel: Noch keine Umfragen

Seitdem ist der Ton zwischen SPD und Grünen schärfer geworden: „Für mich zählt in diesem Kommunalwahlkampf nur eins: Die Haltungen deutlich zu machen, wie wir diese Stadt in den nächsten fünf Jahren mit den Menschen gemeinsam weiter entwickeln können“, sagte SPD-Fraktionschef Patrick Hartmann.

Auch die Spitzenkandidaten der Grünen, Awet Tesfaiesus und Boris Mijatovic, erklärten: „Wir wollen mit denjenigen zusammenarbeiten, mit denen wir Kassel klimaneutral machen können.“ Mit welchen Mehrheitsverhältnissen Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) nach der Kommunalwahl in Kassel arbeiten muss, ist also noch völlig offen.

Bei der Kommunalwahl treten in diesem Jahr für neun Parteien und Gruppierungen Spitzenkandidaten für die Stadtverordnetenversammlung in Kassel an. Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren gaben von rund 150.000 Wahlberechtigten 64.157 ihre Stimmen ab, was einer Wahlbeteiligung von 42,8 Prozent entsprach. Auf die SPD entfielen 29,5 der Stimmen, auf die CDU 20,7, die Grünen 18,0, die FDP 5,6, die Linke 10,6, die Freien Wähler 3,0 und auf die erstmals antretende AfD 11,0. (HNA)

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