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Überraschung in Kassel: Zwei Unbekannte wollen Oberbürgermeister werden

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Von: Andreas Hermann

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In Kassel steht die Oberbürgermeisterwahl an. Neben den fünf bereits bekannten Kandidaten gibt es noch zwei weitere Wahlvorschläge.

Kassel – Was die Zahl der Bewerbungen angeht, ist auch die Oberbürgermeisterwahl am 12. März 2023 in Kassel wieder für eine Überraschung gut. Nach Ablauf der Einreichungsfrist am Montag, 18 Uhr, liegen im Rathaus sieben Wahlvorschläge vor. Das hat gestern Abend ein Stadtsprecher auf Anfrage unserer Zeitung berichtet.

Im Vorfeld sind bereits folgende fünf Kandidaten bekannt gewesen: der als unabhängige Bewerber antretende Amtsinhaber Christian Geselle und die von der SPD nominierte Isabel Carqueville sowie Sven Schoeller (Grüne), Eva Kühne-Hörmann (CDU) und Violetta Bock (Linke).

Oberbürgermeisterwahl in Kassel: Zwei Kandidaten sind noch unbekannt

Wer die beiden weiteren Bewerber für den Chefsessel im Kasseler Rathaus sein könnten, ist ungewiss. Die Kandidaten selbst haben sich zu ihrer Bewerbung noch nicht öffentlich bekannt. Die Stadt betont, dass sie die Namen der Wahlvorschläge erst dann bekannt geben darf, wenn der Wahlausschuss der Stadtverordnetenversammlung über die Zulassung der Kandidaten entschieden hat.

Die Sitzung des Wahlausschusses ist nach Angaben der Stadt für nächsten Donnerstag, 12. Januar, angesetzt. Bis dahin könnten die beiden weiteren Bewerberinnen oder Bewerber zur OB-Wahl in Kassel unbekannt bleiben.

Grüne, SPD, CDU und Linke haben hingegen ihre OB-Kandidaten längst präsentiert und befinden sich mit ihnen bereits mitten im Wahlkampf. Wie berichtet, hatten alle anderen in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien und Wählervereinigungen – nämlich die FDP, die AfD sowie die Freien Wähler und Die Partei – im Vorfeld betont, sie wollten zur OB-Wahl 2023 nicht mit eigenen Kandidaten antreten.

Das Rathaus von Kassel. Die Oberbürgermeisterwahl steht bald an. (Archivfoto)
Das Rathaus von Kassel. Die Oberbürgermeisterwahl steht bald an. (Archivfoto) © Uwe Zucchi/dpa

Kassel: Bereits bei Wahl 2017 waren nicht alle Kandidaten im Vorfeld bekannt

Schon bei der Oberbürgermeisterwahl 2017 hatte nach Ablauf der Einreichungsfrist die Zahl von sieben eingegangenen Wahlvorschlägen in Kassel überrascht. Denn nur vier Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich zuvor bereits zu ihrer Bewerbung bekannt: Christian Geselle (SPD), Eva Koch (Grüne), Dominique Kalb (CDU) und Murat Cakir (Linke).

Erst nach Ablauf der Frist hatte damals Satire- und Spaß-Kandidat Matthias Spindler (Die Partei) auf Anfrage seine Ambitionen auf den OB-Posten in Kassel bestätigt. Und erst nach Zulassung durch den Ausschuss war schließlich Bernd Hoppe, damals noch Stadtverordneter der Freien Wähler, als OB-Kandidat in Erscheinung getreten. Den weiteren, siebten Wahlvorschlag hatte der Ausschuss nicht zugelassen, weil die Unterstützungsunterschriften nicht ausreichten.

So blieb es bei der Wahl 2017 bei sechs Kandidaten. Wie viele und welche es insgesamt bei der Oberbürgermeisterwahl 2023 in Kassel sein werden, wird womöglich erst nach dem Ausschuss am 12. Januar feststehen. (Andreas Hermann)

Hintergrund

Mit Einreichung ihrer Wahlvorschläge sind Interessenten nicht gleich als Kandidatinnen und Kandidaten bei der Oberbürgermeisterwahl in Kassel mit von der Partie. Über die Zulassung der Bewerbungen hat zuvor der Wahlausschuss der Stadtverordnetenversammlung zu entscheiden. Der Ausschuss hat zu prüfen, ob bei den Wahlvorschlägen die formalen Voraussetzungen erfüllt sind. So müssen zum Beispiel Einzelbewerber sowie Parteien und Wählergruppen, die bislang noch nicht in politischen Gremien vertreten sind, Unterstützungsunterschriften von mindestens 142 Wahlberechtigten vorlegen.

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