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Tückische Kalorienfallen: Typische Diät-Fehler vermeiden und einfach abnehmen

Wenn Sie abnehmen wollen, die Pfunde jedoch einfach nicht purzeln, kann das an einem von drei typischen Fehlern liegen. Das sollten Sie beachten.

Kassel - Viele kennen das Problem. Man stellt den Speiseplan um, isst weniger Süßigkeiten und trotzdem wollen die überflüssigen Pfunde einfach nicht verschwinden. Oft sind Diäten mit einschneidenden Änderungen im Alltag verbunden, wenn das Abnehmen dann einfach nicht funktioniert, sorgt das schnell für Frust.

Doch das muss nicht sein. Schuld daran, dass das Abnehmen nicht funktioniert, liegt meist an häufigen Fehlern. Ein Überblick, wie sie dem Fett den Kampf ansagen.

Abnehmen funktioniert nicht: Fehler 1 – Kalorienfalle Light-Produkt

Das Zählen von Kalorien kann dabei helfen, einige Kilos zu verlieren. Doch bei vielen Lebensmitteln wird ihr tatsächlicher Gehalt schlicht unterschätzt. Das zeigt sich leider häufig erst auf der Waage. Um Ihnen das Abnehmen zu erleichtern, sollten Sie beispielsweise einen weiten Bogen um Light-Produkte machen. Wie die Verbraucherzentrale Saarland betont, sind diese nämlich nicht immer kalorienärmer. Oft ist an den Produkten nur der Name „leicht“, sie selbst sind dennoch kalorienreich, wie beispielsweise Light-Chips.

Ein weiterer Faktor ist, dass Light-Produkten meist andere Stoffe hinzugesetzt werden. An Beispiel eines fettreduzierten Joghurts erklärt die Verbraucherzentrale das Problem. Zum einen wirkt sich eine Reduzierung des Fetts von 3,5 Prozent auf 1,5 Prozent nur marginal auf den Kaloriengehalt aus. Zum anderen wird der fehlende Geschmacksträger Fett dann meist durch Zucker oder ähnliche Produkte ausgeglichen, damit das Produkt dem verwöhnten Gaumen trotzdem schmeckt. Derartige Artikel sind somit zum Abnehmen auch weniger geeignet.

Haferflocken können auch beim Abnehmen helfen. Dahinter steckt das im Hafer enthaltene Beta-Glucan. (Symbolbild)

Abnehmen klappt nicht? Light-Produkte können die Diät erschweren

Auch am Beispiel von zucker-reduzierten Müslis zeigt sich das Problem. Diese werben mit dem Slogan „weniger Zucker“, wobei darunter nicht Austauschprodukte wie Maltodextrin fallen. Diese werden dann statt Einfach- oder Zweifachzuckern eingesetzt und machen Light-Müslis damit schnell wesentlich kalorienreicher, so die Verbraucherzentrale. Wer während seiner Diät sorglos auf derartige Produkte zurückgreift, macht sich das Abnehmen mit diesem Fehler deutlich schwerer. Die Stiftung Warentest hat 77 Light-Produkte unter die Lupe genommen, das Ergebnis ist ernüchternd:

Anteil an 77 Produkten im TestKalorienersparnis
6 ProzentEtwa gleich viele Kalorien wie Pendant ohne Fett/Zucker-Reduktion
34 ProzentGeringfügig reduzierter Kalorienanteil
42 Prozent30 bis 49 Prozent weniger Kalorien
18 Prozent50 bis 71 Prozent weniger Kalorien als Pendant
Quelle: Stiftung Warentest

Abnehmen: Fehler 2 – Das Problem mit Diäten

Problematisch sind Diäten aber auch aus einem anderen Grund. Zwar helfen sie beim Abnehmen, sie haben jedoch auch eine Kehrseite. Denn viele rutschen nach ihrer Diät wieder in ihre alten Ernährungsgewohnheiten zurück. Die Folge ist der Jojo-Effekt wobei die verlorenen Pfunde blitzschnell wieder zurückkehren. Manchmal sogar mit derartiger Wucht, dass sich wenige Wochen nach der Diät das Gewicht nicht reduziert, sondern sogar erhöht hat.

Statt einer zeitlich begrenzten Diät wird daher von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine „Kombination aus Ernährungsumstellung, Verhaltensänderung und einer Steigerung der körperlichen Aktivität“ empfohlen. Eine Ernährungsumstellung fällt jedoch vielen nicht gerade leicht. Doch es gibt Tricks. Ein Tiktoker hat sich für seinen Alltag eine Reispapier-Diät zum Abnehmen überlegt. Aber auch die Umstellung von alten Gewohnheiten, wie statt des Aufzugs die Treppe zu nutzen oder das weglassen von Snacks zwischen den Malzeiten kann wahre Wunder bewirken.

Abnehmen leicht gemacht: Fehler 3 – Zu wenig Schlaf erschwert den Gewichtsverlust

Viele unterschätzen wie wichtig ein gesunder Schlaf für das Abnehmen ist. Das zeigten auch britische Forscher der Universität in Leeds. Insgesamt 1615 Probanden nahmen an ihrer Studie teil. Circa ein Drittel der Teilnehmer schliefen im Schnitt 5.88 (+/- 0,86) Stunden, ein weiteres 7.26 (+/- 0,26) Stunden, und die Langschläfer 8,44 (+/- 0,66) Stunden. Es zeigte sich, dass die Schlafdauer im Zusammenhang mit BMI und Taillen-Umfang stand. Die Forscher schlossen aus ihren Ergebnissen, dass ein zu kurzer Schlaf in deutlichem Zusammenhang mit Übergewicht steht.

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Zu wenig Schlaf wirkt sich außerdem noch aus einem anderen Grund auf die Abnehm-Bemühungen aus. Denn wer gerade abends länger wach ist, neigt oft dazu, noch einen Snack zu sich zu nehmen. Übrigens: Statt zu Schokolade und Co. zu greifen, können sich auch bestimmte Power-Früchte als Snack durchaus lohnen, sie unterstützen das Abnehmen auf natürliche Art. (Sophia Lothar)

Rubriklistenbild: © Ute Grabowsky/Imago

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