Verbraucher

Änderungen in Deutschland: Corona-Tests, Steuererklärung, AU-Bescheinigung – Das ist neu im Oktober 2021

Im Oktober 2021 sind mehrere Bereiche von Änderungen betroffen. Während etwa die Abgabe der Steuererklärung verlängert wurde, werden Corona-Tests kostenpflichtig.

Kassel – Der Oktober steht kurz bevor, wir starten ins vierte und letzte Quartal des Jahres 2021. Mit dem neuen Monat kommen auch einige Änderungen auf Verbraucher zu. Neben der Abgabe der Steuererklärung steht etwa auch die Zeitumstellung an. Darüber hinaus kommt die digitale Krankschreibung.

Doch das war es noch nicht. Auch bei den Corona-Schnelltests ändert sich künftig einiges. Denn während Covid-19-Genese und Geimpfte nicht mehr der Testpflicht unterstehen, gilt die Pflicht weiterhin für ungeimpfte Personen. Ab dem 11. Oktober müssen Ungeimpfte ihre Schnelltests selbst bezahlen, dies legt eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest. Gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können, sowie für Kinder unter zwölf Jahren.

Corona-Tests, Steuererklärung und die Zeitumstellung: Im Oktober 2021 kommen einige Änderungen auf uns zu.

Noch profitieren einige ungeimpfte Personen aber von wenigen Übergangsregeln: So können Kinder zwischen 12 und 17 Jahre sowie Schwangere noch bis 31. Dezember mindestens einen kostenlosen Corona-Test pro Woche machen lassen. Auch für Menschen, die zum Beenden einer Quarantäne aufgrund einer Infektion einen Test brauchen, bleibt dieser kostenlos.

Änderungen ab Oktober: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Rezepte teilweise digital

Ab dem 1. Oktober startet die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Versicherte müssen ihre Krankenmeldungen dann nicht mehr selbst an ihre Krankenkassen übermitteln, da dies künftig die Ärzte übernehmen. Falls die Technik in den Arztpraxen eine Übermittlung nicht zulässt, dürfen Ärzte bis Ende des Jahres weiterhin die gewohnten Papierformulare ausdrucken, unterschreiben und den Patienten mitgeben. Weiterhin gibt es aber den Ausdruck für den Arbeitgeber, der von den Patienten weiterhin selbst übermittelt werden muss.

Ein Schritt Richtung Digitalisierung zeigt sich allerdings bei den Rezepten: Bundesweit können Arztpraxen ab dem 1. Oktober elektronische Arzneimittelrezepte ausstellen – wenn auch nur freiwillig. Patienten können die sogenannten eRezepte dann mit dem Smartphone verwalten und von den Änderungen profitieren. Ab Januar ist das eRezept für verschreibungspflichtige Medikamente dann aber Pflicht, berichtet N-tv.de

Änderungen zum Ende des Jahres: Screening-Angebot wird ab Oktober erweitert

Die Früherkennungsuntersuchung (Screening) auf seltene angeborene Erkrankungen wird ab dem 1. Oktober auf Neugeborene in den ersten Lebenstagen erweitert. Dies umfasst dann auch die Sichelzellenkrankheit, bei der rote Blutkörperchen sichelförmig verkrümmt sind und Sauerstoff nicht richtig transportieren können. Weiter umfasst das Screening dank der Änderungen dann auch die spinale Muskelatrophie, bei der motorische Nervenzellen im Rückenmark absterben.

Außerdem haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren ab Oktober Anspruch darauf, sich einmal kostenlos auf die Viruserkrankungen Hepatitis B und Hepatitis C testen zu lassen. Durchführen lassen kann man das Screening alle drei Jahre im Rahmen des allgemeinen Gesundheits-Check-ups.

Ab Oktober: Änderungen an Tankstellen und bei Inkassozahlungen

In Deutschland sind größere Tankstellen ab dem 1. Oktober verpflichtet, einen Energiekostenvergleich für verschiedene Antriebsarten auszuhängen. Die Kundschaft soll darauf ablesen können, welche exakten Kosten für welche Fahrzeuggrößen und welche Energiearten, also ob Benzin, Wasserstoff oder Strom, fällig werden. Die neue Regel soll dabei helfen, Verbraucher auf alternative Antriebsstoffe aufmerksam zu machen – besonders da bei diesen häufig gespart werden kann.

Auch im Inkassowesen greifen ab Oktober Änderungen: Um Verbraucher vor zu hohen Kosten zu schützen, falls diese ihre Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlen können, hat die Bundesregierung bereits im Frühjahr eine Reform beschlossen. Schuldner sollen entlastet werden, falls diese ihre Forderungen direkt nach dem ersten Mahnschreiben zahlen. Der Gebührensatz soll dann von 1,1 auf 0,5 sinken.

Änderungen ab Oktober: Gartenarbeit, Steuererklärung und Zeitumstellung

Im Garten darf ab dem 1. Oktober endlich wieder Hand angelegt werden, etwa wenn man Hecken, Sträucher und Bäume radikal beschneiden möchte. Denn vom 1. März bis 30. September ist dies laut Bundesnaturschutzgesetz verboten, zulässig sind in diesem Zeitraum nur „schonende Form- und Pflegeschnitte“. Vögel und andere Tiere sollen durch die Regelung geschützt werden.

Etwas unschönere Arbeit: Die Steuererklärung. Wer die Papierarbeit nicht den Steuerberatern überlässt, muss sich nämlich bis Ende Oktober um die Abgabe gekümmert haben. Da der 31. auf einen Sonntag fällt, verschiebt sich die Frist aber auf Montag, den 1. November. In Bundesländern, in denen der 1. November ein Feiertag ist, gilt der 2. November 2021 als letzter Abgabetermin für die Steuererklärung für 2020. Üblicherweise endet die Frist bereits am 31. Juli, aufgrund der Corona-Krise wurde diese jedoch verlängert.

Keine Änderungen, aber immer wieder nötig: Die Zeitumstellung. Von der EU eigentlich schon so gut wie abgeschafft, muss diesen Herbst noch einmal an der Uhr gedreht werden. Zurückgestellt wird die Uhr in der Nacht vom Samstag, den 30. Oktober auf Sonntag, den 31. Oktober. Die Nacht ist dann also ein Stündchen länger. (Nail Akkoyun)

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.