Zurück zu den Wurzeln

Änderungen bei Aldi: Wie die Filialen in Deutschland schon bald aussehen werden

Schild von Lebensmittel-Discounter Aldi Nord
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Deutschland: Aldi Nord plant Konzeptveränderungen (Symbolbild).

Weniger Deko, mehr Eigenmarken - Aldi Nord möchte scheinbar zurück zu seinen Discounter-Wurzeln. In den Filialen in Deutschland soll sich demnächst einiges ändern.

  • Aldi Nord möchte das eigene Konzept anpassen.
  • Künftig will Aldi unter anderem die Deko-Elemente reduzieren.
  • Bis Herbst 2021 sollen sämtliche Aldi-Filialen in Deutschland verändert werden.

Kassel - Der Discounter Aldi Nord plant seine Filialen umzubauen - und das zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Jahren. Den Anfang macht ein Markt in Essen, nach dessen Vorbild bis Herbst 2021 sämtliche Filialen in Deutschland verändert werden sollen. Doch was erwartet die Kunden von Aldi Nord künftig beim Einkauf?

Deutschland: Aldi Nord möchte „Aniko“-Konzept anpassen

Laut der Süddeutschen Zeitung entwickelt der Discounter das sogenannte „Aldi Nord Instore“ Konzept („Aniko“) weiter, welches das Unternehmen etwa fünf Milliarden Euro gekostet haben soll. Das bereits im Jahr 2017 angekündigte Modernisierungsprogramm wurde mittlerweile bereits vielerorts ausgerollt. Damit reagierte man damals auf den harten Wettbewerb in Deutschland und konnte gleichzeitig viele renovierungsbedürftige Filialen umbauen.

Die Erweiterung des Projekts sieht beispielsweise keine quer ausgerichteten Regale mehr vor. Aldi Nord will stattdessen künftig alle Regale nur in Längsrichtung aufstellen. Außerdem möchte der Discounter künftig den Kunden mithilfe von fest definierten Aktionsflächen klarmachen, was zum Standard-Sortiment gehört und welche Produkte nur Teil von Sonderangeboten sind.

Aldi Nord: Sortiment in Deutschland wird verringert

In der Vergangenheit hatte Aldi das Warenangebot ausgeweitet und dabei unter anderem auch mehr Markenartikel ins Sortiment aufgenommen. Das Unternehmen sieht hier allerdings mittlerweile eine Grenze überschritten und peilt nun eine Zielgröße von 1700 verschiedenen Artikeln an, so Reinhard Giese, Geschäftsführer der Aldi-Regionalgesellschaft Herten, gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Weiter sagt Giese, dass der Umsetzungsaufwand diesmal jedoch „längst nicht so hoch wie beim Projekt „Aniko“ sei. Für die erweiternden Maßnahmen sollen die Filialen „weniger als einen Tag lang“ schließen. Miteinbezogen werde dabei nicht nur die Analyse der eigenen Kennzahlen, sondern auch das Feedback von Beschäftigten und Kunden in Deutschland.

Weniger Deko, mehr Eigenmarken - Veränderungen bei Aldi Nord in Deutschland

Wie das Unternehmen in einer Mitteilung erklärt, sollen die Veränderungen für Kunden „einen einfachen, schnellen und angenehmen Einkauf“ garantieren. Verbrauchen sollen dabei „ein modernes Discount-Sortiment“ erleben, „das alles für den täglichen Einkauf bietet“.

Aldi Nord betont, dass Eigenmarken wieder in den Fokus des Discounters aus Deutschland rücken sollen. Zudem wurde angekündigt, dass Deko-Elemente künftig reduziert werden, um für klare Strukturen beim Einkaufen zu sorgen. (Nail Akkoyun)

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