Discounter

Rückschritt? Einige Aldi-Kunden dürften über Änderung beim Discounter enttäuscht sein

Eine Änderung bei Aldi wirkt sich vor allem auf den Einkauf aus. Einige Discounter-Kunden dürfte die Änderung ganz und gar nicht freuen.

Kassel – Nicht alle Neuerungen sind positiv. Das bekommen nun auch die Kunden von Aldi zu spüren. Denn bei ihrem Einkauf beim Discounter-Riesen wird es in Zukunft wohl etwas spärlicher zugehen, als es vorher der Fall war. Aldi Süd verändert ein wichtiges Hilfsmittel beim Shoppen. Das wird sich vor allem auf den Komfort der Verbraucher auswirken.

Die Einkaufswagen bei Aldi Süd werden drastisch abgespeckt. Und die Neuerungen sind nicht nur kosmetischer Natur. Neben einer neuen Farbauswahl bei den Wagen gibt es auch bei praktischen Gimmicks Veränderungen.

Aldi Süd
Mitarbeiter:Über 47.500
Filialen:Rund 1.940
Anzahl der Basisartikel:Circa 1.700
Quelle: aldi-sued.de

Einschneidende Veränderung beim Discounter Aldi: Nicht alles kundenfreundlich

Statt den komfortablen Griffen an der Seite, die sich an die Hände des Kunden anschmiegten, gibt es dann nur noch das klassische Griffrohr. Grelle Warnhinweise fallen dem Einkäufer dabei stärker ins Auge als das Logo des Discounters. Außerdem verändert sich die Farbe der Einkaufswagen. Statt grau sind sie jetzt wieder silber. Es wirkt fast, als hätte man einen Schritt zurück in die Vergangenheit gemacht, denn nicht nur beim Aussehen verlieren die Wagen ganz klar gegen ihre Vorgänger, sondern auch im praktischen Handling gibt es deutliche Einbußen.

Kunden müssen sich bei Aldi Süd jetzt auf einschneidende Änderungen beim Einkauf gefasst machen. (Symbolbild)

Die neuen Einkaufswagen fallen weder durch Leselupen noch durch eine Pfandbonablage oder Handy-Halterung auf – dabei ist das bei Konkurrenten wie Rewe und Edeka bereits gang und gäbe. Der Taschenhalter ist Geschichte. Auch bei den Rollen gibt es einschneidende Veränderungen. Der neue Wagen lässt sich dadurch wesentlich schlechter außerhalb des Discounters manövrieren. Laut Angaben des Onlineportals Chip.de lassen sich die veränderten Einkaufswagen von Aldi Süd dort deutlich schlechter lenken und es benötigt mehr Kraft, sie zu schieben.

Neue Einkaufswagen bei Aldi Süd: Was sich jetzt für Kunden ändert

Auch der Kindersitz des Einkaufswagens wurde verändert. Er sticht jetzt in einem leuchtenden Grün ins Auge. Darüber hinaus prangt auch hier beim Aufklappen eine auffällige Warnung. Denn nur Kinder unter 15 Kilogramm dürfen im Sitz mitfahren. Darüber hinaus gibt es noch etwas Neues: Ein weiterer Hinweis erklärt Kunden von Aldi Süd, wofür sie den Kindersitz sonst noch nutzen können.

Denn statt sein Baby hineinzusetzen, können dort auch Gemüse und Obst transportiert werden, um es so vor dem Zerquetschen zu bewahren. Bleibt die Frage offen, ob viele Kunden von Aldi Süd das nicht ohnehin schon auf diese Art gemacht haben. Zuletzt wurde auch das Münzpfandsystem verändert. Dieses befindet sich jetzt nicht mehr in der Mitte des Griffs, sondern ist an der Seite platziert. Alle Neuerungen auf einen Blick:

  • Neuer Griff
  • Keine Ablage für Pfandbon und Handy
  • Kindersitz überarbeitet
  • Neue Farbe
  • Änderung bei den Rollen
  • Kein Taschenaufhänger
  • Diverse neue Hinweise
  • Neuer Platz für das Münzpfandsystem

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Aldi Süd: Was steckt hinter den neuen Einkaufswagen beim Discounter?

Doch warum greift Aldi Süd auf die deutlich abgespeckteren Wagen zurück? Wie Merkur.de berichtet, könnte Aldi mit den neuen Einkaufswagen* schlicht Geld sparen wollen. Diese Vermutung soll von Branchenexperten verlautbart worden sein. Denn die einfachen Einkaufswagen liegen preislich bei 150 bis 200 Euro, die komfortableren Varianten dagegen schlagen schnell mit zusätzlichen 50 bis 100 Euro mehr zu Buche. Bei den rund 1940 Filialen von Aldi Süd geht es da schnell um Millionen.

Immer wieder machen Discounter und Supermärkte mit Neuerungen von sich Reden. Zuletzt führte Lidl etwa eine neue Funktion an der Kasse ein. Und auch die Corona-Maßnahmen ließen die Discounter wie Aldi und Lidl nicht unberührt. Für Kunden bedeutet das vor allem eines: Neue Regeln beim Einkaufen. (Sophia Lother) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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