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Einkaufswagen ganz ohne Münze entsperren: Was sich bei Aldi, Lidl und Co. bald ändern könnte

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Von: Kilian Bäuml

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Wenn ein Großeinkauf ansteht, gehört er einfach dazu – der Einkaufswagen. In absehbarer Zeit soll man den Einkaufshelfer digital entriegeln können.

Kassel – Der Einkaufswagen ist für viele ein nützlicher Helfer. In der Regel werden die Wagen mit einer Münze entriegelt. Seit der Erfindung und Einführung vor über 70 Jahren hat sich jedoch einiges geändert. Mittlerweile wird vermehrt digital bezahlt und viele Leute sind ohne Bargeld unterwegs. Nicht mehr jeder hat eine Münze beim Einkaufen dabei, um einen Wagen zu entriegeln.

In Zukunft sollen diese Leute den Wagen ohne Münze entriegeln können. Laut dem Verbraucherportal chip.de soll geplant sein, den Einkaufswagen per App öffnen zu können.

Einkaufswagen ohne Münze entsperren: Einfach per App lösen

Der Einkaufswagen-Hersteller Wanzl arbeitet daran, Wagen digital entsperren zu können. Der Hersteller stellt seit 1948 Einkaufswagen her und beliefert große Discounter-Ketten wie Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl, Netto Marken-Discount und Ikea. Funktionieren soll das neue Öffnungs-System, indem sich die Kunden eine App des entsprechenden Supermarktes herunterladen. Die soll es ihnen möglich machen, einen Wagen über Bluetooth oder per NFC-Signal zu lösen. Der Hersteller arbeitet sowohl an der Technik als auch an der Software. Diese soll in jede Supermarkt-App integriert werden können.

UnternehmenWanzl Metallwarenfabrik
Gründung1947
StandortLeipheim
WareEinkaufswagen (unter anderem)

Zahlreiche Supermärkte wie Edeka, Lidl, Rewe und Aldi bieten bereits Apps zum Einkaufen an. Dadurch können Kunden bereits Erfahrungen mit digitalen Neuerungen sammeln. Von Wanzl heißt es, dass die Umstellung zum Öffnen via Smartphone für die Verbraucher dadurch einfach sei.

Einkaufswagen ohne Münze entsperren: Es wird wohl noch ein paar Jahre dauern

Das neue System wird allerdings nicht in der näheren Zukunft umgesetzt „Wir wollen mit Testphasen erste Markterfahrungen sammeln und schauen, wie das insgesamt ankommt“, zitiert chip.de einen Mitarbeiter von Wanzl. Durch das neue Prinzip soll das Einkaufen einfacher gemacht werden, trotzdem werde es voraussichtlich noch ein paar Jahre dauern, bis der digital entsperrbare Einkaufswagen etabliert sein wird.

Ein Grund ist auch, dass man Kunden nicht verschrecken möchte. Vor allem ältere Menschen, die an das bisherige Schloss-System gewöhnt sind, könnten sich mit einer Umstellung schwertun. Die Kosten einer Umstellung auf digital entsperrbare Einkaufswagen tragen wahrscheinlich ebenfalls zur späteren Einführung bei. Von Wanzl denkt trotzdem, dass sich das neue System durchsetzen wird.

Eine Person löst einen Einkaufswagen
Einkaugswagen lösen soll digitalisiert werden. (Symbolbild) © Michael Bihlmayer/Imago

Einkaufswagen lösen: Deshalb wurde das Pfandsystem eingeführt

Das Pfandsystem wurde ursprünglich eingeführt, um den Kunden zu signalisieren, dass die Wagen zum Supermarkt gehören und zurückgebracht werden müssen. Bis zur Einführung des Pfandsystems wurden die Einkaufswagen häufig von Kunden bis nach Hause geschoben. Mit Etablierung des Pfandsystems legten die Kunden diese Angewohnheit ab. Doch eigentlich braucht man nicht immer eine Münze als Wagenpfand, mit ein paar Tricks klappt es auch ohne. (kiba)

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