Corona und Bargeld

Lidl, Aldi, Rewe und Co.: Peinlich, wenn das Zahlen mit Karte nicht funktioniert - Kassiererin verrät Tipp

Während der Corona-Pandemie haben bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. mehr Verbraucher als zuvor mit der EC-Karte bezahlt – nicht immer ohne Probleme.

Kassel – Die Schlange wird länger und länger. Die Leute werden ungeduldig und man selbst immer nervöser. Wenn beim Bezahlen bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. die EC-Karte zickt, kann es oftmals zu unangenehmen Situationen kommen. Im Gespräch mit dem Verbraucherportal Chip.de hat eine Kassiererin über bargeldloses Bezahlen und die Tücken gesprochen.

Insbesondere in der Corona-Pandemie haben deutlich mehr Menschen mit EC-Karte bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. bezahlt, als zuvor. Sandra R. hat 13 Jahre lang als Kassiererin gearbeitet und während der Zeit oft erlebt, dass das Bezahlen mit der EC-Karte nicht richtig funktionierte. „Die Situation für den Kunden ist schon beschämend, denn wenn mit der EC-Karte irgendetwas nicht funktioniert, hat man gleich das Gefühl, mit meinem Konto stimmt etwas nicht oder die Karte ist kaputt“, erklärte sie. In solchen Fällen habe sie versucht, den Kunden zu beruhigen. Als Kassiererin sollte man die Situation nicht noch verstärken und bei dem Kunden noch mehr Unwohlsein hervorrufen, sagte sie im Gespräch mit dem Verbraucherportal.

Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Viele Kunden zahlen in Corona-Pandemie mit EC-Karte

Doch welche Probleme kann es beim Bezahlen bei Aldi, Lidl, Rewe und anderen Supermärkten geben? Zu Verzögerungen komme es vor allem dann, wenn der Kunde eine Pin eingeben müsse, erläutert die ehemalige Kassiererin. Mit der Pin-Abfrage werde geprüft, ob noch Geld auf dem Konto des Kunden vorhanden ist. Das könne kurz dauern.

Beim Bezahlen mit der EC-Karte in Supermärkten wie Aldi, Lidl, Rewe und Co. kommt es immer wieder zu Problemen. Wenn die Kartenzahlung nicht klappt, ist dem Kunden oft peinlich - doch eine Kassiererin verrät einen Trick.

Werde hingegen lediglich eine Unterschrift vom Kunden verlangt, gehe der Bezahlvorgang deutlich schneller über die Bühne. Denn bei einer Unterschrift werde nicht überprüft, ob das Konto des Kunden gedeckt sei. „Die eigentliche Abbuchung passiert erst Tage später“, sagt R. In der Zeit könne es passieren, dass kein Geld auf dem Konto des Kunden vorhanden ist, sodass es zu einer Rücklastschrift komme. Das koste das Unternehmen wie Aldi, Lidl, Rewe und Co. Geld. „Und den Kunden oftmals auch“, betonte R.

Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Wer eine Pin eingibt, muss länger warten

Die Kassiererin verwies im Interview auf den Kassenbeleg. Auf der oftmals unbeachteten Rückseite seien die AGB des Unternehmens wie Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co. und des für ihn tätigen Kreditinstituts aufgeführt. „Mit der Unterschrift bestätige ich als Kunde diese vollumfänglich“, so die ehemalige Kassiererin.

Doch nicht nur diese Tatsache sei vielen Kunden von Aldi, Lidl, Rewe und Co. oftmals nicht bekannt. Zudem wüssten viele Käufer laut Sandra R. nicht, dass sie bei einer Zahlung mit EC-Karte immens viele Daten preisgeben, die gesammelt werden. So wird nicht nur erhoben, was der Kunde kauft, sondern auch bei welchem Kreditinstitut er Kunde ist und vor allem welche Einzelhandelsunternehmen er am meisten nutzt.

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Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Wann ist eine Pin erforderlich?

Doch wann muss eigentlich zum Bezahlen mit der EC-Karte eine Pin eingegeben werden und wann nicht? Oftmals wird diese bereits bei kleinsten Beträgen abgefragt – zur Sicherheit der Verbraucher. Wie Chip.de berichtet, gibt es für kontaktloses Bezahlen ohne Authentifizierung eine Obergrenze. Diese legt das kartenausgebende Institut beispielsweise die Sparkasse oder die Volksbank fest. In der Regel liegt die Obergrenze bei 150 Euro und fünf kontaktlosen Transaktionen, erklärte Thomas Rienecker, Pressesprecher der Sparkassen-Finanzgruppe, gegenüber dem Verbraucherportal. (uf)

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