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Aldi, Lidl und Co. - Lebensmittelpreise könnten weiter dramatisch steigen

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Von: Fee Halberstadt

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Erst die Spitze des Eisbergs? Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir sieht für steigende Lebensmittelpreise bei Aldi, Lidl & Co. vorerst kein Ende.

Kassel – Die Lebensmittelpreise in Deutschland sind seit Beginn des Ukraine-Konflikts in die Höhe geschossen. Produkte im Aldi, Lidl, Rewe und Co, wie Butter und Speiseöl verzeichnen einen enormen Preiszuwachs von durchschnittlich bis zu 65,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) äußerte sich ebenfalls zu den immer weiter steigenden Lebensmittelpreisen.

Der Politiker rechnet damit, dass sie sich weiter erhöhen werden und noch lange kein Ende in Sicht ist. „Vieles kommt leider erst noch“, sagte der Minister der Rheinischen Post (RP) am Dienstag (14. Juni). So habe die Lebensmittelindustrie lange Einkaufsfristen für Energie. „Wir müssen im Herbst und Winter mit Steigerungen rechnen, weil sich der Handel jetzt mit teurer Energie versorgen muss und die Preissteigerungen an die Kunden weitergereicht werden.“

Teure Produkte bei Aldi, Lidl und Co. Lebensmittelpreise werden weiterhin steigen

Mitte Mai räumte Özdemir im ZDF Morgenmagazin mit Blick auf den russischen Angriff auf die Ukraine ein: „Ich kann die Folgen des Krieges als bundesdeutscher Agrarminister nicht ungeschehen machen.“ Es gehöre zur russischen Strategie, Getreideexporte aus der Ukraine zu blockieren, um die weltweite Nahrungsmittelkrise weiter zu verschärfen. „Der Krieg Russlands, der muss enden“, sagte der Grünen-Politiker. Darum sei ein „Teil der Strategie, die Ukraine zu ertüchtigen, damit sie in diesem Krieg erfolgreich ist“.

Mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Agrarmärkte und die Lebensmittelpreise beschäftigt sich auch der Deutsche Bauerntag, der am Dienstag (14. Juni) in Lübeck beginnt. Dazu wird auch Özdemir erwartet. Vielen Betrieben machen stark gestiegene Kosten für Energie und Dünger zu schaffen, wie der Bauernverband erläuterte.

Viele Produkte bei Aldi, Lidl und Co. sind teurer geworden. Im Herbst und Winter wird mit weiteren Erhöhungen gerechnet.
Viele Produkte bei Aldi, Lidl und Co. sind teurer geworden. Im Herbst und Winter wird mit weiteren Erhöhungen gerechnet. (Symbolbild) © Lorenzo Carnero/dpa

Preise bei Aldi, Lidl und Co. steigen an: Ende der Steigerungen nicht in Sicht

Vor diesem Hintergrund sind auch Lebensmittel in Geschäften wie Aldi, Lidl, Rewe und Co. teurer geworden, denn die teureren Herstellungskosten müssen teilweise an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden.

Angesichts ausfallender Getreideexporte der Ukraine wird in einigen Staaten außerdem mit einer knappen Versorgung gerechnet. Auf dem zweitägigen Bauerntag mit rund 450 Delegierten dürfte daher auch darüber diskutiert werden, wie die angespannte Lage mit höherer Produktion in Deutschland abgemildert werden kann. (fh/epd/dpa)

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