1. Startseite
  2. Verbraucher

Aldi plant eigenen Lieferdienst für Lebensmittel – Was Kunden wissen müssen

Erstellt:

Von: Helena Gries

Kommentare

Eine Mitarbeiterin eines Lebensmittellieferdienstes packt einen Bund Möhren in eine Transporttasche.
Lebensmittel liefern lassen: Ein Service, den Aldi in Deutschland bislang nicht angeboten hat. Das könnte sich jedoch bald ändern. Insidern zufolge plant der Discounter einen Lieferservice. (Symbolbild) © Monika Skolimowska/dpa

In den USA gibt es bereits einen Lieferdienst für Lebensmittel von Aldi. Das Angebot soll schon im nächsten Jahr auf Deutschland ausgeweitet werden.

Kassel – Lebensmittel nach Hause liefern lassen - das ist spätestens seit der Corona-Pandemie nichts Neues mehr. Zahlreiche Supermärkte wie Edeka und Rewe bieten einen Lieferservice an. Doch wie sieht es bei den Discountern aus? Wer Lebensmittel online bestellen will, muss nämlich bislang auf die Lebensmittel-Produkte von Aldi und Lidl verzichten.

In den vergangenen Monaten hat der Discounter Aldi bereits mit zahlreichen geplanten Neuerungen Schlagzeilen gemacht, so soll unter anderem in einigen Aldi-Filialen das Konzept verändert werden. Jetzt will der Discounter auch online weiter durchstarten und plant die wohl größte Online-Offensive der Unternehmensgeschichte.

Discount-EinzelhandelsketteAldi
HauptsitzEssen
Gründung1961
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht

Aldi plant Lieferdienst: Angebot aus den USA soll nach Deutschland kommen

Im eigenen Online-Shop können Verbraucher bereits zahlreiche ausgewählte Aldi-Produkte erwerben, allerdings keine Lebensmittel. Sowohl Aldi Nord als auch Aldi Süd bieten derzeit keine Möglichkeit, Lebensmittel oder andere Produkte aus dem Supermarkt-Sortiment nach Hause liefern zu lassen. In den „FAQ“ auf der Website von Aldi-Süd heißt es: „Unsere Produkte erhältst du in der Regel ausschließlich in unseren Filialen. Eine Lieferung zu dir nach Hause ist daher leider nicht möglich.“ Das könnte sich allerdings bald ändern.

Informationen des Handelsblatts zufolge plant Aldi Süd erstmals in Deutschland einen Online-Shop für Lebensmittel einzurichten. Dieser könnte Insider-Informationen schon im ersten Halbjahr 2023 anlaufen. Als Vorbild dient ein Test des Aldi-Onlinehandels in den USA. Hier ist mittels der „Aldi Grocery Delivery“ (zu Deutsch: „Aldi Lebensmittellieferung“) bereits die Lieferung für frische Lebensmittel aus einigen Aldi-Filialen an die Haustür möglich. Der Lieferservice in den USA läuft derzeit über den Dienstleister Instacart.

Aldi plant Lieferdienst: Discounter will Millionen investieren

Das Angebot soll nun auf Deutschland ausgeweitet werden, berichtet das Handelsblatt. Hierfür solle erstmal weiterhin mit dem Lieferpartner zusammengearbeitet werden, nur die Bestellplattform soll sich ändern. Aldi wolle den Online-Lieferdienst in Deutschland mit einer Software des Berliner Unternehmens Spryker entwickeln. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, hat Aldi Süd bereits Stellen für IT-Entwickler mit Spryker-Kenntnissen für den Standort Mülheim ausgeschrieben.

Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres war ein gemeinsamer Lieferservice von Aldi-Nord und Aldi-Nord im Gespräch. Allerdings wurde hier die Lieferung von Lebensmitteln ausgeschlossen.

Ob Aldi Süd und Aldi Nord bei dem geplanten Lieferdienst zusammenarbeiten, ist bislang offen. Auf Nachfrage des Handelsblatts wollte sich Aldi Süd nicht dazu äußern. Die Kosten für die Entwicklung und den langfristig notwendigen Aufbau einer eigenen Logistik für die Lieferung dürften nach Schätzungen des Handelsblatts im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen. (hg)

Auch interessant

Kommentare