Zum Schutz der Tiere

Fleisch-Revolution bei Aldi: Discounter wirft billige Massenware aus dem Sortiment

Bei Aldi wird es eine große Neuerung geben. Der Discounter will ab 2025 kein Billigfleisch mehr in seinem Sortiment anbieten.

Kassel - Ab 2025 will Aldi kein Billigfleisch mehr in seinem Sortiment anbieten. Das bedeutet nach Informationen der Bild-Zeitung: Alle Fleisch-Produkte der Haltungskategorie 1 und 2 sind nicht mehr zum Kauf erhältlich.

Wird dadurch der Preis in die Höhe getrieben? Kunden können aufatmen. Aus Kreisen des Unternehmens heißt es: Der Preis dessen, was die Verbraucher jetzt schon für Fleisch aus der Kategorie 3 und 4 (Außenklima- und Biohaltung) bezahlen, wird nicht noch erhöht.

Neuerung bei Aldi: Bald kein Billigfleisch mehr zum Verkauf

Der Grund für die Neuerung sei Aldi zufolge das Tierwohl. „So schwer es auch wird, wir glauben daran, das Richtige zu tun: für Tierwohl, für nachhaltiges Wirtschaften, für unsere Kunden und aus Überzeugung“, erklärte Aldi-Süd Geschäftsführer Erik Döbele.

Wie auch andere Discounter engagiert sich Aldi für entsprechende Initiativen zum Tierschutz. Nun müssten aber Taten folgen, heißt es seitens des Unternehmens. Das sei allerdings nur möglich, wenn Fleisch aus prekären Haltungsbedingungen nicht mehr angeboten wird.

Schluss mit Billigfleisch: Bei Aldi wird es künftig kein Fleisch aus prekären Haltungsbedingungen mehr angeboten.

Kein Billigfleisch bei Aldi: Neuerung soll ab 2025 gelten

Bis 2025 haben die Bauern und Zulieferer also noch knapp vier Jahre Zeit, um die Produktion umzustellen. Aber auch andere Discounter könnten künftig mitziehen. Lidl kündigte bereits im vergangenen Jahr an, Fleisch der Haltungsform 1 nicht mehr zum Verkauf anzubieten. Wie Bild berichtete, soll entsprechendes Schweinefleisch ab 2022 verschwinden, Rindfleisch dann 2025. Fleisch der Kategorie 2 soll vorerst weiterverkauft werden.

Auch Rewe und Penny verfolgen ein ähnliches Ziel. Hier ist aber noch nichts genaues bekannt. Edeka und Netto haben bisher noch keine Pläne in diese Richtung geäußert. (kas)

Erst vor Kurzem kommt es zum Corona-Desaster bei Aldi, Lidl, Netto und Co. Ein anfangs heiß umkämpftes Produkt könnte nun Probleme machen.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.