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Discounter im Streit: Erneute Trennung zwischen Aldi Nord und Aldi Süd

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Von: Isabelle Jentzsch

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Logo von Aldi Süd und Aldi Nord mit „Sale“-Schriftzug (Angebot, Rabatt, Deal)
Rabatte und Angebote bei Aldi Süd und Aldi Nord © Montage von hna.de: Wolfram Steinberg und Peter Förster (über dpa / picture alliance)

Aldi Nord und Aldi Süd haben in den letzten Jahren wieder zueinander gefunden. Nun gehen die Unternehmen in Teilen getrennte Wege.

Essen – Einst haben die Brüder Karl und Theo Albrecht entschieden, das Familienunternehmen Albrecht KG in Aldi Nord und Aldi Süd aufzuteilen. Doch vor ein paar Jahren haben die Unternehmen wieder zueinandergefunden. Neben einer Vereinheitlichung der Eigenmarken setzte der Discounter zuletzt auch auf eine gemeinsame Werbestrategie.

Doch mit dieser Strategie ist es zunächst einmal vorbei. Die beiden Discounter haben beschlossen, den Schwerpunkt ihrer Werbung im Januar unterschiedlich auszurichten. Grund dafür sei eine Meinungsverschiedenheit über den besten Fokus der Werbung nach dem Inflationsschock der letzten Monate. So berichtet Welt.de.

Aldi Nord und Aldi Süd: Werbekampagne sorgt für vorübergehende Trennung

Aldi Nord will den Werbefokus zu Beginn des neuen Jahres mehr auf den Preis legen, Aldi Süd hingegen auf den sogenannten „Veganuary“. Doch auch eine gemeinsame Kampagne, mit dem Slogan „Mit Aldi kannst du‘s dir leisten“, soll den Kundinnen und Kunden der Unternehmen verdeutlichen, dass sie sich auch im Jahr 2023 auf Qualität zum bestmöglichen Preis verlassen können, erklärt der Marketing-Chef von Aldi Nord gegenüber Welt.de.

Aldi Süd konzentriert sich in der neuen Werbestrategie zwar auch auf das Angebot und den Preis, stellt jedoch zunächst den „Veganuary“ heraus. Die Wortverschmelzung aus „Vegan“ und „January“ steht für eine Aktion von veganen Aktivisten und Aktivistinnen, die andere Menschen dazu ermutigen soll, einen Monat lang auf tierische Produkte zu verzichten. Der passende Slogan von Aldi Süd dazu lautet: „Bewusste Ernährung – nur ohne den Hype.“ Wie Welt.de berichtet, solle die Kampagne zunächst sechs Wochen laufen, danach wolle man ebenfalls den Preis mehr in den Mittelpunkt stellen.

Aldi: Manager können sich nicht auf einheitliche Strategie einigen

Die Unternehmensschwester Aldi Nord will mit einer weiteren Kampagne vor allem die jüngeren Kunden und Kundinnen erreichen. Die hauptsächlich digital ausgespielte Werbung unter dem Slogan „Bewusst Preisbewusst“ solle dabei ebenfalls den „Veganuary“ aufgreifen, aber mit größerem Augenmerk auf die Preise.

Der Grund, warum die Unternehmen im neuen Jahr teilweise getrennte Werbe-Wege gehen, liege daran, dass die Manager von Aldi Süd und Aldi Nord sich nicht auf eine einheitliche Strategie einigen konnten, erklären die Unternehmen gegenüber Welt.de. Doch nicht nur bei Aldi kommt es 2023 zu einigen Strategiewechseln. Auch in anderen Supermärkten und Discountern müssen sich Verbraucher und Verbraucherinnen auf Änderungen einstellen. (ij)

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