Discounter-Aktion

Aldi-PC sorgt für heftige Empörung: „Mich hat Aldi als Kunde vergrault“

Eine Filiale von Aldi Süd auf der Luxemburger Straße in Köln.
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Nach einer Aldi-Aktion sind viele Gamer alles andere als erfreut über den Discounter. (Symbolbild)

Ein Gaming-PC von Aldi sollte die Kunden eigentlich begeistern. Doch was kurz nach Verkaufsstart passiert ist, sorgt für Empörung.

  • Aldi lockt Fans mit einem besonderen Computer.
  • Mit einem Gaming-PC sollen Zocker auf den Geschmack des Discounters gebracht werden.
  • Stattdessen hagelt es heftig Kritik.

Kassel – Wenn Sie beim Discounter Aldi nur an Lebensmittel und Waren des alltäglichen Gebrauchs denken, haben Sie eine wichtige Sache übersehen. Denn immer wieder macht der Supermarkt mit wöchentlichen Aktionen von sich Reden. Da gibt es schon mal das eine oder andere Werkzeug oder Elektrogerät zum erschwinglichen Preis.

Neben dem Heimwerken hat sich in der Corona-Pandemie aber auch ein anderes Hobby bei vielen Verbrauchern etabliert: An der Konsole oder dem PC die neuesten Spiele zu zocken, ist für viele eine willkommene Ablenkung in Zeiten von Home-Office und Corona-Alltag. Aldi hat diesen Trend erkannt. Mit einem neuen Gaming-PC im Sortiment versucht der Discounter derzeit diesen Kundenstamm anzusprechen. Doch statt Zuspruch hagelt es Kritik. Denn viele Kunden haben von der Aldi-Sonderaktion genug.

Aldi-PC mit starker Grafikkarte soll Fans begeistern

Doch wie kommt es dazu, dass ein neuer PC bei Aldi für einen derartigen Ärger sorgt? Um das zu verstehen, lohnt es sich, das Angebot näher zu betrachten. Objekt des Ärgers vieler Kunden war der „High-End-Gaming PC Medion Erazer Engineer X10“. Aldi beschreibt ihn auf seiner Webseite als das „was Gamer brauchen“. Ausgestattet mit 2,90 GHz, bis zu 4,80 GHz, 8 Kernen, 16 Threads und 16 MB Intel Smart Cache sollen Games ruckelfrei gespielt und parallel gestreamt werden können. Eine ein Terabyte starke SSD sowie eine Geforce RTX 3070 Grafikkarte der Marke NViDIA sollen die Augen der Gaming-Fans zum Leuchten bringen. Doch warum war dann eher das Gegenteil der Fall?

Aldi verkauft Gaming-PC: Kunden sind empört

Denn das Angebot, dass am 25. Februar online ging, hielt nur unfassbar kurz. Eine Kundin beschwert sich auf Twitter mit den Worten: „#aldi es kann doch nicht sein das nach 10 Sekunden der Gaming Pc nicht mehr verfügbar ist?! Das ist doch Kunden-Täuschung (sic)“. Nach eigenen Angaben hatte die Gamerin den Computer bereits im Warenkorb und wollte nur noch die Postleitzahl prüfen, als der PC „Zack“ nicht mehr verfügbar war.

Das Angebot im Überblick
NameMedion Erazer Engineer X10
AnbieterOnlinekauf bei Aldi Nord und Aldi Süd
Preis1.499 Euro
Verfügbarkeitszeitraum auf Webseite25.02.2021 bis 20.03.2021

Andere Gaming-Fans sprechen vom selben Problem beim Aldi-PC*. „8:00 Verkaufsstart, 08:00 Technische Probleme, 08:01 ausverkauft, 08:04 erster PC in der Bucht für 1999“. Mit dem Wort „Bucht“ ist übrigens sehr wahrscheinlich die Plattform Ebay gemeint. „Bay“ wird dabei als „Bucht“ aus dem Englischen übersetzt. Einem weiteren Nutzer ist der Run auf den Gaming-PC von Aldi ebenfalls schlecht aufgestoßen. Er vermutet, neben einer zu geringen Stückzahl ein weiteres Problem. Einige könnten mithilfe von Bots auf das Angebot zugegriffen haben. Das ist vielen Gamern bereits aus einem ganz anderen Verkauf in schlechter Erinnerung geblieben.

Aldi-PC nach Sekunden ausverkauft: „Mich hat Aldi als Kunde vergrault“

Denn auch bei der PS5 sollen sogenannte Scalper mit Bots massenhaft Sony-Konsolen eingekauft haben. Und das nur mit einem Ziel: Sie so teuer wie möglich weiterzuverkaufen. Seit dem Verkaufsstart im November ist es für Fans fast unmöglich, sich eine Konsole zu sichern. Immer wieder gibt es kleinere und größere Verkaufswellen der Playstation 5, doch das Angebot deckt bei weitem nicht die Nachfrage ab.

Wie viele Gaming-PCs bei Aldi tatsächlich verfügbar waren und wie hoch die Nachfrage war, ist nicht bekannt. Sicher ist: Viele Gamer sind verärgert. Auch auf Facebook reißt die Flut an negativen Kommentaren nicht ab. Unter einem Post von Aldi Süd, mit dem der Discounter eigentlich Eigenwerbung für einen gewonnenen Award betreiben wollte, hagelt es wütende Beiträge. Von „Verarschung“ und „Täuschung“ sprechen die Nutzer in Zusammenhang mit dem Aldi-PC. Ein User schließt seine Tirade mit den Worten: „Ich nenne das Lockangebot, um an Daten zu kommen. Mich hat Aldi als Kunde vergrault.“ (Sophia Lother)*tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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