Aldi Süd kam zuerst

Revolution bei Aldi: Discounter-Artikel jetzt auch auf anderem Weg erhältlich 

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Besser spät als nie: Nun steigt auch Aldi Nord in den Onlinehandel ein. (Symbolbild)

Nach Aldi Süd vertreibt nun auch Aldi Nord einzelne Produkte im Internet. Ein anderer Discounter ist dem Unternehmen im Onlinehandel weit voraus.

München - Um zu wissen, was es beim Discounter Aldi als Nächstes geben wird, hat man bisher ein dünnes Prospekt durchforsten müssen. Und um das darin angepriesene Produkt zu kaufen, hat man sich rechtzeitig zur nächsten Aldi-Filiale aufmachen müssen. 

Revolution bei Aldi - Discounter steigt in Onlinehandel ein

Dort musste man sich am Wühltisch behaupten, um eines der oft schnell ausverkauften Angebote in die Finger zu bekommen. Diese Bemühungen möchte Aldi nun teilweise durch Klicks im Internet ersetzen. Der Discounter baut einen Onlineshop auf. Doch erwerben können die Kunden dort nur wenige Angebote.

„Aldi liefert“ nennt die Kette ihren Onlineshop. Dort können Kunden „ausgewählte Aktionsartikel des Discounters im Internet kaufen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. 

Den üblichen Wocheneinkauf bei Aldi kann man allerdings nicht auf der Website erledigen. Denn „Aldi liefert“ umfasst nur einzelne Aktionsartikel. Nahrungsmittel werden über den Onlinehandel „Aldi liefert“ nicht vertrieben. Währenddessen müssen Aldi-Kunden im Moment aufpassen, denn der Discounter verzichtet im Gegensatz zur Konkurrenz auf eine wichtige Angabe.

Aldi Nord zieht nach - Discounter steigt in Onlinehandel ein

Das Geschäft im Internet mit Aktionsartikeln hat Aldi Süd schon 2017 für sich entdeckt. Zwei Jahre später zieht nun auch Aldi Nord nach und bietet „Aldi liefert“ an. Man erhoffe sich dadurch vielen Kunden den Einkauf zu erleichtern und neue Zielgruppen anzusprechen, teilte Aldi Süd mit. 

Anders als die Bezahlung an der Kasse im Supermarkt entfällt das Bangen um die Produkte im Onlinehandel nicht, denn: „Alle ‚Aldi liefert‘-Angebote gibt es nur, solange der Vorrat reicht“, heißt es.

Vorrangig sind elektronische Artikel auf der Website von Aldi zu sehen. Flachbildschirmfernseher, Beamer und ein Wärmepumpentrockner findet man dort. Der Elektrorolle und der Laptop tragen bereits einen „Leider ausverkauft“-Banner. Zudem bietet der Onlinehandel von Aldi Nord zu Beginn ein Boxspringbett und einzelne Möbelstücke.

Aldi-Schwestern bleiben im Onlinehandel zurück - Lidl an der Spitze

Mehr und mehr erhöht sich der Konkurrenzkampf der Discounter um preisbewusste Kunden. Während Aldi, Lidl, Penny, Netto und Co. vor zehn Jahren noch einen Marktanteil im Lebensmittelhandel von 46,2 Prozent hatten, waren es im vergangenen Jahr nur noch 45,6 Prozent, berichtet das Hamburger Abendblatt. Die Supermärkte Rewe und Edeka legten hingegen an Marktanteil zu.

Mit einem E-Commerce-Umsatz von 757 Millionen Euro lässt Lidl den Discounter Aldi hinter sich.

Mit einem E-Commerce-Umsatz von 757 Millionen Euro lässt Lidl, der zuletzt eine 60-Minuten-Regel für seine Kunden einführte, den Discounter Aldi hinter sich. Der sechstgrößte Onlineshop in Deutschland ist lidl.de

Für Aldi ist der Onlinehandel noch Neuland. Im klassischen Geschäft stehen Aldi Nord und Aldi Süd noch an der Spitze im deutschen Discountermark. Gemeinsam erzielten die Aldi-Schwestern einen Jahresumsatz von 30,2 Milliarden Euro. Konkurrent Lidl brachte es auf 24,8 Milliarden Euro, wie das Hamburger Abendblatt schreibt. 

Laut dem Verbraucherportal Chip.de stellt das aktuelle Angebot auf „Aldi liefert“ nur einen ersten Test für den Onlineshop dar. Der Discounter, der kürzlich für seine Kundenabfertigung kritisiert wurde, wolle sich weiterhin an den Umsätzen in den Filialen orientieren, weiß das Portal. Größere Pläne für seinen Onlinehandel soll Aldi bereits haben. 

Einen Rückruf der besonderen Art gab es kürzlich bei Kaufland. Dort wurde die Apfelschorle zurückgerufen, weil sie in teils verunreinigte Flaschen abgefüllt wurde, was verheerende Folgen haben kann. 

Über Facebook hat sich eine Frau über Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co beschwert. Sie findet, dass sie zu wenig für den Umweltschutz unternehmen.

Ramona Dinauer

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