Aldi

Aldi Süd: Das Discounter-Imperium im Süden Deutschlands

Deutschlands Discounter-Imperium Aldi Süd entstand aus einem familienbetriebenen Tante-Emma-Laden in Essen. In Süd- und Westdeutschland hat Aldi Süd 1890 Filialen.

Mülheim an der Ruhr - Alles begann 1913 mit einem kleinen Tante-Emma-Laden und einem Brothandel in Essen-Schonnebrock, heute kann sich Aldi - aufgeteilt in Aldi Nord und Aldi Süd - regelrecht als Discounter-Imperium bezeichnen. Die Brüder Karl und Theo Albrecht etablierten in Deutschland den Prototypen des Discounters: Ein Sortiment, das die Grundversorgung abdeckt, günstige Preise, Verzicht auf aufwendige Werbung, spartanisches Interieur, Selbstbedienung. Das Konzept funktioniert. 

Seit 1962 expandiert Aldi (ein Akronym aus Albrecht Diskont) als reiner Discounter und hat sich über die Jahre gemausert: Galt er früher als Arme-Leute-Laden, in dem man von der Palette kauft, hat er heute auch Markenprodukte und Bio-Artikel im Sortiment und bietet die Lieferung von aktionsweise geführten Artikeln wie Notebooks, Gartenmöbeln und Kaffeemaschinen an.

Statista zufolge hat Aldi Süd 2018 17,3 Milliarden Euro umgesetzt.

Wo gibt es Aldi Süd?

Aldi-Süd-Filialen finden sich in Süd- und Westdeutschland. Es gibt in Deutschland insgesamt 1890 Filialen. Aber da Aldi Süd auch außerhalb Deutschlands agiert, gibt es auch in Österreich, der Schweiz, Slowenien, Ungarn, den USA, Großbritannien, Irland, Australien und Italien Filialen - in China gibt es einen Onlineshop. Insgesamt betreibt Aldi Süd weltweit 6520 Filialen.

Aldi organisiert die Filialen dezentral über eigenständige Regionalgesellschaften - im Gebiet von Aldi Süd gibt es 30 dieser Regionalgesellschaften, denen jeweils 50 bis 70 Filialen unterstellt sind.

Kann man bei Aldi Süd online bestellen?

Aldi Süd ist nicht nur im Lebensmittelhandel tätig, sondern auch im Online-Geschäft. Lebensmittel kann man dort nicht bestellen, aber größere Artikel, die der Discounter aktionsweise anbietet: Beispielsweise PKW-Anhänger, Betten und Küchengeräte wie Mixer. Geliefert wird allerdings nur im Gebiet von Aldi Süd und direkt nach Hause, nicht in die Filiale. Dennoch kann man die Bestellung vor Ort in einer Filiale bezahlen, indem man vor der Tätigung der Bestellung eine Guthaben-PIN kauft, mit der man dann den Betrag online einlösen kann.

Vor Ort in der Filiale kann man bei Aldi Süd auch Bargeld abheben. Ab einem Einkaufswert von fünf Euro können Kunden mit EC-/Girokarte und Debit- oder Kreditkarte von Mastercard bis zu 200 Euro Bargeld gebührenfrei abheben. 

Was verdient man bei Aldi Süd?

Aldi Süd beschäftigt in Deutschland mehr als 40.100 Mitarbeiter, weltweit sind es nach Angaben des Unternehmens mehr als 124.000. Was Mitarbeiter verdienen, dazu macht Aldi Süd auf seinen Karriereseiten keine konkreten Angaben. Das Unternehmen verspricht aber Mitarbeitern unterhalb der Managementebene „zusätzlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie je nach Position weitere Vorteile“. 

Was Auszubildende angeht, wird Aldi Süd jedoch konkreter: Azubis bekommen im ersten Lehrjahr 950 Euro brutto, im dritten 1200 Euro brutto - plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Uni-Absolventen können bei Aldi Süd ein sogenanntes Training on the job als Regionalverkaufsleiter machen - das wird mit 66.000 Euro brutto bezahlt. Firmenwagen, Notebook und Smartphone stellt Aldi Süd.

Von Ines Alberti

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.