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Erneut Engpässe im Supermarkt? Aldi rationiert Alltagslebensmittel in Filialen

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Von: Fee Halberstadt

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Wegen des Ukraine-Kriegs hamstern viele Mengen Lebensmittel
Seit Anfang April sind einige Produkte in Supermärkten nur noch in „haushaltsüblichen Mengen“ zu erhalten. © Tom Weller/dpa

Einige Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen in großen Mengen Lebensmittel ein. Aus diesem Grund werden nun bei Aldi die nächsten Produkte rationiert.

Kassel – Seit der Ukraine-Konflikt eskaliert und Russland in die Ukraine einmarschiert ist, steigen die Preise von Lebensmitteln in Deutschland an. Diese Steigerung betrifft verschiedenste Lebensmittel in Geschäften wie Lidl, Aldi, Rewe, Edeka und Co. Betroffen sind unter anderem Brot, Nudel und Kaffee sowie Milch- und Fleischprodukte. Doch diese sind nicht nur teurer geworden, sondern oftmals auch ausverkauft.

Gerade haltbare Produkte wie Sonnenblumenöl, Mehl, Nudeln und Konserven werden knapp. Aus Angst davor, dass es bald keine Lebensmittel mehr geben könnte, neigen einige Verbraucherinnen und Verbraucher dazu, diese Produkte in großen Mengen zu kaufen. Eine ähnliche Entwicklung gab es zu Beginn der Corona-Pandemie. Aufgrund der hohen Nachfrage rationiert Aldi nun offenbar die nächsten Produkte.

Aldi rationiert nun Nudeln und Reis: Lieferengpässe weitet sich auch weitere Produkte aus

Aldi ist nicht der erste Lebensmittelmarkt, der zu dem Mittel der Rationierung greift, um Hamsterkäufen vorzubeugen. Bereits Anfang April rationierte der Discounter Lidl die ersten Produkte seines Sortiments. Der Konzern sagte dem Nachrichtenportal Echo24: „Da bestimmte Warengruppen, beispielsweise Speiseöl und Konserven, derzeit sehr stark nachgefragt werden, geben wir diese Produkte in allen Filialen nur in haushaltsüblichen Mengen ab.“

Der Konkurrent Aldi rationiert nun noch weitere Lebensmittel, wie Business Insider berichtet. In einer Filiale der Tochtergesellschaft Aldi Nord in Brandenburg hängen wohl dieselben Schilder inzwischen bei Nudeln und Reis, die ansonsten bei Mehl, Sonnenblumenöl und Konserven hingen. Die Abgabe der Produkte ist auf „haushaltsübliche Mengen“ begrenzt, allerdings vorerst nicht deutschlandweit, sondern nur in einigen Filialen.

Lieferengpässe wegen Hamsterkäufen: Aldi rationiert weitere Produkte

Auch andere Supermärkte rationieren Lebensmittel aufgrund der hohen Nachfrage. „Unabhängig von der aktuellen Situation geben wir unsere Waren wie bisher nur in haushaltsüblichen Mengen ab“, sagte eine Sprecherin von Lidl gegenüber Business Insider zum Verkauf von Nudeln und Reis.

Doch laut einem Experten gibt es trotzdem keinen Grund zur Sorge, denn die Grundware sei vorhanden. „Das Problem ist zum einen das Verpackungsmaterial. Zum anderen sind die Abfüllkapazitäten komplett ausgebucht“, sagt Florian Block, Pressesprecher des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA) auf Nachfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Weitere Experten unterstützen diese These. Die extrem hohe Nachfrage gewisser Produkte, aufgrund des Hamsterns, führt zu logistischen Probleme. Deshalb bleiben die Regale länger leer, als üblich. (Fee Halberstadt)

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