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Änderung bei Amazon: Händler müssen Abwicklung von Retouren anpassen

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Von: Sandra Kathe

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Beim Online-Händler Amazon treten zum 31. Oktober neue Retoure-Regeln für Marketplace-Anbieter in Kraft. Was sich nun für Kundinnen und Kunden ändert.

Kassel – Mit dem Ziel, die plattformübergreifende Retouren-Abwicklung zu vereinfachen und der Kundschaft eine umkomplizierte Rückgabe von Waren an Drittanbieter zu ermöglichen, plant der Online-Versandhandel Amazon eine wichtige Änderung. Diese betrifft Händler, die Produkte über Amazon Marketplace anbieten. Die Änderung soll, so eine Mitteilung des Unternehmens, am 31. Oktober in Kraft treten. Darüber berichtete neben Computer-Bild auch die Branchenzeitung Lebensmittelzeitung.

Demnach würde für fast alle Käufe bei Marketplace-Händlern ab diesem Tag automatisch eine Funktion freigeschaltet, die Kundinnen und Kunden ermöglicht, ein vorfrankiertes Rücksendeetikett auszudrucken. Bislang war bei den Drittanbietern, die über Amazon ihre Waren verkaufen, meist eine Kontaktaufnahme erforderlich, um ein Rücksendeetikett zu erhalten.

Mit einer Änderung zum 31. Oktober vereinfacht Amazon Kundinnen und Kunden künftig Retouren.
Mit einer Änderung zum 31. Oktober vereinfacht Amazon Kundinnen und Kunden künftig Retouren. (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Retouren bei Amazon-Drittanbietern: Rücksendungen werden für Verbraucher vereinfacht

Der Anbieter musste das Rücksendegesuch entgegennehmen und ein Rücksendeetikett bereitstellen. Dies soll nun vereinfacht werden, um „den manuellen Aufwand für die Bearbeitung von Warenrücksendungen, Kundenkontakten sowie A-bis-Z-Garantieanträgen“ zu reduzieren und die Einhaltung der Amazon-Richtlinien zu gewährleisten, wie Amazon seine externen Verkäufer informiert.

Was weiterhin individuell vom Marketplace-Verkäufer entschieden werden soll, ist die Frage, wer letztlich die Versandkosten für die Rücksendung trägt. So gäbe es laut der Händler-Information, die Amazon auf seinem Verkäuferforum öffentlich machte, diverse Rücksendegründe, bei denen die Versandkosten von der Kaufpreis-Erstattung abgezogen werden könnten.

Neue Amazon-Regeln für Drittanbieter: Es gibt auch Sonderfälle

Betreffen soll die Änderung alle Marketplace-Händler, deren standardmäßige Rücksende-Addresse in Deutschland liegt. Bei internationalen Verkäufen gelten weiterhin Sonderregeln. Auch spezielle Warengruppen sollen gemäß der Rückgabebedingungen von Amazon von der Änderung ausgenommen sein.

Zusätzlich gilt – wie es bei Verkäufen von Amazon selbst ebenfalls der Fall ist – dass Sonderfälle für Produkte gelten, die besonders wenig oder viel kosten. Bei besonders günstigen Artikeln ist es häufig der Fall, dass die Kosten auch ohne Rücksendung des Artikels erstattet würden, um so zusätzliche Versandkosten zu sparen. Bei Artikeln über 500 Euro, von denen viele aufgrund ihrer Art und Größe (etwa Fernseher oder Kühlschränke) schwieriger zu versenden seien, prüfen die Händler weiterhin jeden Einzelfall. (ska)

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