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Amazon-Kunden im Visier von Betrügern: Achtung, vor diesen E-Mails

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Von: Stella Henrich

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Aktuell warnen Verbraucherschützer wieder vor einer Masche, die zwar nicht neu ist, aber immer wieder von Internet-Betrügern gern genutzt wird. Als Absender der Mails tritt Amazon auf.

München ‒ „Wir glauben, dass eine nicht autorisierte Partei möglicherweise auf ihr Konto zugegriffen hat“, so beginnt die E-Mail, die Amazon-Kunden derzeit angeblich vom Online-Händler erhalten, berichtet das Online-Portal Techbook. Danach werden die Kunden darum gebeten, ihr Konto zu deaktivieren, bis sie die Überprüfung abgeschlossen haben.

Die Validierung der eigenen Daten müsse innerhalb von 24 Stunden erfolgen, ansonsten würde das Nutzer-Konto gekündigt. Es folgt noch eine kurze Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und ein freundlicher Gruß des Konzerns, berichtet merkur.de.

Bild zeigt App von Amazon.
Phishing-Mails des Online-Händlers Amazon sind wieder im Umlauf. Verbraucherschützer warnen davor. © Rüdiger Wölk/imago

Verbraucherschützer warnen vor dieser E-Mail, da es sich offenbar um einen Betrugsversuch handelt. Kunden des Online-Händlers sollten auf keinem Fall auf den Button in der E-Mail klicken, sondern die Nachricht in den SPAM-Ordner verschieben, berichtet Techbook und beruft sich dabei auf die Warnung von Verbraucherschützern. Doch damit nicht genug für die Kundschaft von Amazon. Auch Prime-Kunden geraten offenbar jetzt ins Fadenkreuz von Cyberkriminellen. Unter dem Vorwand eines Abrechnungsproblems seien die „Prime-Vorteile“ ausgesetzt.

Die Phishing-Mail wird laut Verbraucherzentrale NRW mit dem Betreff versendet: „Aktivität greift auf Informationen zu – Automatische E-Mail vom System [Warnung] – Es gibt einige verdächtige Aktivitäten, bitte aktualisieren Sie Ihr Konto in 24 Stunden.“ Auch hier der vorausschauende Tipp: Nicht auf den Link klicken und E-Mail in den SPAM-Ordner verschieben.

Verbraucherschützer warnen vor Cyberkriminellen: Vorsicht vor E-Mails im Namen von Amazon

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt Amazon-Kunden vor E-Mails, die vor Problemen bei der Zahlungsabwicklung warnen und ins Postfach des Kunden flattern. Betroffene erhalten diese Nachricht, nachdem sie tatsächlich auf Amazon geshoppt haben. Darin heißt es: „Sie sollen das Geld stattdessen direkt auf das Konto des vermeintlichen Verkäufers überweisen“, warnen die Verbraucherschützer. Dieses befände sich im oft Ausland, was sich leicht an der IBAN erkennen lasse. Anstatt mit DE beginnt die Nummer etwa mit ES für Spanien. Auch hier der wohlmeinende Tipp für Verbraucher: „Gehen Sie nicht darauf ein und überweisen Sie das Geld nicht auf diesem Weg.“ Wer Zweifel hat, kann sich auch direkt mit dem Online-Händler in Verbindung setzen und mit dem Kundensupport chatten. Wer dort seine Telefonnummer angibt, erhält auch meist umgehend den Rückruf eines Amazon-Mitarbeiters.

So können sich Verbraucher vor Betrug im Netz schützen:

Verbraucherschützer warnen vor Cyberkriminellen:

Um an Anmeldedaten von Nutzern zu kommen, versenden Betrüger oft auch E-Mails mit gefälschten Formularen, um sensible Daten von Kunden abzugreifen. Auch Amazon kann ein Lied davon singen. In den Schreiben werden die Kunden meist darum gebeten, ihre Kundendaten zu aktualisieren, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Der Link im Text führt aber nicht zum Online-Händler, sondern auf eine gefälschte Internetseite, die täuschend echt aussieht. Wer wissen möchte, ob die Quelle wahr oder falsch ist, kann sich auf dieser Amazon-Seite ganz genau informieren.

Auch Kunden von Supermärkten und Discountern wie Lidl, Kaufland oder Netto müssen sich immer wieder vor Betrugsversuchen in Acht nehmen. Phishing-Mails erreichen auch immer häufiger Kunden von Sparkassen, der Postbank oder der Ing-Bank. Und selbst ein Streaming-Anbieter wie Netflix ist vor Betrügern nicht gefeit. Immer wieder wollen Verbrecher an die Daten von Kunden und probieren neue Betrugsmaschen aus. Der Tipp für alle Verbraucher: Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine E-Mail echt ist, kontaktieren Sie den Händler über die Telefon-Hotline und verschieben die Nachricht zunächst in den SPAM-Ordner. Das gilt vor allem dann, wenn es um Zahlungsaufforderungen und Kontosperrungen geht

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