1. Startseite
  2. Verbraucher

„Einfach Mist“: Amazon-Nutzer empört über Änderung von Prime-Service

Erstellt:

Von: Clara Veiga Pinto

Kommentare

Eine Neuerung bei Amazon Music sorgt derzeit für Aufregung. Viele Nutzer sind damit unzufrieden, denn wichtige Funktionen fehlen.

Kassel – Bei Amazon Music gab es kürzlich ein großes Update. Erst war die Freude vieler Nutzer groß, denn sie bekamen eine E-Mail mit dem Betreff „Dein Amazon-Music-Prime-Vorteil hat sich verbessert“. Der Inhalt der Mail: Der Musik-Dienst des Konzerns sei erweitert worden. Das berichtet das Portal chip.de.

Statt auf zwei Millionen haben Amazon-Music-Nutzer jetzt Zugriff auf 100 Millionen Lieder, und das sogar ohne Werbung. Auch mehr Podcasts gibt es nun bei dem Anbieter. Doch der Neuanstrich des Dienstes entpuppte sich laut Einschätzung vieler Nutzer nicht als Verbesserung, sondern als Rückschritt. Das sind die neuen Funktionen von Amazon Music:

Amazon Music: Viele Nutzer sind enttäuscht vom Update

Das Problem: Es gibt zwar 100 Millionen Titel zur Auswahl, die Hörer des Musik-Streamingdienstes können allerdings nicht mehr komplett selbstständig entscheiden, welche Songs sie hören wollen. Wer ein bestimmtes Lied aufruft, bekommt es zwar angezeigt, aber nicht abgespielt. Das neue System funktioniert per Zufallswiedergabe.

Viele Nutzer sind sauer: „Danke, dass ihr #amazonmusic zerstört“, schreibt ein Nutzer auf Twitter. „Ist doch echt ein Witz!? Ich war mit dem #primemusic Angebot zufrieden.“ Dazu nutzt er die Hashtags #dankefürnichts und #ichbinsauer. „Ich möchte bitte das alte Prime Music zurück. Sch*** auf mehr Songs, wenn man nicht mehr auswählen kann, welchen Song man hören will per Sprachbefehl bei Alexa (Wecker) ist das einfach Mist und für mich nicht mehr nutzbar!“, regt sich ein weiterer Nutzer auf. „Amazon ey. Langsam wird es echt frech. Was neu ist? Prime Music ist nun Kernschrott und auf einem Echo unbenutzbar“, schreibt ein weiterer.

Amazon Prime-Service verändert: Wichtige Funktionen fehlen

„Wenn ich einen bestimmten Song suche oder über unsere Voice-Hardware Alexa anfordere, wird eine Auswahl an Songs angeboten auf Basis der bisherigen Hörgewohnheiten“, erklärt Ulrich Järkel, Amazons Musikchef für Deutschland und Österreich der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), das neue Angebot. 

Eine Hand mit einem Handy, auf dem das Amazon Drive Logo zu sehen ist
Das neue Amzon-Music-Update wird aktuell von vielen Nutzern kritisiert. (Symbolbild) © Thiago Prudencio/imago

Auch Alben einzelner Künstler werden nicht mehr der Reihenfolge nach wiedergegeben. Und das, obwohl Amazon den Preis für das Abo erst vor kurzem von 7,99 auf 8,99 Euro monatlich erhöht hat. Auch bei anderen Bereichen des Konzerns gibt es aktuell einige Neuerungen.

Laut der FAZ zählt Amazon aktuell mehr als 200 Millionen Prime-Abonnenten. „Wir sind innerhalb der Musikindustrie alle daran interessiert, den Musikfans das bestmögliche Angebot machen zu können und das ist in diesem Fall jetzt möglich geworden“, sagte Järkel der FAZ. (Clara Pinto)

Auch interessant

Kommentare