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Amazon startet Online-Apotheke: Jetzt gibt es auch Medikamente zu kaufen

Amazon bietet künftig auch Medikamente in einer eigenen Online-Apotheke. Der virtuellen Assistentin „Alexa“ kommt eine wichtige Rolle zu.

  • Amazon ist der derzeit der größte Online-Versandhändler der Welt.
  • Jetzt hat Amazon eine Online-Apotheke angekündigt.
  • Die Aktien der Konkurrenz rutschten durch die Ankündigung bereits ab.

Update vom Sonntag, 22.11.2020, 11.23 Uhr: Der Medizin- und Gesundheitsmarkt bietet großes Potenzial. Das hat auch der Online-Riese Amazon entdeckt. Mit „Amazon Pharmacy“, der neuen Online-Apotheke, geht der Händler an den Start - vorerst nur in den USA.

„Da immer mehr Menschen ihre alltäglichen Besorgungen von zu Hause aus erledigen wollen, ist die Apotheke eine wichtige und notwendige Ergänzung des Amazon-Online-Shops“, erklärte Doug Herrington von Amazon. Dabei soll auch Alexa, die virtuelle Assistentin, mit eingebunden werden. Bereits jetzt kann Alexa Medikamente bestellen und an deren Einnahme erinnern. Das teilt „amazon-watchblog.de“ mit.

Amazon startet eigene Online-Apotheke. (Symbolbild)

Die Online-Apotheke von Amazon wird in Deutschland wohl noch eine Weile auf sich warten lassen. Denn hier ist der Online-Versand von verschreibungspflichtigen Medikamenten nur mit einer Apothekerzulassung möglich.

Amazon geht mit Online-Apotheke an den Start

Erstmeldung vom 18.11.2020: Kassel - Vom Smartphone über Klamotten bis hin zur Hafermilch: Bei Amazon finden Kunden fast alles, was sie suchen. Am Dienstag (17.11.2020) überraschte der Online-Riese mit der Ankündigung einer ganz neuen Sparte - und die Aktien der Konkurrenz sind direkt abgerutscht.

Über das neue Versandangebot „Amazon Pharmacy“ sollen künftig auch Medikamente erworben werden können. In der Online-Apotheke werden dann auch verschreibungspflichtige Medikamente erhältlich sein. Vorerst ist der Service von Amazon aber nur für die USA angekündigt.

Amazon mit Online-Apotheke auf dem Vormarsch

Bereits im Jahr 2018 wurde die Online-Apotheke PillPack von Amazon aufgekauft. Die Zeit nach der Übernahme hat Amazon dazu genutzt, um staatliche Lizenzen für den Versand von Medikamenten in den USA zu erhalten. In der Online-Apotheke von Amazon werden Kunden die Möglichkeit haben Preise zu vergleichen.

Es soll auch die Möglichkeit geben die Medikamente von direkt von der Versicherung bezahlen zu lassen. Bei einer Privat-Zahlung wird es auch bei Medikamenten Rabatte für Prime-Mitglieder geben.

Der Amazon-Konzern hat angekündigt, keine Medikamente zu vertreiben, welche missbräuchlich verwendet werden könnten. Das schließt vor allem viele Opiate mit ein, wie der Spiegel berichtet.

Aktien stürzen ab: Konkurrenz spürt die Online-Apotheke von Amazon bereits kurz nach Ankündigung

Die Ankündigung von Amazon spürt die Konkurrenz bereits deutlich. Zwischen 8 und 12 Prozent verloren die Aktien der Konkurrenten Walgreens, CVS Health und Rite Aid. Die Konkurrenten Cardinal Health und McKesson verzeichneten ebenfalls Einbußen.

Im Gegensatz zur Konkurrenz konnte die Amazon-Aktie 2,5 Prozent zulegen. Insgesamt legte der Amazon-Konzern während der Corona-Krise stark zu. Der Gewinn des US-Unternehmens erreichte 6,3 Milliarden Dollar im dritten Quartal. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Verdreifachung. Dieser Trend könnte sich bei der Online-Apotheke von Amazon fortsetzen.

So könnte die neue Online-Apotheke von Amazon aussehen. (Symbolbild)

Online-Apotheke von Amazon: In Deutschland sind manche Medikamente bereits bei Amazon erhältlich.

Ob Ibuprofen-Tabletten (werblicher Link), Nasenspray (werblicher Link) oder ein Anti-Allergikum (werblicher Link): Einige Medikamente sind auch in Deutschland bereits über Amazon verfügbar. Doch im Unterschied zu Online-Apotheken sind es bisher nur frei verkäufliche Medikamente, die Amazon in Deutschland anbietet. Amazon erntet für den Vorstoß aber auch Kritik, wie folgender Twitter-Post vedeutlicht:

Zuletzt versuchte der Online-Versandhändler DocMorris aus den Niederlanden in Deutschland Fuß zu fassen. Der Händler versuchte es mit einem Verkaufsautomaten in einem kleinen Ort in Baden-Württemberg. Doch der Bundesgerichtshof unterband den Automaten-Verkauf von Medikamenten auch in der letzten Instanz des Rechtsstreites. (luc und kas)

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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