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Ameisen in Garten und Haus: Wie man die Insekten endlich loswird

Im Haus oder im Garten können Ameisen zu einer echten Plage werden. Mit diesen Ratschlägen werden Sie die Insekten rasch wieder los.

Kassel – Ameisen haben nicht den besten Ruf. Ob beim Grillen im Garten oder dem entspannten Picknick im Park – ist Essen im Spiel, krabbeln die kleinen Insekten direkt überall herum. In der Natur sind Ameisen jedoch quasi die „Gesundheitspolizei“.

Sie verhindern die Ausbreitung von Keimen und Krankheitserregern, lüften den Boden und sind Futter für viele andere Tiere. Im Garten oder gar in Haus oder Wohnung hat man Ameisen trotzdem nicht besonders gerne.

Nicht nur Wühlmäuse können im Garten zum Problem werden. Wenn der gut gepflegte Rasen im Garten nur so von Ameisenhügeln übersät ist, sorgt das schnell für Frust. Etwa 115 verschiedene Ameisenarten gibt es in Deutschland. Sie fühlen sich vor allem auf Feldern oder in Wäldern wohl. Doch manche verschlägt es eben auch mal in Gärten oder Gebäude.

NameHolzameise (Lasius fuliginosus)
FarbeKörper ist schwarz glänzend, die Mundwerkzeuge und Fühlerschäfte eher braun
Größe 4-6 mm lang
Weitere Arten der HolzameiseLasius brunneus und Lasius emarginatus
(Quelle: Umweltbundesamt)

Ameisen in Haus und Garten bekämpfen: Diese natürlichen Mittel können helfen

Hat sich eine Ameisenkolonie im Garten niedergelassen, muss nicht gleich Chemie zum Einsatz kommen. Die Insekten lassen sich auch schonend vertreiben. Zum Beispiel, indem man die Ameisen einfach umsiedelt. Gebraucht wird dafür nur ein Blumentopf und Holzwolle.

Waldameisen sollten im Garten oder Haus nicht für Probleme sorgen. Andere Arten können jedoch für Schäden sorgen.

Den Topf ganz einfach mit der Holzwolle befüllen und anschließend mit der Öffnung nach unten über den Eingang des Ameisenbaus stellen. Der Topf sollte natürlich kein Loch am Boden haben. „Bald werden die Ameisen beginnen, ihre Puppen in der Holzwolle zu lagern“, schreibt auch Ökotest.

Ameisen-Plage? Mit diesem Lifehack bekommt man die Insekten aus dem Rasen

Sind die Ameisen in den Topf umgezogen, kann dieser dann an einen anderen Standort gebracht werden. Mindestens 30 Meter sollte der neue Lebensraum vom alten entfernt sein. Neben dem Umsiedeln von Ameisen können die Insekten im Garten, zum Beispiel im Rasen, mit Duftbarrieren vertrieben werden, ähnlich wie bei Mücken.

Das funktioniert mit bestimmten ätherischen Ölen, wie Thymian, Lavendel oder Nelken. Aber auch Essig und Zitronenschalen sollen laut Ökotest eine Wirkung auf Ameisen haben. Je nachdem, von welchem Bereich die kleinen Insekten fern bleiben sollen, wird der Duft dann verteilt. Zum Beispiel um die Terrasse oder vor Eingänge zum Haus.

Was hilft bei Ameisen im Haus? Bei diesen Arten ist Vorsicht geboten

Etwas kniffliger ist es, Ameisen aus dem Haus oder der Wohnung zu vertreiben. In Gebäude dringen die Insekten vor allem ein, wenn sie dort ein gutes Nahrungsangebot vorfinden. „Wenn wir extreme Trockenperioden haben und der Boden metertief ausgetrocknet ist, passiert es regelmäßig, dass einige Arten verstärkt in die Wohnung gehen und dort Nahrungsquellen nutzen“, erklärt Ameisenforscher Dr. Bernhard Seifert dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Problematisch wird es bei invasiven Ameisenarten. Denn diese finden in Haus oder Wohnung durchaus Nestanlageplätze. Hier sollte man schnell handeln, um eine Vermehrung zu verhindern. Vor allem Pharao- oder Holzameisen können beträchtliche Schäden anrichten, wie Ökotest berichtet.

Gegen Ameisen vorsorgen: Welche Maßnahmen gegen die Tiere helfen

Mit einigen Vorsorgemaßnahmen kann man verhindern, dass sich Ameisen in Haus oder Wohnung ausbreiten. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Löcher und Risse im Mauerwerk, an Türen oder auch Fenstern auszubessern und ebenfalls Fugen oder Spalten in der Wohnung mit Silikon zu verschließen.

Ein wichtiger Punkt ist außerdem mögliche Futterquellen gar nicht erst entstehen zu lassen. Essen also immer wegpacken oder gut und vor allem „ameisensicher“ verschließen. Den Müll zudem regelmäßig leeren und keine Essensreste oder schmutziges Geschirr stehenlassen.

Weitere interessante und nützliche Verbraucher-News finden Sie auf unserer Themenseite.

Ameisen im Haus? Das hilft gegen die ungewollten Gäste

Auch über Blumentöpfe, Zweige oder Kaminholz kann man sich Ameisen ins Haus holen. Deshalb alles gut kontrollieren, bevor es hereingebracht wird. Wird eine einzelne Ameise im Haus entdeckt, sollte sie direkt nach Draußen befördert werden.

Nicht nur im Garten, sondern auch im Haus können starke Düfte zudem helfen, Ameisen zu vertreiben. Auch einige Indizien weisen auf einen Ameisenbefall hin, wie herumliegende Späne oder Holzstaub. Eine Ameisenstraße ist da schon ein Hinweis, der kaum noch übersehen werden kann. Sie kann mit Essigwasser oder auch Klebeband unterbrochen werden. Nehmen die Ameisen Überhand, lieber professionelle Hilfe holen, vor allem bei Holzameisen. (swl)

Rubriklistenbild: © Peter Steffen/dpa

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