Mehr Kontrolle für User

Apple: Änderung bei Datenschutz angekündigt - Auswirkungen für iPhone-Nutzer

Apple kündigt eine neue Datenschutz-Funktion an. Damit sollen iPhone- und iPad-Nutzer mehr Kontrolle über ihre Daten bekommen. Das ändert sich.

  • Apple will im Frühjahr mit einer neuen Funktion an den Start gehen.
  • Damit soll der persönliche Datenschutz von Nutzern verbessert werden.
  • Die Funktion gilt für neue Betriebssysteme von iPhones und iPads.

Kassel - Der persönliche Datenschutz ist in den vergangenen Jahren ein großes Thema geworden. Mit der Umsetzung der EU-Datenschutz-Verordnung 2018 wurde der Schutz von personenbezogenen Daten verbessert. Nun kündigt auch das Technologieunternehmen Apple eine neue Entwicklung an.

Anlässlich des europäischen „Tag des Datenschutzes“ am 28.01.2021 sollen Apple-Nutzer mehr Macht über ihre eigenen Daten erhalten. Dementsprechend sollen ab Frühjahr User selbst entscheiden, ob sie Apps erlauben persönliche Daten zu tracken.

Apple verschärft Datenschutz: Anbieter müssen Erlaubnis einholen

Künftig müssen App-Anbieter also die Erlaubnis von iPhone- und iPad-Nutzern einholen, bevor sie die sensiblen Daten nutzen und weitergeben dürfen. Das gilt allerdings erst für die neueren Apple-Betriebssysteme.

Der Technologiekonzern Apple will mit einer neuen Funktion den Datenschutz der iPhone- und iPad-User verbessern. (Symbolbild)

Doch wie läuft es bisher? Nach Informationen von Bit Projects News ist es gängig, dass Anbieter durchschnittlich rund sechs Tracker eingebaut haben. Auch Apps, die vorrangig für Kinder entwickelt wurden, sind davon betroffen. Hier werden ebenfalls persönliche Informationen weitergegeben.

Neuerung für iPhone- und iPad-Nutzer: Wie sicher sind persönliche Daten?

Dahinter steckt eine Milliardenschwere Industrie, die persönliche Daten für personalisierte Werbung und Nutzerprofile auswertet. Welche Daten genau verwendet werden, ist für Nutzer allerdings nicht nachvollziehbar.

UnternehmenApple Inc.
Gründung01.04.1976
Umsatz (2020) 275 Milliarden US-Dollar

Um dem entgegenzuwirken und die sensiblen Daten der Verbraucher besser zu schützen, führt Apple die neue Funktion ein. Bald können iPhone- und iPad-Nutzer der Weitergabe der Informationen durch Apps sogar komplett widersprechen.

Apple verstärkt Datenschutz für iPhone- und iPad-Nutzer: Wie funktioniert die neue Funktion?

Und so funktioniert es: Über die Einstellungen finden iPhone- und iPad-User den Menüpunkt Datenschutz. Unter dem Unterpunkt Tracking kann dann für alle Apps auf Apple-Geräten die Weitergabe von personenbezogenen Daten abgelehnt werden.

Wenn die Option „Apps erlauben, Tracking anzufordern“ ausgewählt ist, müssen App-Anbieter künftig nachfragen, ob sie die Daten nutzen dürfen. Ist die Funktion ausgeschaltet, dürfen die Entwickler die Daten gar nicht erst anfragen. Das betrifft vor allem die Werbe-ID des Apple-Geräts. Diese kann dann nicht mehr ausgelesen werden.

Was ist eine Werbe-ID?

Durch die sogenannte Werbe-ID kann aus dem Nutzerverhalten ein individuelles Profil erstellt werden. Dieses Tool wird von den Google Play-Diensten bereitgestellt. Damit sollen Nutzer laut Google bessere Kontrolle haben und Anbieter können weiterhin ihre Apps monetarisieren. Nutzer können ihre ID allerdings auch zurücksetzen oder personalisierte Werbung deaktivieren.

Laut einem Insider-Bericht will Apple das Smartphone-Zeitalter* bald beenden. iPhones sollen durch eine neue Technologie ersetzt werden. Auch eine neue Smartwatch-Generation wird erwartet. Die neuen Produkte von Apple* und Samsung könnten ein für Menschen mit Diabetes wichtiges Feature mit sich bringen. (Karolin Schaefer)

Rubriklistenbild: © Ricardo Rubio/dpa

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