Neue Gesetze

Arbeit, Reisen und Einkaufen: Das ändert sich ab April

Ab April gelten in Deutschland neue Regeln und Gesetze. Einiges könnte sich in unserem (Corona-)Alltag dadurch ändern.

Kassel - Wer derzeit wegen Corona im Homeoffice arbeitet, demnächst eine Führerscheinprüfung macht oder eine Reise mit der Deutschen Bahn plant - für den wird sich ab April etwas ändern. Ab dem 1. April gelten in Deutschland neue Regeln und Gesetze, die unseren Alltag betreffen. Wir haben die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

Um das Coronavirus in Deutschland einzudämmen, waren Arbeitgeber in den letzten Monaten dazu verpflichtet, Homeoffice für ihre Arbeitnehmer anzubieten. Wegen des verlängerten Lockdowns wird diese Art des Arbeitens auch weiter nötig sein. Allerdings läuft die aktuelle Regelung am 30. April aus. Da das Infektionsgeschehen schwer abzuschätzen ist, könnte die Regelung jedoch auch im Laufe des Monats April noch verlängert werden.

Änderung ab April: Tabellenentgelte im öffentlichen Dienst um 1,4 Prozent erhöht

Sie arbeiten im öffentlichen Dienst? Herzlichen Glückwunsch, ab April können Sie sich auf mehr Geld freuen. Die Tabellenentgelte werden um 1,4 Prozent und mindestens 50 Euro erhöht. Auch Praktikanten und Auszubildende bekommen pro Monat 50 Euro mehr Gehalt.

Die aktuelle Homeoffice-Regelung wegen Corona läuft am 30. April aus. (Symbolbild)

Die Gehaltserhöhung betrifft allerdings nicht alle Berufsgruppen: Mitglieder der Bundesregierung, Bundesminister, Staatssekretäre und Präsidenten der obersten Bundesgerichte erhalten keine Erhöhungen.

Änderung ab April: Kundenservice der Deutschen Bahn ändert sich

Zwar ist wegen der Corona-Pandemie das Reisen derzeit nur eingeschränkt möglich, trotzdem gibt es natürlich weiterhin Personen, die unter anderem wegen berufliche Reisen die Deutsche Bahn nutzen. Ab April können Fahrgäste, die ein Problem haben und den Kontakt mit dem Kundenservice suchen, kostenfreie Hotlines nutzen. Bislang war die Service-Hotline kostenpflichtig. Auch die Telefonnummern ändern sich teilweise:

  • Servicenummer der DB für Auskünfte über Fahrpreise und Fahrpläne, Informationen über die Serviceleistungen der Deutschen Bahn und zur BahnCard: 030 2970 (rund um die Uhr)
  • Fundservice für im Zug oder Bahnhof verlorene oder gefundene Gegenstände melden: 030 586020909
  • Servicecenter Fahrgastrechte mit Informationen zu Fahrpreiserstattungen im Rahmen der EU-Fahrgastrechteverordnung: 030 586020920
  • Mobilitätsservice-Zentrale ist der
    Kontakt für die Planung barrierefreier Reisen: 030 65212888

Ab April: Neuerungen bei Kassenzettel und Lebensmitteln

Für viele Menschen ist der wöchentliche Einkauf im Supermarkt oder Discounter, die einzige Möglichkeit, den eigenen vier Wänden zu entkommen. Auch hier gibt es eine Neuerung. Ab April werden die Kassenbons deutlich länger. Grund sind Änderungen in den Angaben, was auf einem Kassenbon stehen muss mit dem Ziel: Steuerbetrug unmöglich machen. Der Kassenzettel soll zudem in eine Cloud übermittelt und digitalisiert werden. Für die Zuordnung und Buchhaltung werden Codes aufgedruckt. Auch Beginn und Ende des Kassiervorgangs werden notiert. So können Verbraucher sehen, wie schnell kassiert wurde.

Neben der Änderung der Kassenzettel werden auch bestimme Nahrungsmittel ab dem 2. April genauer reglementiert. Die neue Verordnung betrifft Produkte, die pro 100 Gramm mehr als zwei Gramm industriell hergestellte Transfette enthalten. Es dürfen nur noch Produkte verkauft werden, die diesen Wert nicht überschreiten. Eine hohe Zufuhr der industriell hergestellten Transfette wirkt sich nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung negativ auf die Gesundheit aus. Von dieser neuen Regelung ausgenommen sind beispielsweise Milch und Fleisch.

Neuerung bei der Fahrschulprüfung ab April

Auch für Fahranfänger gilt eine Änderung. Wer ab April eine praktische Führerscheinprüfung in einem Wagen mit Automatikschaltung ablegt, darf nun auch Autos mit normalen Schaltgetriebe fahren. Das war bislang nicht so.

Auch beim Führerschein gibt es ab 2022 eine Änderung: Das Ablaufdatum wird eingeführt. Nicht nur Autofahrer sind betroffen. (Luisa Ebbrecht)

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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